Da ich grundsätzlich alles lese was mit Irland zu tun hat wähnte ich mich mit dem Titel "Irischer Sommer" auf der sicheren Seite. Auch der Klappentext mit seinem Hinweis, dass es um die Erzählung eines Lebenswandels geht sprach mich an.
Die junge Rebecca aus Deutschland reist nach Irland um Freunde zu besuchen und lernt bei einem Spaziergang die alte Dame Mrs. O'Rourke kennen, die Rebeccas Leben von nun an grundsätzlich verändern wird. Nach und nach beginnen die beiden Frauen sich anzufreunden und Rebecca ist von der alten Dame fasziniert. Lange Gespräche, in denen die alte Dame immer wieder auf ihr eigenes Schicksal zu sprechen kommt und wie ihr Glaube an Gott ihr Leben bestimmt, lassen Rebecca mehr und mehr auch auf Gott vertrauen. Durch diesen Glauben und das Vertrauen, dass Gott ihr Leben richten wird, lernt Rebecca den Schwiegersohn von Mrs. O'Rourke kennen. Wer jetzt eine spannende Liebesgeschichte erwartet wird leider enttäuscht. Auch hier geht es in erster Linie darum, dass das Vertrauen auf Gott Rebecca den richtigen Weg zum Glück weißt.
Die Geschichte an sich ist nicht schlecht und hätte sie mir jemand als seine eigene Erfahrung an einem Abend vor dem Kamin erzählt, wäre ich fasziniert gewesen, wie das Leben eben manchmal spielt. Diese Geschichte allerdings für den Rest der Menschheit aufzuschreiben und daraus ein Buch zu machen halte ich für übertrieben. Den Hinweis auf dem Klappentext, dass die deutsche Schriftstellerin Nicole Winkelhöfer Lehrerin ist und in einer Ordensgemeinschaft lebt, habe ich leider erst ganz zum Schluß gelesen. Hätte ich diesen Hinweis am Anfang gelesen, wäre ich darauf vorbereitet gewesen, dass es sich hier um einen ganz persönlichen, sehr christlichen Erfahrungsbericht handelt, der einfach nicht für die Allgemeinheit bestimmt ist. Dieses Buch ist eine gute Lektüre für christliche Menschen, die in ihrem Glauben bestätigt werden möchten.