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Irren ist menschlich. Lehrbuch der Psychiatrie / Psychotherapie
 
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Irren ist menschlich. Lehrbuch der Psychiatrie / Psychotherapie [Broschiert]

Klaus Dörner , Ursula Plog
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Broschiert, Januar 2002 --  


Produktinformation

  • Broschiert: 606 Seiten
  • Verlag: Psychiatrie-Verlag GmbH; Auflage: Neuausg. (Januar 2002)
  • ISBN-10: 388414183X
  • ISBN-13: 978-3884141830
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 16,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Klaus Dörner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Buch soll den psychiatrisch tätigen Leser, egal ob als Arzt, Sozialarbeiter, Krankenschwester, Psychologe, Werktherapeut, Ökotrophologe oder Bewegungstherapeut/Krankengymnast befähigen, seine Alltagsarbeit leichter und mit mehr Freude zu tun. Das Buch ist aber auch für Laien lesbar und soll den Leser auch privat befähigen, mit sich und seinem Leben besser umzugehen.

Über den Autor

Klaus Dörner, Jahrgang 1933, em. Prof. Dr. med., 1980 bis 1996 Leiter der Westfälischen Klinik für Psychiatrie Gütersloh, lehrte Psychiatrie an der Universität Witten-Herdecke. Arbeits- und Interessenschwerpunkte: Psychiatrie, Medizinethik, Geschichte der Moderne. Ursula Plog, 1940-2002, Dr. phil., Dipl.-Psychologin, Leiterin dreier Tageskliniken in Berlin. Vielfältige Lehrtätigkeit, seit 1976 prägende Mitarbeit im Ausschuss Fort- und Weiterbildung der DGSP. Christine Teller, Jahrgang 1947, ist seit 1990 Ärztin im sozialpsychiatrischen Dienst Reinickendorf. Zuvor hat sie in Gütersloh gearbeitet, wo sie im damals noch bestehenden Langzeitbereich tätig war. Frank Wendt, Dr. med., Jahrgang 1966, hat nach seinem Studium in Rostock zunächst sein AiP in der Rechtsmedizin und Psychiatrie gemacht. Seit 1996 ist er Assistenzarzt in der Psychiatrie. Neben der Arbeit in einer Landesklinik (Krankenhaus Reinickendorf), einer Fachklinik (St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weissensee) und an einer psychiatrischen Abteilung in einem Allgemeinkrankenhaus (St. Markus-Krankenhaus Frankfurt/Main) war er auch eine Zeitlang in einem Sozialpsychiatrischen Dienst tätig. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

45 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der MENSCH im Mittelpunkt, 9. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Irren ist menschlich. Lehrbuch der Psychiatrie / Psychotherapie (Broschiert)
Das herausragendste Merkmal dieses "Lehrbuches" ist der Blickwinkel. Keine Krankheiten, Symptome und Therapien im Staatsexamens-Telegrammstil zum Schnell-Behalten und -Vergessen, sondern Menschen mit ihren Landschaften und mit Bewältigungsstrategien, in denen man sich selbst partiell wiederfinden kann. Immer die Frage: "Wie gehe ICH damit um, was muß ich an mir selbst erfahren, um die Landschaft des Anderen begreifen zu können." Ich brauche sehr lange für die Lektüre dieses Buches, aber ich behalte viel und stelle immer wieder fest, daß das erlesene Wissen in praktische Fällen wesentlich presenter und lebendiger ist als wenn ich nur Fakten gelernt hätte ohne meine Rolle als potentiell Helfender mit einzubeziehen.
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86 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Psychiatrie zum Anfassen, 24. November 2004
Um mehr Informationen über die (kranke) Seele des Menschen zu bekommen, habe ich mir das Buch "IRREN IST MENSCHLICH" von Ursula Plog und Klaus Dörner gekauft. Es handelt sich hierbei um ein Lehrbuch der Psychiatrie und Psychotherapie und es ist 1996 erschienen.

Das Buch enthält auf 586 Seiten interessante Informationen über die Menschen, die in der Psychiatrie arbeiten und über die Menschen, mit denen gearbeitet wird. Es richtet sich an Ärzte, Krankenschwestern, Sozialarbeiter, Psychologen, Ergotherapeuten, Ökotrophologen, Bewegungs- therapeuten, Angehörige von psychisch kranken Menschen und an die Patienten selbst.

Obwohl es sich an der Approbationsordnung für Ärzte und an Prüfungsrichtlinien für andere Berufe der in der Psychiatrie tätigen Menschen orientiert, ist es auch für Patienten und Angehörige verständlich geschrieben. Es soll den Leser (auch privat) befähigen, sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen. Der Nachteil dabei ist, man braucht etwas länger zum Lesen. Wenn man sich ständig selbst hinterfragt, hat man jedoch den größtmöglichen Nutzen dabei herausgeholt. Das Buch hat nämlich den Anspruch, daß der Leser seine Alltagsarbeit (in der Psychitatrie) mit mehr Verständnis für sich selbst und andere
und mit mehr Freude tut.

Zuerst gibt es eine Gebrauchsanweisung. Im ersten Kapitel geht es dann um die Landschaft der psychiatrisch Tätigen: gesellschaftlicher Zusammenhang, die Begegnung mit der Psychiatrie (Warum will ich eigentlich dort arbeiten?), Team- arbeit, Notwendigkeit der Gruppe, Arbeitsweise, Arbeitshaltung. Es ist ähnlich aufgebaut wie die folgenden Kapitel.

Inhalt: Der geistig sich und Andere behindernde Mensch - Schwachsinn, Der junge Mensch-Kinder-und Jugendpsychiatrie, Der sich und Andere liebende Mensch - Schwierigkeiten der Sexualität, Der sich und Andere fügende Mensch - Schizophrenie, Der sich und Andere aufbrechende Mensch - Manie, Der sich und Andere niederschlagende Mensch-Depression, Der sich und Andere versuchende Mensch-Abhängigkeit und Sucht, Der sich und Andere bemühende Mensch-Neurose/ Persönlichkeitsstörungen/Psychosomatik, Der sich und Andere tötende Mensch -Krise und Krisenintervention, der sich und Andere körperkranke Mensch - körperbedingte Psychosyndrome, Der alte Mensch - Gerontopsychiatrie, Spielräume - Ökologie der Ver-und Entsorgung, Wege der Psychiatrie -Geschichte, Recht und Gerechtigkeit, Soziotherapeutische Techniken, Körpertherapeutische Techniken, Psychotherapeutische Techniken, Anhang (Literaturverzeichnis usw.)

A beschreibt die Landschaft des Kranken,
B Känkungen, Auffälligkeiten, Diagnose,
C die Begegnung,
D Beratung, Therapie, Hilfe zur Selbsthilfe,
E Epidemiologie (Verbreitung) und Prävention (Vorbeugung), plus Literaturhinweise

In jedem Kapitel gibt es Beispiele und Übungen, die einen im Umgang mit dem Patienten sicherer werden lassen sollen. Sie regen an zum Nachdenken über sich selbst und zur Diskussion mit Anderen. Ein insgesamt wertvolles Werk für die Arbeit mit psychisch kranken Menschen.

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52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Psychiatrie am Ende des 20. Jahrhunderts, 27. Oktober 2001
Rezension bezieht sich auf: Irren ist menschlich. Lehrbuch der Psychiatrie / Psychotherapie (Broschiert)
,,Irren ist menschlich" beschreibt die Widersprüchlichkeit des Menschen und seinen Versuch diese Widersprüche bzw. Spannungen innerhalb der Psychiatrie auszuleben.
Die Autoren führen durch unterschiedlichste Landschaften psychiatrisch Erkrankter, um am Ende eine Antwort auf die Frage zu finden:,,Was ist ein Mensch?".
Sie beschreiben den isolierten Menschen in der Psychiatrie nicht nur unter anthropologischen, sondern auch unter ökologischen Gesichtspunkten, der sogenannten Landschaft.
Gleich zu Beginn liefern die Autoren dem Leser eine Gebrauchsanweisung zur effektiven und sinnvollen Handhabung des Buches. Hiermit signalisieren beide die Absicht, mit diesem Buch einen großen Leserkreis erreichen zu wollen.
,,Irren ist menschlich" richtet sich an Psychiatrie-Erfahrene (Patienten), Angehöriger psychisch Kranker und Interessierter.
Aber auch, und hier im Besonderen an den lernenden Leser, wie zukünftige Ärzte, Sozialarbeiter, Psychologen, Arbeits-und Beschäftigungstherapeuten sowie werdende Krankenpfleger.
Aufgrund dieser umfangreichen Zielgruppe versteht sich das Buch mit dem Leser in einer besser verständlichen Teamsprache.
Das Buch soll den Leser befähigen die Landschaft des Patienten bewusster wahrzunehmen, um sich in ihr, der Landschaft, letztendlich besser zu verstehen.
Aber es soll auch die Frage beantworten: Was ist ein psychiatrisch Kranker, dessen Angehörige und der psychiatrisch Tätige und wie begegnen sich alle drei Menschen in der Psychiatrie?
Am Anfang der einzelnen Kapitel nimmt der Leser den Patienten mit seiner Landschaft und der daraus resultierenden Störung wahr. Welche Symptome, bzw. Auffälligkeiten sind entsprechend der Irritation zu beobachten? Jeweils kritisch angemerkt ist die Frage nach Vollständigkeit der Selbstwahrnehmung des psychiatrisch Tätigen, sowie nach der Arbeit seines gesamten Teams mit dem, bzw. den Erkrankten.
Es erinnert mit seinem Inhalt die angesprochenen Leser, dass Grundhaltung, Solidarität und professionelles psychiatrisches Handeln standhalten sollten- besonders unter schwierigen Bedingungen.
Positiv zu bemerken wäre, dass diese Abschnitte zur Reflektion der eigenen Arbeit mit Beispielen und Übungen enden.
Im zweiten und in den nachfolgenden Kapiteln erfährt der Leser etwas über die Entstehung von Behinderungen. Neben medizinischen Fakten (genetische und körperliche Ursachen) äußern sich Dörner/ Plog auch zu den psychosozialen Anteilen, die zur Entstehung von Behinderungen am Ende des 20. Jahrhunderts keineswegs eine geringe Bedeutung haben.
Schlechte Startbedingungen sowie mäßige soziale Anpassung im Zuge der Industrialisierung und Wohlstandsverwahrlosung.
Weiterhin kann der Interessierte etwas über Störungen wie Schizophrenie, Manie, Depression, Sucht und Neurose in Erfahrung bringen.
Grundsätzlich steht am Ende eines Kapitels, wie sich die Beziehungen wieder normalisieren können und welche Hilfen oder Therapien für den Heilungsprozess zur Verfügung stehen.
Diese therapeutischen Techniken werden im letzten Teil des Buches erläutert.
Hinweise zum Thema Recht sind hilfreich und tragen dazu bei, dass dieses Buch einen sehr umfassenden Inhalt erhält.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus Dörner, geb. 1933 ist seit 1980 leitender Arzt der Westfälischen Klinik für Psychiatrie Gütersloh und lehrt Psychiatrie an der Uni Witten-Herdecke.

Dr. phil. Dipl. Psych. Ursula Plog, geb. 1940 ist Leiterin dreier Tageskliniken in Berlin. Seit 1976 arbeitet sie im Ausschuss für Aus-, Fort-und Weiterbildung der DGSP.
Beide Autoren beabsichtigen durch das Einbringen von umfangreichen, kritischen, sozialen Aspekten in die jeweiligen Landschaften, dass die Psychiatrie neu zu beleben ist, will man ihren Ansatz, den Menschen im Mittelpunkt zu sehen, gerecht werden.
Ein sehr guter Ansatz, jedoch widersprüchlich, wenn man bedenkt, dass im Zuge allgemein verbreiteter Sparzwänge und der damit schwindenden Motivation der in der Psychiatrie Tätigen, diese Theorien in die Praxis umgesetzt werden sollen.
Kritisch betrachten darf der Leser die Ausführungen zum Thema Homosexualität.
Etwas konservativ und veraltet, zumal die Bundesrepublik die gleichgeschlechtliche Ehe längst gesetzlich legalisiert hat.
Trotz dieser Kritik handelt es sich um ein gutes Lehrbuch.
Aus der Sicht einer zukünftigen Dipl.Sozialpädagogin wage ich jedoch nicht zu rezensieren, ob dieses Buch von seinem Anspruch her einen werdenden Arzt ausreichend mit Fakten versorgen kann.
Zum Ende möchte ich noch einen positiven Schlussgedanken anführen.
Die Psychiatrie, so sind sich beide Autoren einig, ist keine reine medizinische Wissenschaft.
Ihre Begründungsaufgabe bleibt anthropologisch-ökologisch.

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