Maeve Binchy hat mit diesem Roman wieder einmal sehr viel Einfühlungsvermögen bewiesen und schafft es in der ihr einmaligen Art den Leser bzw. die Leserin zu fesseln und für ihre irische Welt zu begeistern. Liebevoll schildert sie die Freundschaft der beiden Mädchen Elizabeth und Aisling in einem Zeitraum von 20 Jahren, ihre Sehnsüchte, ihre Träume, ihre Probleme ...
Die schüchterne Elizabeth wird im Alter von 10 Jahren während des Krieges von ihrer Mutter zu deren Freundin Eileen nach Irland geschickt. Die irische Familieempfängt sie mit offenen Armen, Tochter Aisling wird ihre beste Freundin.
Nach 5 Jahren kehrt Elizabeth selbstbewusst nach London zurück. Der Krieg ist vorbei, die Ehe der Eltern ist zerstört. Die Eltern lassen sich scheiden, Elizabeth macht Ihr Abitur und beginnt ein Studium an der Kunstakademie. Nebenbei jobbt sie in einem Antiquitätengeschäft, wo sie den lebenslustigen aber bindungsunfähigen Johnny kennenlernt und eine 7 Jahre dauernde, nervenzehrende Beziehung erlebt.
Währenddessen heiratet Aisling in Irland den reichen Tony, der sich als unheilbarer Säufer entpuppt. Aisling flieht nach London und baut sich dort ein neues Leben auf. Elizabeth heiratet nach einigem Hin und Her den Juristen Henry, aber auch diese Beziehung wird nicht glücklich ...
Ein sehr schöner Roman, wobei Binchy meiner Meinung nach etwas zu schnell durch die letzten 50 Seiten "hechelt". Der sanft und angenehm plätschernde Rhythmus findet so ein jähes Ende, dennoch hat mir der Roman alles in allem sehr gut gefallen!