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Irm [Vinyl LP]
 
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Irm [Vinyl LP]

Charlotte Gainsbourg Vinyl
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Vinyl (26. Januar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: Wea/Elektra Entertainment
  • ASIN: B0030GBUAK
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 375.051 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Produktbeschreibungen

motor.de

Wer Serge Gainsbourg und Jane Birkin als Eltern hat, ist gewohnt, mit Erwartungen umzugehen. Charlotte Gainsbourg übertrifft sie mit "Irm" einmal mehr.
Was für ein Jahr: erst liefert sie in Lars von Triers "Antichrist" die vielleicht furioseste Schauspielleistung des Jahres 2009 ab, jetzt legt Mademoiselle Charlotte Gainsbourg mit "Irm" auch noch ein Album vor, dass selbst den höchsten Erwartungen standhält.
Anders als beim fabulösen Vorgänger "5:55", wo sie mit Air, Jarvis Cocker oder Neil Hannon zusammenarbeitete, hat sie sich dieses Mal ganz in die Hände von Beck begeben. Dessen charmante Verschrobenheit dringt auf "Irm" entsprechend aus allen Poren und Songs (darunter auch waschechte Duette, wie die wunderbare Single "Heaven Can Wait"), was perfekt zu Gainsbourgs zarter, aber kaum weniger eigenwilliger Stimme passt, die immer ein wenig über den Dingen schwebt.
Der hier und dort etwas rauere Tonfall steht Gainsbourg dabei ebenso gut zu Gesicht wie das verstärkte Spielen mit ihrer Zweisprachigkeit. Vor allem aber begeistern - bei allem Raum für Melancholie - der Witz und die optimistische Frische auf "Irm", dessen Titel sich doch eigentlich auf eine bestimmte Krankenhaus-Untersuchung bezieht, der sich Gainsbourg nach schweren Hirnblutungen 2007 unterziehen musste.
Ein außergewöhnlich hinreißendes, kluges und komplexes Popalbum voller Fundstücke von zwei ebensolchen Allround-Könnern.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mrs. Peel
Format:Audio CD
Auf ihrem Debütalbum "5:55", das mit tatkräftiger Unterstützung von Jarvis Cocker und Air entstand, kam Charlotte Gainsbourg noch im Gewand einer typisch französisch säuselnden Pret-A-Porter-Chanteuse daher und lieferte die geeignete Hintergrundbeschallung für einen verführerischen Abend für frisch verliebte Turteltauben beim Candle Light Dinner. Seitdem hat sich jedoch einiges bei der schüchternen Sängerin und Schauspielerin getan. In Cannes bekam sie den Jury-Preis für die beste weibliche Hauptrolle in Lars von Triers "Antichrist", wo sie an der Seite von Willem Dafoe in einer metaphysischen Collage aus Sex und Gewalt fast ihr Leben verlor. Diese neue Abgründigkeit in ihrem künstlerischen Schaffen spiegelt sich teilweise auch auf ihrem letzten musikalischen Werk IRM wieder. Auf dem Titeltrack zu diesem Album wird eine Soundlandschaft aus kalten Electroklängen und treibender Percussion kreiert, die als akustischer Ausdruck für eine Kernspintomografie (IRM = imagerie par résonance magnétique) einerseits eine sehr faszinierende Wirkung entfacht, aber auch Momente von beklemmender Verstörung parat hält. Der Sound des Songs erinnert an das ähnlich kryptische und schwurbelige "Earth Intruders" von Björks Volta Album. Produzent Beck setzte nach eigener Aussage im kreativen Prozess der Aufnahmen bewusst auf eine hohe Diversität der Stücke. Was ihm auch gelungen ist, denn langweilig wird es auf dem Album aufgrund des sehr abwechslungsreichen Songzyklus nie. Auch weil das Album diese für Beck markante Portion Schrägheit an der Grenze zum Absturz in sich birgt. Auf dem Opener "Master Hands" überrascht Charlotte Gainsbourg gleich mal mit für ihre Verhältnisse ungewohnten perkussiven afrikanischen Tribal-Beats. In lasziver Eleganz haucht sie später das melancholische "Le Chat Du Cafe Des Artistes", ein zart berührender Chanson von Jean Pierre Ferland, der mit wunderschönen Streicherarrangements unterlegt wird und Lust auf einen verführerischen Flirt bei schönster Sommersonne in einem pittoresken Pariser Cafe macht. Folkige Töne schlägt sie auf "Miss Jane Doe" an. Richtig rumpeln lässt sie es auf dem harmonischen Duett mit Beck "Heaven Can Wait". Eher sanft, anmutig und melodisch geht es auf "In The End" und "Vanities" zu. Sperrige und heulende E-Gitarren gibt es auf "Tricky Pony" zu hören, das von scheppernden Drums und typisch Beck'schen Basslinien durchsetzt ist und auch eindeutig seine Handschrift trägt. Überhaupt wirkt die Zusammenarbeit mit Beck, der alle Songs selbst schrieb und sich teilweise auch an den Texten beteiligte, sehr harmonisch. Die düsteren Streicherarrangements stammen von seinem Vater David Campbell und auch sonst sind die üblichen Kollaborateure von Beck auch auf dieser Produktion wieder mit von der Partie. So sind Joey Waronker und James Gadson an den Drums zu finden. Ebenfalls mit am Start sind David Ralicke (Trompete) und Brian LeBarton (Keyboards). Die Abhängigkeit zu der Kreativität von Leuten wie Beck, Jarvis Cocker oder Air gibt Gainsbourg auch offen zu. "Ich brauche das Talent eines anderen, um Musik zu machen", sagte die introvertierte Künstlerin in einem Promotion-Interview zu IRM.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Damit war ja nun ... 16. Dezember 2009
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... nicht mehr zu rechnen, dass kurz vor Jahreswechsel noch eine mehr als respektable Veröffentlichung das Licht der Welt erblicken durfte - den Marketingstrategen von Charlotte Gainsbourgs Plattenfirma gehört also rein verkaufstechnisch in jedem Falle mal kräftig auf die Mütze gehauen. Andererseits nimmt sich IRM" als einziger Lichtblick im schauderhaften Brei der Weihnachtsangebote wiederum recht entzückend aus. Die letzte Veröffentlichung des juvenilen Tüftlers Beck Hansen liegt nun auch schon fast anderthalb Jahre zurück - "Modern Guilt" war zwar kein großer, aber durchaus ein guter Wurf - die aktuelle Kollaboration mit der französischen Sängerin und Schauspielerin steht dem eigenen Werk in nichts nach und vereint auf angenehme Art und Weise sowohl seine als auch ihre Vorzüge. Es dürfte Beck entgegengekommen sein, dass Frau Gainsbourg, wie man nicht erst seit Lars von Triers "Antichrist" weiß, keine sonderlich schreckhafte oder übertrieben fragile Person ist - so läßt sie sich gleich bei den ersten beiden Songs "Master's Hand" und "IRM" bereitwillig in den Beck'schen Perkussions- und Geräuschekosmos einweben und überzeugt mit trockener Modulation zu allerlei akustischem Krimskrams. Erst die nächsten beiden Lieder entsprechen wohl eher dem allzu oft willkommenen Klischee französischer weiblicher Sangeskunst, welches sich seit Vanessa Paradis unwideruflich in schlichteren und/oder männlichen Gemütern eingegraben hat - Charlotte Gainsbourg bringt auch diese kleinen Stücke berückend über die Bühne. Bei der ersten Singleauskopplung "Heaven Can Wait", einer gefälligen Midtemponummer, kommt auch der gewohnt schlurfige Gesang des Produzenten mit ins Boot, und auch das gelingt. Überhaupt scheint das Kostüm des elektrisch verstärkten Countryrocks - gekonnt gebrochen durch die leisen, schwebenden und zurückgenommenen Töne - beiden zusammen prächtig zu passen, es läßt sich keine wirkliche Schwachstelle auf diesem Album ausmachen. Nicht der Stonerrock von "Trick Pony", nicht das angeflippte, durch den Vocoder gepresste "Greenwich Mean Time", auch der Blues von "Dandelion" funktioniert bestens. Einzig "Voyage" wirkt mit seiner unruhigen, orientalischen Anmutung anfangs etwas ungewohnt, aber auch das gewinnt mit der Zeit einen gewissen Reiz. Über alles betrachtet eine spannende, oftmals überraschende Produktion - mutig, vielfältig, bezaubernd, Mdme. Sarkozy muß sich jetzt jedenfalls ganz schön strecken ...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Magnetresonanztomographie 30. Januar 2010
Von Cyrano
Format:Audio CD
Komischer Titel meiner Rezension? Das bedeutet aber "IRM" (Imagerie par résonance magnétique) aber auf Deutsch!
Zuerst bin ich bei meinem letzten Frankreich-Aufenthalt auf dieses Album aufmerksam geworden, wo man überall Plakate dieses wunderschönen Coverbildes gesehen hat. Zurück in Deutschland habe ich die CD doch tatsächlich im Laden gesehen und habe es einfach mal aus purer Neugier mitgenommen! Ein Glücksgriff!
"IRM" ist ein Universum für sich. Es ist ruhig, aber nicht langweilig. Es ist experimentell, aber nicht seltsam. Mich hat die Musik total verzaubert. Wie ich in einem Interview mit der Sängerin gelesen habe, verdanken das Album und insbesondere der Song "IRM" selbst ihre Titel den elektronischen Pieptönen der medizinschen Gerätschaften in einem Krankenhaus. Die besten Lieder meiner Meinung nach sind:
"Master's Hand", "IRM", "Le chat du café des artistes" (!!), "Heaven Can Wait", "Time Of The Assassins", "La Collectionneuse".
5 Sterne!
(Mir gefällt dieses Album übrigens wesentlich besser als der Vorgänger "5:55")
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