Hallo,
ich hatte lange überlegt, ob ich mir das Spiel nun anschaffen sollte, oder nicht. - Schließlich habe ich es vor kurzem doch getan, und - leider - aber schon wieder bereut.
Ich hätte das Geld lieber für eine Pizza ausgegeben, dann hätte ich mehr davon gehabt.
Die Installation erfolgte ohne Probleme, der Spielstart ebenso. - Und der Eingangsfilm verspricht eine super Grafik und viel Spielspaß. - Bis dahin war es so, wie man es von Spielen der Vergangenheit gewohnt ist.
Das Menü sieht ordentlich aus, wenn auch nicht gerade anspruchsvoll. So weit, so gut.
Menü:
Neben der Kampagne existieren vielleicht 10 "Einzelmissionen", die allerdings keine Einzelmissionen sind, sondern es handelt sich dabei um die Übungsmissionen, d.h. man lernt damit die Fahrzeuge und deren Steuerung kennen.
"Einzelmissionen":
Leider sind diese Übungsmissionen aber sehr einfach gestrickt, z.B. in der ersten - Fahrschule -:
links erscheinen in recht kurzem Abstand die einzelnen Befehle, um das Gefährt in Bewegung zu setzen. - Leider werden diese Anleitungen wieder ziemlich schnell ausgeblendet, weswegen man entweder sehr schnell sein, die Sache mehrmals starten, oder sich intensiv mit dem Handbuch auseinandersetzen muß.
Vermisst habe ich hierbei eine benutzerfreundliche Einführung, und ein Nach-und- nach-Abarbeiten der Befehle - mit Rückmeldung, wie z.B. bei Panzers.
Positionen im Panzer / Steuerung:
Man kann die einzelnen Positionen im Panzer selbst besetzen, die anderen übernimmt die KI, bzw. man kann diese über Tastenbefehle steuern. - Schon beim Üben - hier beim Schießen - hatte ich den Eindruck, dass diese Steuerung doch sehr gewöhnungsbedürftig ist, und die KI mitunter einen eigenen Willen hat.
Zudem scheint die "Steuerungsphysik" nicht unbedingt der grafischen zu entsprechen, denn wenn man z.B. den Turm gedreht hat (Kanone zeigt nicht nach vor) und dann in die Fahrerposition wechselt, dann steht da die Kanone doch nach vorne, was irritierend ist.
Zu den Positionen: es ist nicht etwa so, daß man sozusagen das "Interieur" des Panzers sehen würde, und - wie bei Panzer Elite - die Einzelnen "Geräte" ansteuern könnte. - Nein: jeder "Panzerplatz" ist schlicht ein Bildschirm, an dessen Rändern - oder beim Schützen / Kommandant die Zielerfassungshilfen mitten im Bildschirm - die "Instrumente" angeordnet sind.
Hier sei noch erwähnt, dass die Steuerung lt. Anleitung "intuitiv" sein soll. - Es mag sein, dass sie das ist, aber einfach und zügig zu lernen, ist sie nicht.
Grafik:
Nun, mit dem ganzen bisherigen mag man sich vielleicht anfreunden, aber: die Grafik ist das Letzte: um beim Vergleich mit Panzer Elite zu bleiben: obwohl PE schon etliche Jahre älter ist, ist dessen Grafik deutlich besser.
Beispiele: die Panzer sind von außen recht undetailliert, außer wenn man ganz nah an sie heranzoomt: dann erscheinen plötzlich Grafikdetails - z.B. am Turm. Zoommt man raus, dann sind sie wieder weg.
Dann: die Landschaft: sie ist ein Witz: ein See ist ein blaugraues Grafikelement, das so irgendwie "in der Landschaft herumsteht". Wenn man mit dem Panzer hineinfährt, ist das Fahrzeug etwas dunkler ' mit einer "Naht" - die Andeutung der Wasserlinie.
Am besten sind noch die Details der Instrumente an den jeweiligen Panzerpositionen.
Mag sein, dass ich und andere Spieler mittlerweile durch sehr gute Grafiken verwöhnt sind, aber bei Iron Warrior kommt schon der Eindruck auf, dass es ein Spiel 'aus der Vergangenheit' ist.
Fazit: wer unbedingt "modernere" Panzer spielen will (abgesehen einmal vom T-34), grafisch kaum Ansprüche hat, dafür aber aufwändige - gar realitätsnahe - Steuerungsmöglichkeiten sucht, die sicher auch Spaß bringen, der sollte hier zugreifen. - Sonst würde ich empfehlen, sich etwas anderes zu gönnen und in der Hoffnung zu leben, dass es irgendwann mal ein Spiel geben wird, das sich an
Panzer Elite SE - ORANZZSoft (JoWooD) messen / mit ihm vergleichen lässt oder es übertrumpfen kann.