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Eine kleine Gruppe Männer und Frauen findet sich auf dem Planeten Delmak-O wieder. Alle sind sie ihres früheren Lebens überdrüssig, alle sind sie mit großen Hoffnungen auf diese neue, bisher unerschlossene Welt gekommen. Doch was haben jene seltsamen Käfer zu bedeuten, die mit Miniaturkameras das Geschehen beobachten? Und warum verändert sich die Landschaft ständig? Als schließlich einer der Kolonisten ermordet wird, wird zunehmend klar, dass Delmak-O nur die Kulisse für ein bizarres Experiment bildet - ein tödliches Experiment ... "Irrgarten des Todes" ist - neben "Ubik" und "Zeit aus den Fugen" - der Roman Dicks, der sich am intensivsten mit der Frage auseinandersetzt, wie wirklich eigentlich die Wirklichkeit ist. 1970 erstmals erschienen, hat das Buch Filme wie Matrix oder The Truman Show maßgeblich beeinflusst.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein metaphysischer Krimi,
Von
Rezension bezieht sich auf: Irrgarten des Todes. (Taschenbuch)
Vierzehn grundverschiedene Aussteiger kommen auf dem geheimnisvollen Planeten Delmak-O zusammen. Was als ein völliger Neuanfang geplant ist, wird allerdings schnell zum Horrortrip.Die Unternehmung steht von Beginn an unter keinem guten Stern, denn niemand kennt Sinn und Zweck der Mission. Aber anstatt Informationen zu erhalten, stoßen die Kolonisten auf immer neue Rätsel. Merkwürdige Kreaturen bevölkern den Planeten: mechanische Insekten mir eingebauten Kameras, schwerfällige Glibberwesen, die alle möglichen Gegenstände duplizieren können. Ein mysteriöses Gebäude wechselt ständig seinen Standort, ein Fluss tauch plötzlich aus dem Nichts auf. Und dann geschieht auch schon der erste Mord. Die fremde Welt entpuppt sich als konstruierte Todesfalle, der die Kolonisten nach und nach zum Opfer zu fallen drohen. Aber wer ist der Mörder, und was ist sein Motiv? Warum hat man die ahnungslosen Aussteiger auf diesen Planete gelockt, und was verbindet alle miteinander? Dicks Roman erinnert streckenweise eher an einen Krimi à la "Zehn kleine Negerlein" von Agatha Christie. Allerdings erweitert sich die Suche nach dem Sinn des Ganzen um eine geradezu metaphysische Ebene. Geschickt verknüpft sich religiöse Spekulation mit der spannungsgeladenen Handlung, und so bleibt auch nach der vermeintlichen Auflösung aller Rätsel am Schluss des Buches so manche grundlegende Frage offen. Souverän spielt der Autor gerade mit dieser Unabgeschlossenheit. Insgesamt wirkt das Buch etwas hastig geschrieben. Die Figuren bleiben ziemlich blass, und die absurde Situation wird nicht genügend ausgekostet. Insofern ist das Verhältnis von spannender Handlung und gedanklicher Konstruktion etwas unausgewogen. Wer Dick kennt, weiß aber, dass dabei trotzdem ein absolut ungewöhnliches und lesenswertes Buch entstanden ist, das anderen Autoren als Hauptwerk gut zu Gesicht stünde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Metaphysik statt SF,
Von
Rezension bezieht sich auf: Irrgarten des Todes. (Taschenbuch)
Vierzehn Menschen haben sich freiwillig gemeldet, um bei einem nicht näher
erklärten Besiedlungsprojekt auf dem Planeten Delmak-O teilzunehmen. Jeder reist in einer Einwegrakete dorthin. Als alle angekommen sind, sollte ihnen per Funkkontakt ihre Aufgabe mitgeteilt bekommen - doch der Funkkontakt zum Satelliten reißt ab und fortan sind die 14 ohne Kommunikaton zur Außenwelt. Außerdem scheinen seltsame Dinge auf Delmak-O vorzugehen: Mechanische Insekten umschwirren die Siedler, ein Fluß taucht aus dem Nichts auf, ein seltsames graues Gebäude wechselt ständig seinen Standort. Doch damit nicht genug, ein Siedler nach dem anderen wird ermordet. Einige Indizien sprechen dafür, daß sie sich gegenseitig umbringen, doch immer wird ein seltsame Gestalt gesichtet. Sie fragen sich, ob sie Teil eines bizarren Eperimentes sind - ist Delmak-O überhaupt Realität? Eine Gruppe macht sich auf die Suche nach dem Gebäude, denn die Antworten können nur dort zu finden sein. Zu Anfang wirkt der Roman recht spannend und interessant. Der Autor würzt die Handlung damit, daß er versucht, Religion mit Logik und Feldtheorie zu erklären. Leider liefert der Schluß wie so häufig bei Dick aber keine Vollständige Erklärung, sondern enthüllt stattdessen noch mehr Bizzares. Insofern ist der Roman eher der Metaphysik als dem Science Fiction zuzuordnen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Spannende Geschichte, etwas enttäuschende Auflösung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Irrgarten des Todes. (Taschenbuch)
Die Geschichte an sich ist anfangs ziemlich verworren und teilweise auch etwas zäh. So richtig in die Gänge kommen will sie nicht. Nach dem ersten drittel jedoch entwickelt sich immer mehr ein sehr subtiler Spannungsbogen, der den Leser schließlich völlig in seinen Bann reißt; die letzten 50 Seiten MUSS man einfach in einem Rutsch lesen, es geht gar nicht anders :-)
Da könnte es dann aber passieren, dass man am Ende doch ein wenig enttäuscht wird, denn die Auflösung ist dann doch ein wenig zu trivial und wenig originell. Zwar begeistert sie im ersten Moment, da mit einem Schlag alles plötzlich klar wird, aber letztlich bleibt doch ein etwas fader Beigeschmack. Auch die Charaktere bleiben nur sehr oberflächlich und werden nicht wirklich entwickelt, wodurch man selten einen direkten Bezug zur Geschichte erhält. Aber vielleicht sind meine Ansprüche da auch etwas zu hoch. Wie auch immer, eine spannende Geschichte (nach anfänglichen Startschwierigkeiten) gibt es allemal und PKD-Freunde kommen mit Sicherheit auf ihre Kosten. Auch für SF-Einsteiger ist das Buch gut geeignet, der Sprachstil von Dick liest sich (wie gewohnt) sehr flüssig und locker. Er ist ein begnadeter Geschichtenerzähler und es macht einfach Spaß, ihm zuzuhören. Die für Dick so typischen philosophischen erkenntnistheoretischen Gedanken bleiben hier eher dezent im Hintergrund und werden nur kurz angedacht, was aber erstmal kein Nachteil ist. Unterm Strich gibt's dann leider aber doch einen Punkt Abzug, einen halben für den faden langweiligen Start, einen halben für das etwas enttäuschende Ende, also letztlich 4 satte Punkte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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