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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
BRILLIANT! Über die Liebe, das Altwerden und das Verlieren, 10. Januar 2004
Judi Dench, Kate Winslet und Jim Broadbent brillieren in dieser wunderschönen Geschichte, die an manchen Stellen so traurig ist, dass man daran fast zu zerbrechen droht. Sensibel und Poetisch wird die Geschichte der Schriftstellerin Iris Murdoch erzählt, die sich mehr und mehr in der Alzheimer-Krankheit verliert und damit auch das verliert, das ihr im Leben am meisten bedeutet hat: Worte, Verstand, Philosophie und Liebe. Dabei geht Regisseur und Drehbuchautor Richard Eyre weniger auf die prominente Autorin Iris Murdoch ein, sondern auf die Frau Iris. Einfühlsam schildert er in Rückblenden und Erinnerungen, das wilde Leben der Denkerin, die es mit ihrer freizügigen Einstellung zu Sexualität und Liebe ihrem introvertierten Freund John Bayley nicht immer leicht gemacht hat. Doch als alle anderen Männer fort waren, blieb nach vielen Jahren nur Bayley und er möchte es nicht zulassen, dass er seine einzige Liebe an die Alzheimer-Krankheit verliert. So beginnt er einen hoffnungslosen Kampf, dessen Ende schon am Anfang besiegelt ist.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Diagnose Alzheimer , 21. Juni 2007
Zuerst vermutet die anglo-irische Schriftstellerin Iris Murdoch eine vorübergehende Schreibblockade - dieser Verdacht bestätigt sich jedoch nicht - bei Iris wird Alzheimer diagnostiziert - diese unaufhaltsame Krankheit frisst das bisher gewohnte Leben Stück für Stück auf.
Der britische Regisseur Richard Eyre (eigentlich eher im Theaterfach zuhause) zieht 87 Minuten lang gekonnt alle ihm zur Verfügung stehenden Register - die regelmäßig einfliesenden Sequenzen aus längst vergangenen, unbeschwerten, (Jugend-)Tagen unterstreichen die dramatischen Veränderungen innerhalb des Beziehungslebens dieses einst so lebenshungrigen Paares.
Selbst wenn Richard Eyre seinen Film weniger als Paradebeispiel für den Verlauf der Krankheit Alzheimer verstanden haben wollte, sondern vielmehr die Geschichte einer bedingungslosen Liebesbeziehung erzählen mochte, hat er es wunderbar verstanden diese zwei Themenblöcke miteinander zu verknüpfen.
Gerade weil das Ende dieses biographischen Filmes zu jedem Zeitpunkt absehbar ist - verlangt das Drehbuch, bzw. die dafür "Pate" stehende Lebensgeschichte der Iris Murdoch nach überzeugenden Darstellern - Judi Dench ( in der Rolle der alternden / kranken Iris) und Kate Winslet ( in der Rolle der jungen Iris) werden diesem Anspruch auf jeden Fall gerecht - so verwundert es auch nicht, dass beide Schauspielerinnen im Jahr 2002 jeweils für Oscars nominiert wurden.
Die Rolle des um jedes Stückchen gemeinsamer Erinnerung kämpfenden Ehemannes John Bayley (als älterer John von Jim Broadbent gespielt) ist mit ebenfalls starken Schauspielern besetzt (der junge John wird von Hugh Bonneville dargestellt).
Die Leser, welche meiner Beurteilung -5 Sterne- skeptisch gegenüberstehen, mögen den Film und die von James Horner entworfene Musik auf sich wirken lassen - bei diesem Film kann es kaum ein anderes Urteil geben.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Film grade für die Angehörigen..., 17. Juli 2007
IRIS das ist für ein Film für Angehörige von Menschen, die an M. Alzheimer erkrankt sind.
Inwieweit es hier um die Biographie einer berühmten britischen Schriftstellerin geht, das entzieht sich meiner Kenntnis.
IRIS ist (für mich) zunächst ein Film über ein alt gewordenes Ehepaar, wobei die Frau an Alzheimer erkrankt. Es geht um den Verlust der Erinnerung bei zunächst gebliebenem, immer wieder aufblitzenden Intellekt. Das macht es so schwer den Film anzusehen, ihr dabei zuzusehen: die kleinen Vorboten schleichenden Verfalls, die Lücken im Altgedächtnis tagesaktueller Ereignisse. Wer ist auch schon der Premierminister, ist das so wichtig seinen Namen grade nicht zu wissen? Mit der Zeit wird es immer schwerer die Defizite zu ignorieren, wenn sie das einmal von ihr geschriebene Buch nicht signiert, weil sie einfach nicht mehr schreiben kann; wenn sie das gemeinsame Haus ohne jeden Grund verläßt, draussen umherirrt, Selbst- gefährdet im Strassenverkehr; die Schriftstellerin vor dem Fernseher beim Betrachten der Teletubbies. Gnädig sind da allein die Flashbacks der Erinnerung an ein einst gelungenes Leben.
IRIS ist auch ein Film über Angehörige, hier den Ehemann, der zunächst nicht wahr haben will das diese Krankheit siegen wird, sich aufopfert in der Pflege seiner Frau in einem langsam immer mehr verwahrlosenden Haushalt. Schließlich kann er diesen nicht mehr aufrecht halten, was auch der Polizistin auffällt, die er auf der Suche nach seiner wieder einmal weggelaufenen Frau gerufen hat. Kurz nur das letzte Kapitel: das Heim, mit wenigen so schönen Bildern, die nicht darüber hinwegtäuschen können, wie wenig von einem früheren Leben bestehen bleibt.
Vielleicht hilft das Anschauen dieses Films den Angehörigen, den langen Abschied zu verstehen, wenigstens anzunehmen.
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