Dieses Buch ist ein Zeitdokument eines kritischen Denkers der Neuzeit. Oftmals missverstanden und häufig kritisiert. Aber für denjenigen, der sich schon vermehert mit Evolutionstheorien, Menschwerdung und Naturgeschichte befasst hat, ist dieses Buch eine reiche Fundgrube. Ja, Koestler betrachtet den Mensch und seine Handlungen durchaus kritisch, aber das ist auch nötig. Man muss nur die Tageszeitung aufschlagen, um zu sehen, dass Homo sapiens in seinem Oberstübchen nicht mehr ganz richtig tickt... Der Mensch ist - so banal das klingen mag - tatsächlich ein Irrläufer der Evolution, obwohl er sich selbst immer wieder gerne als "Krone der Schöpfung" bezeichnet. Die Tatsachen belegen, dass wir eine Tierart unter vielen sind, aber die einzige sind, die die Möglichkeit zur Selbstausrottung hat. Koestler steht für mich gleichermaßen als großer Denker da, wie z.B. Oscar Kiss Maerth mit seinen häufig missverstandenen Aussagen. Der Mensch will offensichtlich nicht wahrhaben, dass er mit dem heutigen Verhalten das Grab seiner Gattung schaufelt. Alles was diese großen Denker forderten, war lediglich, dass wir alle unser Denken bezüglich unserer "Sonderstellung" auf der Erde aufgeben, und zu einer demütigen Haltung gegenüber der Natur und unseren Mitgeschöpfen zurückkehren. Das Buch von Koestler ist tatsächlich nicht einfach zu lesen. Wer aber verstanden hat worum es geht, dem ist dieses Buch eine einzigartige Quelle.