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Der Ökonomieprofessor der Yale University öffnet in seinem Werk das Geschehen an den Aktienmärkten einer komplexeren Sichtweise und macht so Entwicklungen verständlich, die in vielen Portefeuilles von Anlegern bittere Realität geworden sind. Shillers Buch indes ist weder Abrechnung mit vermeintlich Verantwortlichen an der Lage, noch Häme über die Blauäugigkeit von Anlegern, sondern eine sehr durchdachte und kritische Bestandsaufnahme der Wirkungsmechanismen im börslichen Geschehen.
Und so ist das Buch -- dessen Titel einer Wortschöpfung Alan Greenspans (Chef der US-Notenbank) entliehen wurde -- eine höchst interessante Lektüre für Leser, die Hintergründe erkennen und mit diesem Wissen letztlich auch ihr Vermögen schützen wollen. Denn Aktien sind und bleiben stark risikobehaftet.
Shiller durchleuchtet bei seinen Ausführungen zum Börsengeschehen sowohl strukturelle Faktoren wie den Einfluss der Geburtenrate oder das Aufkommen neuer Technologien als auch kulturelle Einflüsse und psychologische Momente. Sie alle wirken im Zusammenspiel bestimmend auf die kurz- und mittelfristige Entwicklung des Aktienmarktes. Geschickt ordnet Shiller dabei historische Ereignisse den Entwicklungen zu. Zum Verständnis ebenfalls sehr hilfreich sind die ausführlichen Anmerkungen zu den einzelnen Kapiteln im Anhang des Buches. Das Werk ist sehr lesefreundlich und allgemein verständlich verfasst -- ohne beim wirtschaftlich bewanderten Leser Langeweile aufkommen zu lassen. Zu spannend sind einfach die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen, die der Wirtschaftswissenschaftler aus seinen Analysen und Studien zieht.
Fazit: Ein sehr informatives Werk, das gut geeignet ist, die Sicht der Dinge zu klären und den eigenen Blickwinkel zu erweitern. Eines der Bücher, die man gerne "in einem Rutsch" verschlungen hat. --Horst-Joachim Hoffmann
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Muß für Investoren,
Von Alberto Testeroff "tester32" (Teststadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Irrationaler Überschwang: Warum eine lange Baisse an der Börse unvermeidlich ist (Gebundene Ausgabe)
Das Buch gibt einem Aktien-Investor handfeste Anhaltspunkte für die Bewertungen von Aktien. Wann ist eine Aktie günstig und wann ist sie teuer? Gerade in der Jahrhunderthausse 1998-2000 und in der beeindrückenden Baisse 2000-???? schwanken die Meinungen darüber extrem. Robert Shiller hat die Durchschnittspreise für jedes Jahr des vergangenen Jahrhunderts ausgewertet und diese Auswertung gibt einem Investor einen guten Anhaltspunkt.Besonders gut hat er auch den Mechanismus der Entstehung von Börsenblasen beschrieben, ich habe bisher keine derart fundierte Arbeit diesbezüglich gelesen. Sehr interessant ist die Liste der Quellhinweise, die er bei seiner Arbeit benutzt hat, für einen denkenden Investor sicher von einem großen Nutzen. Das Buch ließt sich schwer. Das liegt auch nicht an der deutschen Übersetzung, das englische Original ließt sich nicht leichter. Dafür habe ich einen Stern abgezogen, sonst wäre es ein 5*-Buch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein Buch für Möchtegern-Börsianer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Irrationaler Überschwang: Warum eine lange Baisse an der Börse unvermeidlich ist (Gebundene Ausgabe)
Der Mensch glaubt gerne, daß es zumindest in seiner Lebenszeit immer aufwärts geht. Zwar weiss er aus dem Geschichtsunterricht, daß es vor seiner Zivilisation dutzende andere Zivilisationen gegeben hat, aber nein, trotzdem glauben die meisten Menschen in einer Boomzeit, daß sie unbegrenzt andauern wird. Diese merkwürdige Ansicht herrscht auch, was Wunder, im Börsenleben vor, obwohl jeder gereifte Mensch, der sich für die Börse interessiert oder gar von ihr lebt, das Platzen mindestens einer Kursblase erlebt hat. Mit diesen Kursblasen der Aktienmärkte beschäftigt sich Robert J. Shiller in seinem trotz wissenschaftlicher Darstellung gut lesbaren Buch. Ihn interessiert vor allem, welche Nachrichten die am Börsengeschehen Beteiligten beeinflußten. Gab es entscheidende Nachrichten. Gab es Wahrnehmungen, gar Warnungen vor einer Kursblase? Wie nahm die Gesellschaft als Ganzes ihre Gegenwart wahr und was erwartete sie von der Zukunft? Robert J. Shiller stellt also zu Fragen, von deren Antwort er sich ein besseres Verständnis des Phänomens irrationaler Überschwang an der Börse verspricht. Es liegt in der Natur dieser Fragen, daß sie mit statistischen Informationen beantwortet werden müssen. Das ist nicht immer leicht lesbar, aber, um das klar zu sagen, daß es keine Do-it-your-self Anleitung für Möchtegern-Börsenprofis, sondern ein wissenschaftliches Buch. Für den Möchtegern-Börsianer ist eine Schlußfolgerung des Buches besonders wichtig. Entgegen der weitverbreiteten Ansicht, von interessierte Seite, möchte ich anfügen, ist es keineswegs so, daß Kursverluste nach Platzen der Kursblasen in der beruflich aktiven Lebenszeit eines Anlegers wieder wettgemacht werden. Das weiss zwar der an Wirtschaftsgeschichte interessierte Mensch seit langem, aber Börsianer wollen es nicht wahrhaben Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Verhältnis rationaler und irrationaler Entscheidungen an der Börse,
Von Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Irrationaler Überschwang: Warum eine lange Baisse an der Börse unvermeidlich ist (Gebundene Ausgabe)
Alan Greenspan war es, der die USA vor dem "irrationalen Überschwang" warnte, der die Aktienkurse übermässig in die Höhe trieb. Das war 1996 und man weiss inzwischen, dass zum damaligen Zeitpunkt der "Bull Market" erst richtig loslegte. Jeder, der diese Warnung ernst genommen hätte, wäre also um einige der beeindruckendsten Kursgewinne aller Zeiten gebracht worden. Betrachtet man jedoch die langfristige Entwicklung, so ist nicht mehr auszuschliessen, dass die Aktienkurse über einen Zeitraum von zehn bis zwanzig Jahren fallen und sogar unter die Grenze der ersten "Bull Market"-Gewinne sinken könnten. Robert J. Shiller kritisiert in diesem Buch einige weit verbreitete Theorien der Kapitalanlage, beispielsweise die Ansicht, dass Aktien langfristig immer die beste Alternative darstellen. Er diskreditiert die Finanzberichterstattung, geht auf die psychologischen und emotionalen Faktoren ein, die zu einem irrationalen Verhalten des Marktes führen, und beweist, dass an dem Gerede über die "New Economy" nicht viel dran ist. Das Buch ist eine wirksame Therapie gegen den Virus der Leichtgläubigkeit. getAbstract.com ist der Ansicht, dass es bei jedem Anleger im Regal stehen sollte - wenn es auch einen sehr deutlichen USA-Fokus hat.
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