Man kann es gar nicht so recht glauben, dass Blaine offenbar keine Chancen in der Männerwelt hat. Doch er selbst ist davon absolut überzeugt und tritt entsprechend seiner Umwelt gegenüber. Blaine ist auf der Suche nach einer festen, offensichtlich monogamen Partnerschaft, was in großstädtischer Umgebung mit tendenziell promiskuitiv agierenden schwulen Männern gar nicht so einfach erscheint. Sein Mitbewohner Cameron dagegen ist eher auf die schnelle Nummer aus und spielt nicht nur bei seinem Job als Gogo-Dancer mit seinen Muskeln.
Blaine kommt über das Internet mit Xander, der neu in der Stadt ist, in Kontakt. Nach sich anschließenden stundenlangen Telefonaten wird schnell klar, dass beide mehr verbindet als die Vorliebe für Männer. Endlich ein Hoffnungsschimmer für Blaine. Nur zu dumm, dass Cameron Blaines Laptop mitbenutzt, und Blaine fälschlicherweise mit dem Profil von Cameron eingeloggt war. So glaubt nun natürlich Xander, dass zu der sympathischen Stimme von Blaine der muskelbepackte Körper von Cameron gehört.
Man ahnt es schon, das führt im weiteren Verlauf der Handlungen zu einigen Verwicklungen da Cameron beim ersten Treffen als Blaine auftritt und Blaine als sein Mitbewohner. Und Blaine hat aus unterschiedlichen Gründen zu viel Angst, dieses Missverständnis schnell aus der Welt zu schaffen.....
Ach schön, dass es solche Handlungsstränge nun auch auf schwul gibt. Kein großer Anspruch, ein paar breitgewalzte Klischees, ein bisschen viel Zufall, aber was fürs Herz, ein wenig zum Schmunzeln und zum Mitfiebern.
Die Umsetzung ist sehr schön gelungen. Mir gelang es gut, mich in Blaine hinein zu versetzten und mit ihm mit zu leiden. Natürlich zittern man bis zum Schluss, ob zusammen kommt, was zusammen gehört. Bei dem Film habe ich nach langem mal wieder so richtig meine romantische Ader ausleben können.
Sowohl Nicholas Downs, der Blaine darstellt, als auch David Loren als Xander sind zwei äußerst sympathisch agierende junge Schauspieler, die ihre Rollen mit viel Einsatz verkörpern und hinzu noch beides sehr angenehme Blickfänger sind.
Läuft im OmU. Die vielen Extras sind leider ohne Untertitel (geschnittene Szenen, Interviews, Aufnahmen vom Casting...)
Fazit: Schwule romantische Verwechslungskomödie für einen schönen Sofa-Abend zu zweit