Klappentext
Nach dem verblüffenden Erfolg seiner "Geschichte Schottlands" legt Hermann Schreiber nun sein Irland - Buch vor, ein Lese - Erlebnis, das uns das seltsame Land unseres Kontinents näherbringt und besser verstehen läßt. Erzählte Geschichte dieser Insel, von den fernsten Zeiten bis in die unmittelbare Gegenwart und damit zugleich die Geschichte dieses kernigen und originellen Volkes am Rand Europas. Uralte Klöster an den Ufern stiller Ströme, stolze Burgen auf den Hügeln, aber auch anklagende Ruinen und verödete Siedlungen stellen dem Reisenden Fragen, geben Rätsel auf über das schwere Schicksal der grünen Insel in der Vergangenheit. Es ist die bunteste Geschichte, die sich denken läßt, überraschend, originell, so als hätte dieses Volk der Dichter und Sagenerzähler sie sich für uns ausgedacht; ausgehend von den frühen Erfahrungen der keltischen Einwanderer, den flüchtigen Kontakten mit den Römern, bis hin zur ruhmreichen Zeit Irlands, als es zum Hort der Heiligkeit wurde und seine Sendboten ausschickte, um dem in die Barbarei zurückgefallenen Europa das Christentum zu verkünden. Danach kamen die Drachenschiffe aus Dänemark und Norwegen, kamen die sieggewohnten Normannen, die sich England unterworfen hatten, und schließlich Heinrich 8., der Gewaltherrscher, der Cromwell zeigte, wie eine unbotmäßige Insel zu unterwerfen sei. Hermann Schreiber weiß aus Erfahrung, wie man Geschichte aufbereitet und fesselnd darbietet. Im Auf und Ab der Ereignisse stellt es stets die Menschen in den Vordergrund, die Heiligen, die Helden, die großen Familien, die Rebellen und die Unholde.Am Ende sind wir sicher, diese sonderbare Insel in ihrer Armut zu verstehen, selbst die Hartnäckigkeit ihres Kampfes gegen die übermächtige Nachbarinsel.Wer diese Geschichte Irlands kennt, hat mehr von seine Reise!
Autorenportrait
Hermann Schreiber, Jahrgang 1929, war von 1964 bis 1979 Redakteur beim "Spiegel", bevor er zum Magazin "Geo" wechselte. Für eine "Spiegel"-Reportage über den Vietnam-Krieg erhielt er 1966 den Theodor-Wolff-Preis. Er ist Jury-Mitglied des vom "Stern" gestifteten Egon-Erwin-Kisch-Preises sowie des Axel-Springer-Preises für junge Journalisten. Neben zwei biographischen Titeln über Willy Brandt und "Werkstatt Bayreuth" (1986) erschien 1996 "Das gute Ende. Wider die Abschaffung des Todes".