"Isartod" ist nicht einfach ein Krimi, sondern erzählt liebevoll-ironisch von komischen Menschen mit komischen Verhaltensweisen: von Hauptkommissar Karl-Maria Mader, der mit seinem Dackel Bajazzo gerne Brühwürfel nascht. Von seinem Assistenten Klaus Hummel, der sich vornehmlich für Soulmusik und Frauen interessiert (zu letzteren findet er leider keinen rechten Draht). Dann gibt es noch Hummels Kollegen Frank Zankl, den der bislang unerfüllte Kinderwunsch seiner Frau in den Wahnsinn treibt. Die Krönung ist aber Doris '"Dosi'" Rossmeier, Nachwuchspolizistin aus Niederbayern -' definitiv meine Favoritin! Sie sieht aus wie das SAMS und bringt in den Münchner Polizeialltag ein paar ganz eigenwillige Methoden ein. Was man offenbar in Niederbayern so lernt. Das Dreamteam der Münchner Kripo muss eine bizarre Mordserie aufklären und das kriegen die tatsächlich hin.
Die abgefahrenen Dialoge und der ausgekochte Plot machen echt Spaß. Und die heimliche Hauptrolle spielt sowieso die Stadt München, die oft aus merkwürdigen Perspektiven mit viel Humor und Biss beschrieben wird, inklusive aller Widersprüche des Millionendorfs. Ein sehr schräger Krimi, ich musste beim Lesen immer wieder laut lachen.