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23
4,1 von 5 Sternen
Irgendwo ganz anders: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. November 2009
Ich war wirklich überrascht, als ich gestern im Buchladen meines Vertrauens bereits das neue Next-Abenteuer stehen sah. Da grinste es mich in seinem knallblau an und ich fragte mich, ob es die Chrono Garde da wohl gut mit mir meint. Ist der Erscheinungstermin nicht erst Anfang Dezember ? Scheinbar nicht...
Zum Plot:
Thursday Next hat mittlerweile drei Kinder, SpecOps gibt es nicht mehr und deshalb arbeitet Thursday, mittlerweile 16 Jahre älter, in einem Teppichgeschäft in Swindon. Jedoch: Alles Tarnung! In Wirklichkeit liest sie sich immer noch fleißig in die uns mittlerweile so bekannte Buchwelt ein, wo sie weiterhin für Jurisfiktion arbeitet. Mittlerweile verdient sie sich ihr Buchweltbrot auch als Ausbilderin, wobei ihr die derzeitige Kandidatin, Tursday Next5, eine pilatesbetreibende Kopie unserer Titelheldin, nicht viel Freude bereitet und ihr obendrein einfach nicht ihr Schinkenbrötchen bringen will.
Bereits auf den ersten 100 Seiten gibt es ein Wiedersehen mit vielen Charakteren, welche wir bereits aus den vorherigen Büchern kennen. Bradshaw, Landen, Emperor Zhark, dem Minotaurus, Goliath usw.... Alle sind wieder mit von der Partie. Dafür leider relativ wenig erfrischend neues. Es ist wohl Ffordes Fantasie und Wortgewalt zu verdanken, dass das neue Abenteuer von Thursday Next trotz allem Bekannten nicht abgedroschen und ausgelutscht wirkt. Wieder einmal schafft er es (mit vertrauten Mitteln) den Leser an das Buch zu fesseln.
Beim Lesen hatte ich allerdings häufiger den "Aha, so ist das also!"-Effekt, als das "Oh! Das ist mal komplett neu!"-Gefühl. Ist aber nicht so schlimm, da das Buch trotzdem einfach Spaß macht! Fforde hat es schon echt raus mit immer gleichen Mittel völlig unterschiedliche Literatur-Cocktails zu mixen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Februar 2013
Wieder einmal ein waghalsiges und herrlich bescheuertes Spektakel aus Ffordes tropfender Feder.

Mittlerweile sind 14 Jahre vergangen, und Thursday Next lebt glücklich mit ihrem Mann und ihren
drei Kindern Friday, Tuesday und Jenny (zählt die Kinder bei Gelegenheit nochmal nach!)
in ihrem gemütlichen Häuschen mit weißem Gartenzaun in Swindon.
Ein Unterschied zu den Vorgängern wird sofort deutlich.
Zum einen haben die kleinen Kapitelgeschichten keinen Verfasser mehr, sodass man davon ausgehen kann,
dass alle Kommentare nur noch von Thursday Next selbst stammen.
Ein Schock für Literaturliebhaber wird das veränderte Swindon, beziehungsweise,
die Veränderung der gesamten Welt bezüglich des Lesertums sein,
denn dieses hat sich im Jahre 2002 in Thursdays Welt beinahe eingestellt.
Leserzahlen fallen stündlich.
Die meisten SpecOps-Einheiten wurden dem Erdboden gleichgemacht, und so ist Thursday gezwungen,
mit alten Kollegen wie Bowden Cable, Spike Stoker und Stig, dem Neandertaler, verdeckt zu arbeiten.
Die literarischen Wortspielchen sind in dieser Ausgabe kaum noch vertreten,
dafür lockt Fforde mit neuen Ideen wie den beiden BuchThursdays, Thursday5 und Thursday1-4,
die der echten Thursday das Leben nicht gerade leicht machen.
Noch dazu ist natürlich mal wieder das Ende der Welt greifbar nah.
Deutlicher Unterschied zu den vorherigen Bänden ist der Cliffhanger am Schluss,
der uns unerwartet mit vielen Fragen zurück lässt.
Klar ist dieser Band anders als die übrigen, und natürlich werden einige entsetzt sein,
die literaturbesessene Welt derart aufzufinden, auch ich wollte zunächst keine 5 Sterne geben,
doch Jasper Fforde hatte die Entscheidung, macht er so weiter wie bisher mit dem altbekannten,
und nimmt weiterhin Klassiker auf den Arm, was irgendwann nur zu weiteren Wortwitzen
aber keinen neuen Ideen geführt hätte, oder schlägt er einen neuen, für uns unbekannten Weg ein?
Ich schätze, er hat sich für die zweite Methode entschieden, und die ist nicht weniger ereignisreich, humorvoll und unterhaltsam als die ersten vier Teile.

Feurig und unerwartet bis zuletzt, ein Riesenspaß mit bitterem Ernst!
Wohl verdiente 5 Sterne an den Meister des literarischen Streifzugs!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. März 2010
Thursday Next ist wieder da! Nun stürzt sich die tapfere SpecOps Agentin, in das von Fans, lange erwartete fünfte Abenteuer.

Um die beliebte ehemalige SO-27 Agentin Thursday Next ist es ruhiger geworden, sie hat eine Familie mit Landen gegründet die aus ihrem verschlafenen und faulenzenden Sohn Friday, einer aufgeweckten und oberschlauen Tuesday und der nicht vorhandenen Tochter Jenny besteht.

Wie so oft trügt auch hier der Schein einer normalen Familienidylle: Unter der Tarnung einer Teppichverlegerfirma arbeitet Thursday weiterhin als Literaturagentin in der fiktionalen Buchwelt, wo sie sich mit der Ausbildung von Thursday5 herumschlagen muss.

Aber das ist noch nicht alles: Thursday versucht bei fallenden Leserzahlen den Klassiker "Stolz und Vorurteil" vor der Umschreibung in ein völlig anderes Buch zu retten. Nebenbei mischt sie sich in das Käseschmuggelmilleu um für ihre Tarnfirma Acme Carpets am Laufen zu halten. Alles wäre jedoch umsonst wenn Thursday das Ende der Zeit ' und damit der ganzen Geschichte ' nicht aufhalten könnte'

Jasper Ffordes Fantasie kennt keine Grenzen. Auch im fünften Band der satirischen Fantasy-Reihe wird man in ein rasantes Abenteuer mit ungewissem Ende geschickt. Gekonnt verwebt Fforde die einzelenen Fäden zwischen Realität und Fiktion! Der Handlungsablauf ist wie in den vorgängigen Bänden der Thursday Next-Reihe unvorhersebar und mit viel Fantasie versehen.

An manchen Stellen wird das Buch für eingefleischte Fans etwas langatmig und langweilig, da Fforde viele bekannte Begebenheiten der vorherigen Bände auffrischt. Meiner Meinung nach tut das dem ganzen aber nur einen geringen Abbruch da "Irgendwo ganz anders" mit vielen neuen Kuriositäten besticht.

Mein Fazit:

Jasper Fforde spickt das fünfte Abenteuer der Thursday Next mit irrwitzigen Ideen und seinem unvergleichbarem Sinn für Humor!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Irgendwo ganz anders" ist der inzwischen fünfte Band der Thursday-Next-Reihe und macht einen Zeitsprung von knapp 15 Jahren. Nur scheinbar hat die ehemalige Literaturagentin ein beschauliches Leben eingeschlagen - in Wirklichkeit geht sie gleich mehreren undurchsichtigen Tätigkeiten nach, unter anderem als Käseschmugglerin und als einziges Mitglied von Jurisfiktion, das aus der Außenwelt stammt. Jasper Fforde nimmt in diesem fünften Teil der äußerst cleveren und erfolgreichen Reihe das Tempo erstmal gehörig raus und nutzt die ersten 130 Seiten, um nochmal zu erläutern, was man eigentlich schon weiß: Der Brunnen der Manuskripte wird ebenso erklärt die große TextZentrale, der GattungsRat, das Buchspringen, die Goliath Corporation und die ChronoGarde. Dieser Teil des Buches zieht sich ein bisschen, denn man kann davon ausgehen, dass der fünfte Band von denjenigen gelesen wird, die auch die anderen vier Teile kennen, als erste Lektüre macht dieses Buch nämlich überhaupt keinen Sinn. Vielleicht dachte sich der Autor, dass er die lange Pause zum vorherigen Band mit einigen Erklärungen überbrücken muss; viel Neues geschieht jedenfalls in den ersten Kapiteln nicht. Zum Glück besinnt sich Fforde nach dem etwas zähen Einstieg auf das, was er am besten kann: unglaublich fantasievoll schreiben und am Ende alle losen Ende so genial zusammenführen, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Jasper Ffordes Romane dürften zum Kreativsten und Intelligentesten gehören, was man zurzeit in diesem Genre lesen kann. "Irgendwo ganz anders" macht da keine Ausnahme - mühelos nimmt Fforde die aktuelle Entwicklung der zunehmend verdummenden Fernsehkultur aufs Korn, parodiert die Politik, nimmt haufenweise Bezug auf klassische englische Literatur, zitiert aus allen Genres und ist nebenbei so abgedreht-albern und gleichzeitig so pointiert-witzig, dass man den Rest des Buches im Handumdrehen verschlingt. Vor allem ein Kunstgriff in einem der letzten Kapitel, in dem plötzlich die Erzählperspektive geändert wird, ist eine außergewöhnliche Idee. Das Ende des Romans ist ein ausgesprochen böser Cliffhanger, weckt aber die berechtigte Hoffnung, dass Thursday Next auch in Band sechs wieder einen großartigen Auftritt haben wird.

Fazit: Für Fans der Thursday Next-Romane ist auch dieser Teil der genialen Serie ein unbedingtes Muss! Am Anfang hätte man einiges, das redundant ist, ruhig kürzer fassen können - als Einstieg in die Reihe bietet sich dieses Buch ohnehin nicht an. Schade, dass Ffordes Einfallsreichtum in Deutschland bisher nur begrenzt seine Anhänger findet; die Bücher erscheinen jeweils nur als Taschenbuchausgabe und mit sehr langen Verzögerungen auf Deutsch. Es bleibt zu hoffen, dass irgendwann auch die nicht weniger geniale "Nursery Crime Division"-Serie ihren Weg in die deutschen Buchläden finden wird.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Endlich ist es da, das neue Thursday Next - Abenteuer "Irgendwo ganz anders". Vier Thursday Next - Romane sind mittlerweile erschienen. Alle handeln von der Welt der Bücher und zitieren dabei reichlich Stoff aus allen erdenklichen alten und neuen Klassikern. Und auch in ihrem fünften Band muss Thursday ihre geliebte Bücherwelt wieder gegen hinterlistige Industrielle, fiese Verbrecher, umgeschriebene Bücher und vor allem gegen das große Dilemma verteidigen. Aber das macht sie nicht alleine, denn viele alte Bekannte tauchen in "Irgendwo ganz anders" wieder auf - nicht nur Landon, Spike und Mr. Bradshaw sind wieder mit von der Partie, auch Thurday gibt es nun gleich dreimal.

Jasper Fforde beweist hier wieder einmal seinen riesigen Einfallsreichtum und seinen gewandten Wortwitz. Und auch wenn er oft auf Altbewährtes zurückgreift, ist auch der fünfte Band mit unserer Heldin Thursday Next wieder ein amüsantes und fantasiereiches Abenteuer aus der Welt der Bücher. Perfekt für Bücherfresser.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2012
Jasper Fforde bricht mal wieder mit allen Regeln des Genres. War Thursday Next auch früher nicht gerade eine knackige Sex-Bombe, ist sie nun eine Mutter Ende vierzig mit drei (oder doch zwei? - oder doch vier?) Kindern. So etwas als Science-Fiction-Heldin! Wie um uns darauf zu stoßen, stellt er ihr auch noch ein Alter Ego gegenüber, das wie eine Karikatur von Lara Croft durchs Buch stürmt und ihr das Leben schwer macht. Aber, wie Jasper Fforde selbst sagt: Der Leser ist alles. Es kommt darauf an, was er daraus macht.
Und der Leser kann sehr glücklich sein über dieses Buch und seinen Einfaltsreichtum. Es stimmt, am Anfang gibt es einige Wiederholungen, die vielleicht für eingefleischte Kenner nicht nötig gewesen wären. Aber was sich anfangs als Wirr-Warr von vielen Geschichten ausnimmt, fügt sich doch am Ende zu einem großen Ganzen zusammen, virtuos konstruiert.
Und ja, es gibt einen Cliffhanger am Ende. Oder ist es gar der berühmte Cliff Hanger persönlich? Lassen wir uns doch überraschen unsd lesen einfach das nexte Buch...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2010
Ich hatte das Gefühl es gibt ein Stillstand.

Es ist schwierig zu sagen was in diesem Buch eigentlich passiert ist. Eigentlich war es nur ein hin und her Geplänkel zwischen realer häuslicher, der SpecOps- und der Buchwelt. Es gab keine neuen wirklich unterhaltsame Charaktere und die alten wurden alle nur mal so mit in die Handlung geworfen. Die Bennets, auf die ich mich als stolz und Vorurteil fan schon gefreut hatte wurden sehr stereotyp dargestellt, sodass auch das mich enttäuscht hat. Da ist doch das Agressionsbewältigungsprogramm für die Figuren aus Sturmhöhe um längen einfallsreicher als eine reality-show für Lizzy und co.

Alles in alles glaube ich der schwächste Band. Ich hoffe da kommt beim nächsten mal wieder mehr. Eigentlich hat es Fforde ja drauf, was man an den letzten Bänden sieht, aber hier hat er sich wie ich finde einfach nicht richtig Mühe gegeben. Trotzdem war es schön allen mal wieder zu begegnen, darum auch 3 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 9. April 2010
Was mir an dieser Reihe von Anfang an gut gefallen hat, war die Wertigkeit des Buches und des Lesens in diesem Paralelluniversum.
Und damit wird dem geschätzten Leser von Anfang an geschmeichelt (warum nicht!), daß er ein Buch in die Hand nimmt, der nur ein Leser kommt überhaupt erst in diesen Genuß.

Jasper Fforde hält sein Niveau, dieses Buch macht einen reiferen Eindruck als die 4 Bände zuvor, wobei ich Nummer 3 und 4 schon ein wenig schwächer empfand, auf hohem Niveau.
Die Pause hat dem Autor, zumindest mein Eindruck, gut getan, oder ist es auch nur Sentimentalität, für mich steht dieses Buch neben dem "Fall Jane Eyre" an höchster Stelle.

Ein in sich geschlossenes Universum, ein Paralellwelt, zu konstruieren, die so schlüssig beschrieben wird, ist nicht nur eine Menge Arbeit, sondern in dieser Buchreihe ein hoher Lesespaß für Leser.

Womit ich am Schluß und zugleich auch wieder am Anfang angelant wäre.

Empfehlung!!
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am 4. September 2013
14 Jahre sind seit Thursday Nexts letztem Abenteuer vergangen. Auch wenn sie seitdem ein bescheidenes Familienleben führt, wurden ihre Abenteuer doch in vier Büchern festgehalten. Die ersten drei mit einer taffen Actionheldin in Latexanzug, ähnlich Celine aus Underworld und der vierte mit einer Öko-Thursday, die alle Klischees eines Hippies in sich vereint. Keines der beiden Abbilder scheint die richtige Thursday Next wiederzugeben, doch das hindert die beiden nicht daran, in der Buchwelt zu existieren und dem Original dadurch auf die Nerven zu gehen.
Denn auch wenn sie sich angeblich zur Ruhe gesetzt hat, kann Thursday es dennoch nicht lassen, immer noch für Jurisfiktion zu arbeiten, sowie für die aufgelösten SpecOps, die ihre Aktionen jetzt mit einem Teppichgeschäft tarnen müssen. Und neben den Problemen in der realen Welt, wie pubertierende Kinder und alte Feinde, droht auch noch der Rückgang der Leserzahlen drastische Veränderungen in der Buchwelt heraufzubeschwören, die den Inhalt von Büchern dem Realityfernsehen anpassen sollen.
Als wäre das nicht genug, gibt es ein durchaus größeres globales Problem: Auch wenn die ChronoGarde Zeitreisen schon seit Ewigkeiten benutzt wurden, sind diese immer noch nicht erfunden und langsam nähert sich die Zeit dem Punkt, an dem es passieren muss, ansonsten wird das Zeitreisen sofort gestoppt.

Der englische Titel „First among Sequels“ (dt. Erste unter Fortsetzungen) fasst sehr gut zusammen, was in dem Buch eigentlich vor sich geht: Der fünfte Teil der Thursday-Next-Reihe IRGENDWO GANZ ANDERS von Jasper Fford ist der Auftakt einer zweiten Staffel, die alles vereint, was die Vorgänger so unterhaltsam gemacht hat und es in die Neuzeit versetzt. So spielt nun das immer mehr die Bücher verdrängende Fernsehen eine große Rolle und die junge Heldin Thursday Next ist zur Legende geworden, sowie alt. Dennoch hat sie sich innerlich dadurch natürlich nicht verändert und so sprüht auch dieser Teil wieder vor Ideenreichtum, Witz und Spannung. Die Buchwelt ist an Ideen immer noch nicht ausgeschöpft und man schmunzelt gerne bei Anspielungen auf Altbekanntes.

Das Buch ist eine etwas andere Art von Krimi, kein reines Science Fiction und ein kleines bisschen Thriller: kurz gesagt eine Achterbahnfahrt durch die unterschiedlichsten Genres, die dadurch bis zum Schluss unterhält. Wer die ersten vier Bände noch nicht kennt, kann zwar auch direkt mit dem fünften beginnen, da dieser einen ganz neuen Auftakt bietet und sich deutlich von den Vorgänger abhebt. Dennoch sollte man sich die ersten Bände ebenso wenig entgehen lassen. Im Englischen sind zur Zeit sieben Bände erschienen. Der achte und vermutlich letzte Teil der zweiten Staffel ist angekündigt.

Daniela
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am 2. November 2012
Thursday Next ist eine Lügnerin! Seit 12 Jahren verheimlicht sie ihrem Mann, dass sie immer noch für SpecOps und Jurisfiktion arbeitet. Der denkt, sie würde hauptberuflich Teppiche verlegen. Und von den Käseschmuggel-Geschäften sollte Thursday ihm besser auch nichts erzählen. Neben diesen und den anderen alltäglichen Problemen als Agentin, Mutter und Ehefrau muss sie mal wieder das Ende der Welt bzw. der Zeit verhindern. Die Chrono-Garde hat sich des Zeitreisens bedient, obwohl dies noch gar nicht erfunden ist und nun steht sie vor dem Problem, dass es auch in den möglichen Zukünften nicht mehr geschehen könnte, was zu einem unlösbaren Paradox führen würde. Thursdays Sohn Friday soll die Rettung sein, aber der will offenbar überhaupt nichts von der Chrono-Garde wissen. Während sie nun versucht einem müffeligen Teenager das Zeit-Geschäft schmackhaft zu machen, muss sie nebenher auch noch ihre Buchwelt Alter-Egos Thursday 1-4 und Thursday 5 zu Jurisfiktions Agentinnen auszubilden, was noch schwieriger zu sein scheint als die Sache mit Friday. Und dann entpuppt sich eine der beiden auch noch als gefährliche Gegnerin für unsere Heldin...

Mir hat dieser Band zunächst nicht mehr ganz so gut gefallen wie die ersten vier der Reihe. Den Zeitsprung fand ich unnötig und auch, dass sich die Welt so offensichtlich an unsere angepasst hatte, hat mir nicht so gut gefallen. Als sich das Ganze jedoch auflöste und eine Erklärung dafür präsentiert wurde, fand ich meine alte Begeisterung doch wieder. Gut gefallen hat mir auch, dass wieder ein größerer Teil der Handlung in der Buchwelt spielte, hier hat Fforde meiner Meinung nach einfach die herrlichsten Ideen.
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