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Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers [Taschenbuch]

Philipp Möller
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (449 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

21. September 2012
«Heute ist Klassenausflug. Bowlen - damit die Kinder sich endlich mal so richtig austoben können. Als ich den Klassenraum betrete, stürmen die ersten schon auf mich zu. "Herr Mülla, iebergeil!", ruft Ümit. "Isch mache Strike, ja? Schwöre, schmache eine Strike!" Mit wilden Bowling-Trockenübungen steht er vor mir. Wenn er nachher tatsächlich so bowlt, nehme ich mir besser einen Helm mit. Aushilfslehrer? Ein lockerer Job, denkt Philipp Möller - bis zur ersten Stunde in seiner neuen Klasse: Musikstunden erinnern an DSDS, hyperaktive Kids flippen ohne ihre Tabletten aus und zum Frühstück gibt es Fastfood vom Vortag. Möllers Geschichten aus dem deutschen Bildungschaos sind brisant und berührend, und dabei immer wieder urkomisch.

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Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers + Bin isch Freak, oda was?!: Geschichten aus einer durchgeknallten Republik + Schab nix gemacht!: Geschichten aus der Hauptschule
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1. (21. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404606965
  • ISBN-13: 978-3404606962
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (449 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 767 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philipp Möller, Jahrgang 1980, ist Diplom-Pädagoge und lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Berlin. Nach dem Studium der Erwachsenenbildung wagte er den Quereinstieg als Lehrer und unterrichtete zwei Jahre lang an Berliner Grundschulen. Als Pressereferent der Giordano Bruno Stiftung engagiert er sich für Humanismus und Aufklärung. Seit Februar 2011 stellt er seine pädagogischen Fähigkeiten auch als Vater unter Beweis.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
136 von 160 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lehrerbuch 7. November 2012
Format:Taschenbuch
Wenn „Isch geh Schulhof“ nur ein weiterer witziger Lehrer-Erfahrungsbericht wäre, Genre Humor, Subgenre knallharte & urkomische Schulgeschichten, dann würde ich mir nicht die Mühe machen, eine Rezension zu schreiben. Andererseits, wenn das Buch als Traktat über Pädagogik oder Predigt über Schulpolitik daherkäme, ich hätte mir nicht mal die Mühe gemacht, es zu lesen. Glücklicherweise ist es weder nur das eine noch nur das andere, sondern eine Mischung aus erzählenden und reflektierenden Passagen, als literarische Form irgendwo zwischen Bildungsroman und Essay angesiedelt. Und, nicht zu vergessen, es ist ein autobiographischer Text.

Philipp Möller, Diplom-Pädagoge um die Dreißig, Nichtlehrer also, Quereinsteiger, beißt sich gut zwei Jahre lang als Vertretungslehrer an einer Grundschule durch. Er beschreibt, was er dabei erlebt, wie er sich verändert, wie er in die Aufgabe hineinwächst und am Ende beinahe Klassenlehrer wird.

Aus dieser Perspektive werden die Verhältnisse an der Berliner Grundschule geschildert; Verhältnisse, an denen man verzweifeln möchte. Der Lehrer als Potentialentfaltungscoach? Vergessen Sie’s. Möller beschreibt, wie und warum er mutiert zur „frontalpädagogischen Dampfmaschine“, er erzählt, wie ihm die Sicherungen durchbrennen und wie er die Wirksamkeit von systematischer Belohnung kennenlernt. Am Ende ahnt man ein bisschen, wie er es schafft, meistens nicht zu verzweifeln. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei ein Menschenbild, das ohne Moral auskommt, das ihm hilft, ohne Vorwürfe an die Beteiligten heranzugehen, an die Schüler, an die Kollegen, auch an die Eltern, und an sich selbst.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schule heute 16. Dezember 2013
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Ja, so sieht's aus an deutschen(?) Schulen. Beim Lesen dachte ich nicht nur einmal: "Gott sei Dank bin ich nicht an so einer Schule gelandet!". Und trotzdem konnte ich mich in vielen Schilderungen wiedererkennen. Das Buch zeigt viele Missstände an unseren Schulen auf, die sich nicht mehr nur auf "Brennpunkt-" und Großstadtschulen beschränken. Die Klassen werden immer heterogener, was nicht nur der steigenden Integration und Inklusion geschuldet ist, und auch problematische soziale Verhältnisse der Schüler verstärken sich. Und gerade die sozialen Probleme werden zunehmender auch Hauptarbeitspunkte der Schulen. In diesem Buch wird das deutlich. Philipp Möller schreibt aus einer sehr persönlichen Sicht, wie er seine Zeit in einer Schule in Berlin verlebt hat und welche Schlüsse er daraus für sein Leben und das Leben seiner Familie zieht.
Doch meiner Ansicht nach lesen solche Bücher immer nur die Leute, die über die Probleme im deutschen Schulsystem ausreichend informiert sind. Daher empfehle ich auch "Neueinsteigern" dieses Buch, um sich ein Bild zu machen, ohne von Theorie gelangweilt zu werden.
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73 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Realistischer Erfahrungsbericht - mehr aber nicht 17. November 2012
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Möllers Buch ist ein flüssig geschriebener Erfahrungsbericht aus dem Innenleben einer typischen deutschen Brennpunktschule. Mit leichtem ironischen Unterton beschreibt er, wie ein behütet aufgewachsener Akademiker auf Unterschichtsschüler (viele davon mit Migrationshintergrund) aus chaotischen, kaputten Verhältnissen trifft. Zwei Welten prallen ungebremst aufeinander. Dabei beschreibt Möller nach meinen eigenen Erfahrungen als Lehrer vollkommen realistisch und sogar differenziert: Auch in einer chaotischen, schwierigen Klasse sitzen ja sehr unterschiedliche Kinder.

Nachdem man ca. 150 Seiten lang den Schilderungen Möllers halb belustigt und halb geschockt gefolgt ist, zeigt das 350 Seiten lang Werk dann doch seine Schwächen: Die persönliche Lebensgeschichte Möllers (Freundin, deren Studienplatzsuche, Geburt eines Kindes) ist inhaltlich banal und ganz uninspiriert geschrieben. Möllers Entwicklung vom hilflosen Anfänger zum erfolgreichen und bei Schülern und Schulleitung beliebten Lehrer, dazu fehlen dem Autor Möller dann doch wesentliche Konzepte und sprachliche Mittel, um dies nachvollziehbar zu beschreiben. Abgesehen davon, dass Selbstbeweihräucherung vom Leser nie so gern gesehen wird...

Möllers große Erleichterung, den Schuldienst nach 2,5 Jahren zu beenden, ist angesichts seiner angagierten Schuljahresvorbereitung nicht nachvollziehbar. Gänzlich unnötig ist das von Möller als "wichtige Zeilen" benannte, fast pubertäre Nachwort, welches oberflächlich und unwissenschaftlich Ergebnisse der Hirnforschung aufzählt (auch wenn es nur ein kleines Detail ist: Das Konzept der sogenannten "Spiegelneuronen" ist wesentlich problematischer, als Möller dies meint).
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40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht einfach das Handtuch werfen! 2. Februar 2013
Von Marie
Format:Taschenbuch
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich auf den Titel aufmerksam geworden bin. Sowas erlebe ich nämlich täglich selbst. Ich bin Lehrerin an einer Förderschule für Lernhilfe und konnte meine Schüler und meine Gedanken dazu an vielen Stellen erschreckend detailliert wiederfinden.
Allerdings bin ich mir nicht so sicher, was ich von dem Buch halten soll. Auf der einen Seite finde ich, ist es dem Autor gut gelungen, die wirklich elendigen Verhältnisse vieler Kinder in Schulen darzustellen. Die gerade für Schulpolitik verantwortlichen Politiker müssten wirklich dringenst selber erkennen, wie es an deutschen Schulen so aussieht. Sie wären geschockt. So gesehen ist es wichtig, dass die erschreckenden Erfahrungen, die in Schule leider häufig gemacht werden, auch an die Öffentlichkeit gelangen und für jeden nachvollziehbar werden. Ebenso empfinde ich die Forderung nach Supervisionsgruppen als berechtigt. Dieser Job ist nicht zu bewältigen, wenn man niemanden hat, mit dem man über seinen Schulalltag sprechen kann, da die emotionale Belastung einfach so immens hoch ist. Die Grundidee, die Missstände über das deutsche Schulsystem öffentlich darzustellen, ist meines Erachtens überaus wichtig und gut.
Allerdings kam ich nicht drum herum, dieses Buch auch kritisch zu betrachten. Die Verzweiflung und Wut darüber nicht jedes Kind retten zu können, kenne ich mittlerweile nach knapp dreieinhalb Jahren Schuldienst leider ziemlich gut. Aber trotzdem oder gerade deshalb darf man nicht einfach davor kapitulieren. Man sollte versuchen das herauszuholen, was irgendwie geht. Herr Möller macht es sich da wie ich finde etwas einfach.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Schulalltag-lustig-traurig
Man lacht beim Lesen und ist doch zugleich betroffen, wie sich alles so im Schulallltag entwickelt hat. Ich war Lehrerin ,wenn auch überwiegend in der Berufsausbildung. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von Rita Schindler veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Naja
Ich finde dieses Buch nicht wirklich gut, die Geschichte ist nicht wirklich spannend und an diese Art von Jugendsprache hab ich mich schon so gewöhnt, das ich nicht mal mehr... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von Nadja Leopold veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Langatmig!
Der etwas hölzerne Schreibstil nervt ebenso wie der ständig im Hintergrund erhobene Zeigefinger gepaart mit leicht moralinsaurem Gesülze, teilweise langatmig... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Tummelwupp veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen alles bestens
Ich habe keinen Bock auf diese Zwangsbewertungen, wo man gezwungen sich eine bestimmte Anzahl an Wörtern auszudenken. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von birger holm veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Lustiges Buch
Auf einer Lesung bekam ich das Buch (also ein Kapitel) vorgelesen.
Es gefiel mir gut und so kaufte ich es mir.
Vor 15 Tagen von Jörg Lucks veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch
Ich habe schon den Vorgänger von Philip Möller gelesen und bewundert wie er es geschafft hat dieses soziale Problem so treffend zu karikieren. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Tagen von Amazon Customer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Top
Ich würde immer wieder ein bereits gelesenes Buch bestellen.
Es hatte keinen Makel. Ich bin sehr zufrieden. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von Minchen_h veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Superlustiges Buch!
Das Buch ist superlustig, ich kann es nur jedem empfehlen, egal ob Lehrer oder "Normalo". Bei einigen Stellen hatte ich Tränen in den Augen vor Lachen. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Melanie Rosa veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Lesenswert, doch leider verlor ich bei dem Buch durch wiederholte...
Die Geschichte des Quereinsteigers ist - zunächst - recht amüsant zu lesen, findet man doch einiges wieder, dass einem aus dem Alltag bekannt vorkommt. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Meian veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erstaunlich, berührend
erschütternd, zu Tränen rührend
aber auch zum Lachen.
Auch eine authentische Aussage darüber, was engagierte Lehrer leisten können, aber auch,... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Carbine veröffentlicht
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