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Ähnlich kontrovers setzt Hofmann den "Aufbruch in den Osten" in Szene. Für den ersten aus dem Westen stammenden, auswanderungswilligen Muslim hält der Autor ein Plädoyer über die Vorzüge von Solidarität in der islamischen Großfamilie, Gastfreundschaft, fehlender Kriminalität und nicht zuletzt vom gelebten, allgegenwärtigen Glauben. Kein Wunder, dass dieser Student sich im islamischen Orient bald heimisch fühlt. Weniger rosig schätzt der zweite westliche Konvertit seine neue Umgebung ein. Er dankt Gott dafür, dass er Muslim wurde, bevor er die muslimische Welt kennen lernte. So habe er sich die maßgebliche islamische Theorie nicht durch eine fragwürdige Praxis verdunkeln lassen. Die muslimische Welt wirkt auf diesen Studenten in erster Linie als Entwicklungsland.
Kann Hofmann nach diesen inhaltlich weit auseinanderliegenden Statements zu seiner Eingangshypothese zurückkehren und den Islam als nach wie vor notwendiges Allheilmittel anpreisen? Zumindest versucht er es, ohne freilich die Schattenseiten des heutigen Islam zu verschweigen (wie etwa den Kopftuchzwang in einigen islamischen Ländern). Nahezu zwangsläufig ergeben sich Überschneidungen mit seinem früheren Buch. Provozierend und überaus aktuell regt Der Islam im 3. Jahrtausend zu eigenen Überlegungen an. --Larissa Carina Seelbach
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anspruchsvolle kritische Synthese,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Islam im 3. Jahrtausend. Eine Religion im Aufbruch (Taschenbuch)
Herr Hofmann setzt sich in seinem nicht nur aufgrund der Tagespolitik aktuellem Buch mit der fehlerhaften gegenseitigen Wahrnehmung von Orient und Okzident auseinander. Mit dem Rückhalt jahrelangem Studiums des Islam und der in diesem Fall notwendigen Einsicht in einschlägige Literatur aus muslimischen und auch nichtmuslimischen Kreisen, schafft er es eindrucksvoll, die historisch gewachsenen Bedenken und Ängste der westlichen Zivilisationen vor dem Islam aufzuzeigen. Hierbei betont er immer wieder, dass der Islam die einzig wachsende Weltreligion ist. Bermerkenswert... Dieses Buch ist ein Muss, für all diejenigen, die täglich durch die Medien mit Anti-Islam(ismus)-Parolen penetriert werden, also praktisch für alle! Zu schade nur, dass lediglich der belesene und gut gebildete Teil der Bevölkerung den anspruchsvollen Text verstehen wird.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Orient und Okzident verstehen und Lehren ziehen,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Islam im 3. Jahrtausend. Eine Religion im Aufbruch (Taschenbuch)
Der Islam im 3.Jahrtausend von Murad Wilfried Hofmann ist ein sehr interessantes Buch für all die, die sich über die Verhaltensweisen von Moslems aufregen und dies mit dem Islam in Verbindung setzen. Er baut Vorurteile gegenüber dem Islam ab, die im Okzident durch Medien geschürt werden. Weiterhin verschafft das Buch einen sehr guten Einblick in die Denkweise eines Moslems, der im Westen lebt. Ich kann dieses Buch sowohl für Moslems als auch für andere Interessierte empfehlen, die sich nicht nur auf Medien verlassen wollen. Bei Medien ist nämlich die Devise im Vordergrund: "Gute Nachricht, keine Nachricht. Schlechte Nachricht, gute Nachricht.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wichtig für die Beziehung zwischen dem Westen u. dem Islam,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Islam im 3. Jahrtausend. Eine Religion im Aufbruch (Taschenbuch)
Was kann der Islam vom Westen lernen? Was der Westen vom Islam? In Deutschland leben mehrere Mio Muslime und und wer die Gründe der Anpassungsschwierigkeiten dieser Menschen an die Wohlstandsgesellschaft besser verstehen möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Der Islam breitet sich tagtäglich in der ganzen Welt aus und Hofmann erteilt in seinem Buch wichtige Ratschläge und Empfehlung wie beide Kulturen voneinander lernen können und müssen, um ins 3. Jahrtausend Hand in Hand, in Friede und Freude zu starten, ohne Hass und Angst. Ein unentbehrlicher Schritt für das neue Jahrtausend!
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