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Irgendwie alles Sex
 
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Irgendwie alles Sex [Taschenbuch]

Matthias Altenburg
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 285 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1. Auflage (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462031007
  • ISBN-13: 978-3462031003
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 372.868 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Machen wir Matthias Altenburg die Freude und nennen ihn so, wie er im Klappentext seiner Kolumnen- und Essaysammlung genannt zu werden fürchtete: einen "liebenswerten Pfiffikus" oder einen "virtuosen Sprachvirtuosen von Tucholskys Gnaden". Legen wir an sein Schreiben seine eigenen Maßstäbe an und reihen uns ein in "Kampf den Flaneuren", "Deutschlands jungen, lahmen Dichtern", die sich wieder an jene "dirty places begeben müssten, wo Bisse und Küsse so schwer zu unterscheiden sind und wo nicht schon alles durch einen ästhetischen Kodex gezähmt ist". Die Sammlung seiner Veröffentlichungen im Spiegel, der Zeit, SZ und Woche der letzten Jahre ist nun unter dem Titel Irgendwie alles Sex erschienen und Altenburg sucht darin mit der lakonischen Nonchalance des Flaneurs und der bärbeißigen Erbitterung des Kulturpessimisten die "dirty places" des deutschen Gesellschafts- und Kulturbetriebes auf.

Weit entfernt von der sarkastisch-gelangweilten Buchstabenartistik hoch gehandelter popliterarischer Leichtgewichte nimmt Altenburg seine präzis gesetzten Obduktionen vor, geißelt Maxim Billers "Deppen-Ästhetik" und Günther Grass "breitärschigen Realismus", quält sich durch die Dezemberhefte einschlägiger Lifestyle-Magazine und kommt zu dem Schluss, dass man am liebsten nie mehr ficken würde in einer Welt, die so voll von Ficken ist. Doch bisweilen hält er in seinem Furor inne und nimmt sich eine Auszeit in den literarischen Landschaften eines Proust oder Flaubert -- Hommage-Miniaturen von großer Subtilität und Schönheit. Man fühlt sich fast an Neuhaus, den Protagonisten des letzten Altenburg-Romans Landschaft mit Wölfen, erinnert, der am Fenster sitzt und die Menschen gegenüber beobachtet. So sieht man auch Altenburg sitzen, vor sich ein Panorama hohler Geschwätzigkeit, wie er dann angewidert aufsteht, die Vorhänge zuzieht, zu seinem Bücherregal geht und sich in die Arme der alten europäischen Meister begibt.

"Möchten Sie noch etwas sagen?", fragt ihn der Gesprächspartner im Eingangsinterview des Readers. -- "Nein." -- "Soll dies das letzte Wort sein: Ekel?." -- Und Altenburg darauf: "Ja, warum nicht? Ekel!" --Mark Stöhr

Pressestimmen

"Altenburgs polemische, satirische Energie ist gewaltig." (Ulrich Greiner, Die Zeit)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mogelpackung 10. März 2002
Kennen Sie sich aus mit dem französischen Literaturkanon des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts? Sind Ihnen die Grundzüge von Ernst Jüngers Philosophie bekannt? Wissen Sie auf Anhieb, was ein Pleonasmus ist? Dann könnte Ihnen dieses Buch mit den gesammelten Kolumnen Altenburgs gefallen. Der Autor hat nämlich durchaus eine Menge klug-polemisches zu sagen über zu Unrecht vergessene Schriftsteller und den Gegensatz von Lesen und Leben, hat aber leider zugelassen, dass Kiwi seine Texte unter einem Titel und mit einem Cover verkauft, dass dieses Buch eher in die Nähe leichter Kost à la Florian Illies rückt. Wer flockig-leichte Betrachtungen zu Zeitgeistigem erwartet, wird enttäuscht, denn am schwächsten ist das Buch, wo es offene Türen einrennt und nicht-satirefähige Themen wie Pornomagazine zur Satire macht (und das tut es übrigens auch nur genau ein Kapitel, ungefähr 30 Seiten lang). Wer aber mindestens einen akademischen Grad hat, bei dem Wort "Recherche" an Marcel Proust statt an den netten Journalisten von nebenan denkt und sich in der Pose des An-der-Welt-Leidenden gefällt, der dürfte eine Menge Spaß mit diesem Buch haben.
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