Keimzeit, zu DDR-Zeiten noch Geheimtip, schafften mit diesem nach der Wende veröffentlichten Album zwar nicht den Durchbruch insgesamt, wohl aber den Durchbruch zu weiteren Hörerkreisen, die nicht von Konzerten her Norbert Leisegang und Mitspieler kennen. Musikalisch wie textlich ist dies eine typische, wenn nicht vielleicht sogar die beste Keimzeit-CD (obwohl ich, glaube ich, "Primeln und Elefanten" doch noch mehr mag): Etwas dubios, die (deutschen) Texte nicht gleich verständlich, viel Blues und Traurigkeit in der Musik und einige unvergeßliche Lieder wie "So" und "Irrenhaus". Dies alles macht dieses Album unbedingt empfehlenswert, vor allem auch, weil es mit nichts wirklich vergleichbar ist, sondern einen eigenen Stil geprägt hat. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)