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Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers Audio-CD – Audiobook, 14. Dezember 2012


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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: ABOD; Auflage: 1., Auflage (14. Dezember 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3954710668
  • ISBN-13: 978-3954710669
  • Größe und/oder Gewicht: 14,3 x 2,5 x 12,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (473 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 201.431 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philipp Möller, Jahrgang 1980, ist Diplom-Pädagoge und lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Berlin. Nach dem Studium der Erwachsenenbildung wagte er den Quereinstieg als Lehrer und unterrichtete zwei Jahre lang an Berliner Grundschulen. Als Pressereferent der Giordano Bruno Stiftung engagiert er sich für Humanismus und Aufklärung. Seit Februar 2011 stellt er seine pädagogischen Fähigkeiten auch als Vater unter Beweis.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Anna Hübner am 16. Dezember 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ja, so sieht's aus an deutschen(?) Schulen. Beim Lesen dachte ich nicht nur einmal: "Gott sei Dank bin ich nicht an so einer Schule gelandet!". Und trotzdem konnte ich mich in vielen Schilderungen wiedererkennen. Das Buch zeigt viele Missstände an unseren Schulen auf, die sich nicht mehr nur auf "Brennpunkt-" und Großstadtschulen beschränken. Die Klassen werden immer heterogener, was nicht nur der steigenden Integration und Inklusion geschuldet ist, und auch problematische soziale Verhältnisse der Schüler verstärken sich. Und gerade die sozialen Probleme werden zunehmender auch Hauptarbeitspunkte der Schulen. In diesem Buch wird das deutlich. Philipp Möller schreibt aus einer sehr persönlichen Sicht, wie er seine Zeit in einer Schule in Berlin verlebt hat und welche Schlüsse er daraus für sein Leben und das Leben seiner Familie zieht.
Doch meiner Ansicht nach lesen solche Bücher immer nur die Leute, die über die Probleme im deutschen Schulsystem ausreichend informiert sind. Daher empfehle ich auch "Neueinsteigern" dieses Buch, um sich ein Bild zu machen, ohne von Theorie gelangweilt zu werden.
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142 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Enno Arkona am 7. November 2012
Format: Taschenbuch
Wenn „Isch geh Schulhof“ nur ein weiterer witziger Lehrer-Erfahrungsbericht wäre, Genre Humor, Subgenre knallharte & urkomische Schulgeschichten, dann würde ich mir nicht die Mühe machen, eine Rezension zu schreiben. Andererseits, wenn das Buch als Traktat über Pädagogik oder Predigt über Schulpolitik daherkäme, ich hätte mir nicht mal die Mühe gemacht, es zu lesen. Glücklicherweise ist es weder nur das eine noch nur das andere, sondern eine Mischung aus erzählenden und reflektierenden Passagen, als literarische Form irgendwo zwischen Bildungsroman und Essay angesiedelt. Und, nicht zu vergessen, es ist ein autobiographischer Text.

Philipp Möller, Diplom-Pädagoge um die Dreißig, Nichtlehrer also, Quereinsteiger, beißt sich gut zwei Jahre lang als Vertretungslehrer an einer Grundschule durch. Er beschreibt, was er dabei erlebt, wie er sich verändert, wie er in die Aufgabe hineinwächst und am Ende beinahe Klassenlehrer wird.

Aus dieser Perspektive werden die Verhältnisse an der Berliner Grundschule geschildert; Verhältnisse, an denen man verzweifeln möchte. Der Lehrer als Potentialentfaltungscoach? Vergessen Sie’s. Möller beschreibt, wie und warum er mutiert zur „frontalpädagogischen Dampfmaschine“, er erzählt, wie ihm die Sicherungen durchbrennen und wie er die Wirksamkeit von systematischer Belohnung kennenlernt. Am Ende ahnt man ein bisschen, wie er es schafft, meistens nicht zu verzweifeln. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei ein Menschenbild, das ohne Moral auskommt, das ihm hilft, ohne Vorwürfe an die Beteiligten heranzugehen, an die Schüler, an die Kollegen, auch an die Eltern, und an sich selbst.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nordlicht TOP 500 REZENSENT am 8. Januar 2013
Format: Taschenbuch
Es fällt leicht, sich für dieses Buch zu begeistern. Der Autor, Philipp Möller, schreibt locker daher, bildet Spannungsbögen in den einzelnen Kapiteln, findet gekonnt Abschlüsse in seinen Einzelgeschichten und verbindet all dies durch einen geschickten Umgang mit der deutschen Sprache. So gelingt es mit "Isch geh Schulhof" ein kritisches Buch über den (Berliner) Schulalltag zu verfassen, dass beinahe fröhlich und ungezwungen daher kommt.
Dabei steckt der Autor den Finger in wahrhaft siechende Wunden: Kinder aus Migrantenfamilien ohne deutsche Sprachkenntnisse, erschütternde kulturbedingte Einstellungen zur Rolle der Frau schon bei 10jährigen Jungen und Mädchen, Kinder aus Harz IV Familien mit Drogen- und Gleichgültigkeitsproblemen, dazu sich sinnlos aneinander reihende Schulreformen im 2-Jahres-Rhytmus, ausgebrannte, unvorbereitete oder schlichtweg ungeeignete Lehrkräfte und eine Bildungsinfrastruktur, die dem Zustand Berliner Nebenstraßen gleicht. Das alles dargebracht anhand so genannter Einzelschicksale, die im Fall des Autors einen Großteils der Schüler von der 1. bis zur 6. Klasse umfasst.

Was fasziniert und erschrickt zugleich: Philipp Möller kommt ohne entsprechendes Studium auf die Stelle eines Aushilfslehrers, hangelt sich über mehrere Zeitverträge langsam die Hierarchie nach oben und soll im 3. Jahr seiner Tätigkeit letztlich verantwortlicher Klassenlehrer werden, von der besonderen Stellung in der aktuellen Schulreform schon im 2. Jahr ganz zu schweigen. Bei aller individueller Befähigung des Autors trifft der Berliner Senat diese Auswahl nicht unbedingt aufgrund von Leistung, sondern der Kostenersparnis gegenüber entsprechend ausgebildeten Lehrkräften.
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74 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kurt Schnaus am 17. November 2012
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Möllers Buch ist ein flüssig geschriebener Erfahrungsbericht aus dem Innenleben einer typischen deutschen Brennpunktschule. Mit leichtem ironischen Unterton beschreibt er, wie ein behütet aufgewachsener Akademiker auf Unterschichtsschüler (viele davon mit Migrationshintergrund) aus chaotischen, kaputten Verhältnissen trifft. Zwei Welten prallen ungebremst aufeinander. Dabei beschreibt Möller nach meinen eigenen Erfahrungen als Lehrer vollkommen realistisch und sogar differenziert: Auch in einer chaotischen, schwierigen Klasse sitzen ja sehr unterschiedliche Kinder.

Nachdem man ca. 150 Seiten lang den Schilderungen Möllers halb belustigt und halb geschockt gefolgt ist, zeigt das 350 Seiten lang Werk dann doch seine Schwächen: Die persönliche Lebensgeschichte Möllers (Freundin, deren Studienplatzsuche, Geburt eines Kindes) ist inhaltlich banal und ganz uninspiriert geschrieben. Möllers Entwicklung vom hilflosen Anfänger zum erfolgreichen und bei Schülern und Schulleitung beliebten Lehrer, dazu fehlen dem Autor Möller dann doch wesentliche Konzepte und sprachliche Mittel, um dies nachvollziehbar zu beschreiben. Abgesehen davon, dass Selbstbeweihräucherung vom Leser nie so gern gesehen wird...

Möllers große Erleichterung, den Schuldienst nach 2,5 Jahren zu beenden, ist angesichts seiner angagierten Schuljahresvorbereitung nicht nachvollziehbar. Gänzlich unnötig ist das von Möller als "wichtige Zeilen" benannte, fast pubertäre Nachwort, welches oberflächlich und unwissenschaftlich Ergebnisse der Hirnforschung aufzählt (auch wenn es nur ein kleines Detail ist: Das Konzept der sogenannten "Spiegelneuronen" ist wesentlich problematischer, als Möller dies meint).
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