Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Starkes Stück..., 10. Juli 2009
Der realitätsbezogene Ansatz, der bereits "Batman Begins" zu großem Erfolg verholfen hat, sollte 2008 auch zwei anderen Großproduktionen aus dem Comic-Fach als Vorbild dienen: "Iron Man" und "Der unglaubliche Hulk". Während die filmische Wiederbelebung des grünen Muskelmannes eher durchschnittlich ausfiel, konnte die Geschichte rund um den "eisernen" Milliardär Tony Stark vor allem durch den selbstironisch aufspielenden Robert Downey Jr. ("Zodiac - Die Spur des Killers", "Tropic Thunder") punkten.
Stark ist ein egozentrischer Playboy, der es durch die Entwicklung von modernsten Waffensystemen zu einem ansehnlichen Vermögen gebracht hat. Eines Tages wird er bei einer Präsentation in Afghanistan von Rebellen entführt und dazu gezwungen, für sie eine neuartige und äußerst mächtige Rakete nachzubauen - doch der Milliardär denkt gar nicht daran. Stattdessen entwickelt Tony Stark eine eiserne High-Tech-Rüstung und kann aus seinem Gefängnis fliehen: Der unzerstörbare Iron Man ist geboren. Wieder zurück auf amerikanischem Boden, kommen Stark langsam moralische Zweifel an seinem bisherigen Lebensweg - und so beschließt er, dass sein Unternehmen die Waffenproduktion komplett einstellt. Tonys durchtriebener Geschäftspartner Obadiah Stane sieht das jedoch gar nicht gerne...
Im Gegensatz zu einigen anderen Comic-Verfilmungen der jüngsten Zeit stehen bei "Iron Man" nicht die Actioneinlagen und Spezialeffekte im Vordergrund, sondern vor allem die Figuren und ihre innere Entwicklung. Das zeigt sich auch schon daran, dass für die Hauptrollen ausschließlich Charakterdarsteller besetzt wurden: Neben Robert Downey Jr. spielen etwa noch Gwyneth Paltrow ("Sieben", "Der talentierte Mr. Ripley"), Jeff Bridges ("The Big Lebowski", "Arlington Road") und Terrence Howard ("L.A. Crash", "Die Fremde in dir") mit. Auch ist "Iron Man" ein äußerst gelungenes Beispiel dafür, wie aktuelle Weltpolitik und glaubwürdige Figurenzeichnung mainstreamtauglich miteinander verbunden werden können, ohne sich in oberflächlichem Pathos zu verlieren. Zudem ist das Ganze unglaublich humorvoll und einfach nur verdammt cool inszeniert worden. Ich bin schon sehr gespannt auf die beiden Fortsetzungen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandioser Action-Kracher mit Tiefgang!, 29. Dezember 2009
Er ist einer der größten Waffenproduzenten des Planeten, er ist mächtig, märchenhaft reich und überaus arrogant. Tony Stark, Erbe der modernsten Waffenschmiede der USA, wechselt seine Liebhaberinnen fast täglich, kennt keine Skrupel und weder Freund noch Feind. Egal, wer seine Waffen kauft, Hauptsache er bezahlt.
Doch eine Verkaufsshow in Afghanistan wird zu einem persönlichen Armageddon für Stark. Brutale Freiheitskämpfer töten seine Leibgarde und entführen den Milliardär. Sie verlangen von ihm eine seiner grausamsten, effektivsten und neuesten Waffenkreationen. Sie wollen damit die ganze Region, das ganze Land erobern. Nur mit einem Übersetzer wird Stark in einer Höhle eingesperrt. Auch wenn der Deal seine Freilassung vorsieht, wenn er die mörderische Rakete gebaut hat, am Ende, da ist sich Tony Stark sicher, wartet der Tod auf ihn. Er beschließt, eine ganz andere Waffe zu bauen als die verlangte. Er kreiert einen stählernen Anzug, der es ihm erlauben soll, die Höhlensysteme zu verlassen und sich an den Terroristen zu rächen.
Immer schon war Tony der geniale Erfinder, doch in dieser abgeschiedenen Höhle, mit geringstem Aufwand und lächerlich grobem Werkzeug, fertigt er sein Meisterstück. Er baut einen stählernen Anzug, der unzerstörbar, unbesiegbar und obendrein flugfähig ist. In dieser Hülle steckend, entkommt er den Verbrechern.
Wieder zu Hause glaubt Obadiah Stane, sein väterlicher Freund und Kompagnon der Firma, Stark sei verrückt geworden. Der will plötzlich keine Waffen mehr produzieren und nur noch Gutes tun. Doch Stane lässt sich nicht so einfach beiseite schieben.
Mai 2008 startete in den USA die lange erwartete Comic-Verfilmung eines weiteren Marvel-Superhelden. Diesmal tritt "Iron Man" ins Rampenlicht. Der Held, selbst ohne Superkräfte, vertraut auf einen metallenen Anzug, der den Träger nahezu unbesiegbar macht.
Der Film jedoch beginnt weit vor dem ersten Einsatz des Superhelden. Er thematisiert die zynisch agierende Waffenindustrie, nimmt den Glauben der Menschen an die eigene Armee aufs Korn und spart nicht mit versteckter Kritik an der aktuellen politischen Situation in Amerika.
Doch der Film versucht vor allem eins: Er will den Menschen in diesem Anzug, den Charakter dieses extremen Egozentrikers so genau wie möglich vor Augen führen. Seine Wandlung vom Waffennarren und Egomanen zum Retter der Menschheit oder doch wenigstens zum Hoffnungsträger.
Dank des fantastisch spielenden Robert Downey Jr. gelingt dies in weiten Teilen. Einzig seine entflammende Liebe zur Sekretärin ist zu offensichtlich und zu unwahrscheinlich ob seiner Angewohnheiten und seines Charakters. Das liegt jedoch keineswegs an Gwyneth Paltrow, die ebenso wie Downey Jr. exzellent aufgelegt ist. Doch der heimliche Star des Film ist Jeff Bridges. Sein Oberzyniker Obadiah Stane ist absolut oscarreif.
Sieht man von der Höhlenszene ab, die doch arg unwahrscheinlich und etwas albern gelöst wird, hat der Film keine Schwächen. Die sehr guten Schauspieler, das gute Skript, die gelungene Filmmusik, die guten Special Effects, hier passt alles.
Da auch viel Humor und Ironie in den Film einfließen und der Held sich zu keiner Zeit selbst zu wichtig nimmt, kann man den Film ab zwölf Jahren empfehlen. Auch in der ungeschnittenen Originalversion, die, entgegen den Presseverlautbarungen, auf der DVD enthalten ist.
So kann man für nicht mal neun Euro einen der großen Hollywood-Blockbuster genießen, der einen Helden präsentiert, der erfrischend anders ist als die üblichen Verdächtigen wie Spider-Man oder Superman oder gar die arg übertrieben auftretenden Fantastic Four.
Stefan Erlemann
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
123 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Keine Panik. Er ist UNCUT!, 6. September 2008
Hey leute. Erst richtig informieren, dann schreiben.
Im Kino war es Concorde noch unmöglich, für den Film Iron Man die angestrebte Altersfreigabe ab 12 Jahren bei der FSK durchzusetzen. Aus diesem Grund konnte der Film lediglich in einer um rund 3 Minuten gekürzten Fassung gezeigt werden.
Dies hat Concorde bei der Ankündigung des deutschen VÖ-Plans berücksichtigt und kündigte zum einen eine DVD mit der deutschen Kinofassung (ohne Bonusmaterial) an sowie auch einen Release der ungeschnittenen US Kinofassung im Steelbook und mit Bonusmaterial. Auf Blu-ray Disc sollte nur die US Kinofassung erscheinen.
Überraschenderweise gab die FSK die ungeschnittene Fassung nun ab 12 Jahren frei. Dies ist deswegen ungewöhnlich, da im Kino die Kontrollen etwas strenger sind und die FSK hier auch eher die niedrigere Freigabe vergibt. Insbesondere bei der Diskussion ob KJ oder keine Freigabe" zeigt sich oft, dass Filmen, die im Kino noch mit FSK-Kennzeichnung laufen konnten, für den Heinkinomarkt kein Rating mehr bekamen.
Hier ist der Fall aber genau umgekehrt. Im Kino gab es die gewünschte Freigabe nicht, auf DVD/BD schon.
Übrigens: Die geilste Comicverfilmung, die ich bisher gesehen habe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|