Erst war ich skeptisch, ob ich mir Mila Lippkes neuen Roman wirklich kaufen soll, da das Thema ja doch ziemlich traurig ist. Aber ich bin froh, dass ich mich nicht davon abschrecken ließ. Ich habe "Irgendwie mein Leben" an einem Wochenende durchgelesen, so hat mich die Geschichte von Mara in den Bann gezogen. Die (fast)dreißigjährige Mara scheint alles zu haben, Mann, Haus und bald auch ein Kind. Aber dann erfährt sie bei einer Ultraschalluntersuchung dass ihr Kind, auf das sie sich so gefreut hat, tot ist.
Maras Welt liegt in Scherben. All ihre Gedanken kreisen von morgens an darum, warum ausgerechnet ihr Baby gestorben ist, während das ihrer besten Freundin gesund geboren wird. Auch die Beziehung zu ihrem Mann Klaus wird extrem belastet, da beide so unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen.
Ich werde nicht verraten, ob es für Mara ein Happy End gibt, aber sie wird definitv ein Licht am Ende des Tunnels sehen.
Ich finde, Mila Lippke hat viel Mut bewiesen, sich mit diesem Them auseinanderzusetzen und es ist ihr mehr als gelungen, daraus eine ergreifende und mitreißende Geschichte zu machen, über eine Frau, die zunächst verzweifelt, die dann aber aufsteht und kämpft. Wie im Leben ist schließlich nicht alles nur schwarz oder weiß, auch in Maras Trauer gibt es Lichtblicke und überraschend witzige Momente, wie zum Beispiel die Situationen mit dem hässlichen, kleinen Hund Gilbert, den Mara von ihrer Schwester geschenkt bekommt.
Insgesamt ein durch und durch empfehlenswerter Roman.