Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Ökonomieprofessor der Yale University öffnet in seinem Werk das Geschehen an den Aktienmärkten einer komplexeren Sichtweise und macht so Entwicklungen verständlich, die in vielen Portefeuilles von Anlegern bittere Realität geworden sind. Shillers Buch indes ist weder Abrechnung mit vermeintlich Verantwortlichen an der Lage, noch Häme über die Blauäugigkeit von Anlegern, sondern eine sehr durchdachte und kritische Bestandsaufnahme der Wirkungsmechanismen im börslichen Geschehen.
Und so ist das Buch -- dessen Titel einer Wortschöpfung Alan Greenspans (Chef der US-Notenbank) entliehen wurde -- eine höchst interessante Lektüre für Leser, die Hintergründe erkennen und mit diesem Wissen letztlich auch ihr Vermögen schützen wollen. Denn Aktien sind und bleiben stark risikobehaftet.
Shiller durchleuchtet bei seinen Ausführungen zum Börsengeschehen sowohl strukturelle Faktoren wie den Einfluss der Geburtenrate oder das Aufkommen neuer Technologien als auch kulturelle Einflüsse und psychologische Momente. Sie alle wirken im Zusammenspiel bestimmend auf die kurz- und mittelfristige Entwicklung des Aktienmarktes. Geschickt ordnet Shiller dabei historische Ereignisse den Entwicklungen zu. Zum Verständnis ebenfalls sehr hilfreich sind die ausführlichen Anmerkungen zu den einzelnen Kapiteln im Anhang des Buches. Das Werk ist sehr lesefreundlich und allgemein verständlich verfasst -- ohne beim wirtschaftlich bewanderten Leser Langeweile aufkommen zu lassen. Zu spannend sind einfach die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen, die der Wirtschaftswissenschaftler aus seinen Analysen und Studien zieht.
Fazit: Ein sehr informatives Werk, das gut geeignet ist, die Sicht der Dinge zu klären und den eigenen Blickwinkel zu erweitern. Eines der Bücher, die man gerne "in einem Rutsch" verschlungen hat. --Horst-Joachim Hoffmann
Pressestimmen
01.08.2000 / www.max.de: Prophet des Untergangs "Wirtschaftsprofessor Robert J. Shiller ist die warnende Stimme im Jubelchor der Börsianer."
20.11.2000 / Der Spiegel: Wie ein Kettenbrief "'Irrational Exuberance' löste in den USA eine breite öffentliche Diskussion aus."
02.12.2000 / Berliner Zeitung: Der Kater kommt bestimmt "Shiller erläutert die Unvollkommenheit des Menschen, aus der die Unvollkommenheit der Börsen resultiert."
07.12.2000 / Handelsblatt: US-Professor sieht düstere Zukunft für die Aktienmärkte "Das Buch über die Übertreibungen an der Börse haben den Autor über Nacht berühmt gemacht."
09.12.2000 / Der Tagesspiegel: Die Talfahrt hat eben erst begonnen "Hat Shiller Recht, müssen sich die Anleger auf ein ungemütliches Börsenjahr 2001 einstellen."
14.12.2000 / Geld aktuell: Investormania "Viele Anleger haben vollkommen unrealistische Vorstellungen von Aktienmärkten." (Robert Shiller)
17.12.2000 / Euro am Sonntag: Der Schwarzmaler "Die Crash-Bibel."
20.12.2000 / Die Welt: Der Börsenboom tobt sich auf dem Buchmarkt aus "Rober Shiller hat das Börsenbuch des Jahres geschrieben."
27.12.2000 / Frankfurter Allgemeine: Neue Ökonomie, neue Technologie, neue Sorgen "Eine lohnende Lektüre, wenngleich der nächste Blick in das eigene Portfolio schwerer fallen dürfte..."
14.03.2001 / Handelsblatt: Düstere Prophezeiung vor sehr realem Hintergrund "Shillers Analyse ist innovativ in ihrer wissenschaftlichen Fundiertheit und historischen Tiefe."
19.03.2001 / Profil: Warum die Aktienkurse weiter fallen werden "Shiller beschreibt verständlich und höchst spannend, warum ein weiterer Absturz der Börsenkurse seiner Meinung nach unvermeidlich ist."
24.03.2001 / Süddeutsche Zeitung: Ende des Überschwangs "Was Friedrich Schiller für Germanisten ist, könnte Robert Shiller für Börsianer werden - ein Klassiker."
01.06.2001 / Vogue Business: Gewinne auf Diät "Hochinteressanter Lesestoff für alle Aktieninteressierten."
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
Seit 1982 ist der US-Aktienmarkt im Aufschwung. Doch spätestens seit 1996, als Alan Greenspan öffentlich vor einem irrationalen Überschwang warnte, ist die Finanzwelt nachhaltig aufgeschreckt: Ist die Börse überbewertet? Kommt es zum großen Crash, und wenn ja, wann? Wirtschaftsprofessor Robert Shiller verpasst der Böseneuphorie einen Dämpfer.
Es gibt viele Optimisten, die gute Gründe für die hohe Bewertung der Börse angeben: die prominentesten sind der weltweite Sieg des Kapitalismus, die enormen Produktivitätssteigerungen durch die Internet-Revolution, die Gründerzeitstimmung in der New Economy und die damit verbundene Ansicht, dass die Gesetze der Wirtschaft neu geschrieben werden, sowie die neue Aktienkultur der Baby-Boomer. Robert Shiller untersucht all diese Faktoren und kommt zu dem Schluss: Die Börse gleicht einem Potemkinschen Dorf, die hohe Bewertung steht auf tönernen Füßen und trägt alle Anzeichen einer spekulativen Überhitzung. Der Film wird ein Ende haben, und dann werden die Kulissen abgebaut.
Shiller untermauert seine Einschätzung durch sorgfältige Analysen. Er zeigt, wie die Überbewertung der Börse zu Stande gekommen ist und welche gesellschaftlichen, psychologischen und ökonomischen Mechanismen dafür verantwortlich sind, dass sich der Überschwang selbst fortgesetzt nährt. Zu viele derjenigen, die sich an der Wall Street engagieren, lassen sich, so Shiller, vor allem von ihren Emotionen leiten, übernehmen unkritisch gängige Meinungen und hängen einer blinden Zahlengläubigkeit an.
Shiller bezweifelt, dass diese Mechanismen in Zukunft mit gleicher Kraft fortwirken werden, und stellt Überlegungen dazu an, wie sich die Betroffenen - und fast jeder ist ja mittlerweile vom Aktienfieber mehr oder weniger stark befallen - vor den Folgen eines Crashs schützen können.
Der Autor
Robert Shiller (Jg. 1946) ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Yale University. Er promovierte 1972 am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). 1996 gewann er den angesehenen Paul A. Samuelson Award, der nach einem der einflussreichsten Ökonomen des 20. Jahrhundert benannt ist.