Karin Jäckel hat auf eindrucksvolle Weise, eine wahre Begebenheit zu Papier gebracht. So grausam das man sie kaum glauben kann, aber jedes Wort ist wahr und beschreibt das Schicksal einer jungen Frau, die bis zu ihrem Tod von der Folter gezeichnet sein wird, die man ihr als Kind angetan hat. Und gespart hat Karin Jäckel nicht an schockierenden Einzelheiten um den Leser einen kleinen Eindruck zu vermitteln, wie grausam und rücksichtslos diese Sekte vorging. Und die Qualen wurden ihr von den eigenen Eltern zugefügt – die sich nicht anders zu helfen wussten um ihr erstes Kind zu schützen. Sie haben damit, mit dem Leben von Isis und wohl dem Verlust der eigenen Liebe bezahlt, aber sie werden nie so viel zahlen müssen, wie Isis.
Und das Schicksal dieser Isis ist keine Seltenheit – überall finden sich Sekten, die ähnlich mit ihren Mitgliedern verfahren und deren einziger Ausweg aus dieser Sekte nur all zu oft der Tod ist.
Karin Jäckel will mit diesem Buch aufmerksam machen auf die Grausamkeiten, die selbst in einem Land wie unserem stattfinden, denn in der damaligen DDR hat sich dieses Schicksal ereignet, aufmerksam machen und schockieren. So das die Menschen nicht mehr wegsehen, wenn sie sich etwas nicht erklären wollen, sondern handel. Vielleicht hätte man so Isis einiges ersparen können.
Das Buch hat eine fesselnde Grausamkeit, die einem wahrlich die Gänsehaut aufdrängt. Dennoch ist es keine ausgedachte Geschichte, es ist die Geschichte einer jungen Frau.
Die wahre Nacherzählung dieses Schicksals ist wirklich sehr interessant und abschreckend zugleich – aber um den Menschen die Augen zu öffnen reicht dieses Buch, welches aus dem Leben gegriffen ist, bei weitem aus. Der Leser wird nicht geschont.
Wer an menschlichen Schicksalen interessiert ist, wird fasziniert und erschreckt von diesem Buch sein – aber man sollte es gelesen haben um sehen, das es Menschen gibt, die zu so etwas abstoßendem fähig sind.
Anzumerken ist noch das im Anhang einige Adressen vermerkt sind für Informations- und Beratungsstellen für Sektenopfer, was ich persönlich noch als eine gute Tat ansehe, denn nicht nur aufmerksam machen sondern auch Hilfe wird mit dieser nacherzählten Autobiographie gegeben.