Kurzbeschreibung
Schon vor dem Irakkrieg ist die Weltöffentlichkeit auf die Demokratisierung des Nahen und Mittleren Ostens aufmerksam geworden. Nach der Besetzung des Irak durch amerikanische und britische Truppen und dem Sturz eines der brutalsten Regimes unserer Zeit steht nun ernsthaft die Frage nach der Art und Weise der Demokratisierung in der Region im Vordergrund. Iran als bevölkerungsreichstes Land und zugleich als Geburtsort der ersten islamischen Republik spielt dabei eine herausragende Rolle. Immer wieder haben die Menschen hier gezeigt, dass sie eine freiheitliche Gesellschaftsordnung anstreben. Diesen Willen haben sie in der Geschichte ihres Landes in den vergangenen 100 Jahren zum Ausdruck gebracht - durch die Reformbewegung, deren Erfolg ihnen kurzzeitig eine parlamentarische Demokratie bescherte, durch die Revolution gegen eine Diktatur und in neuer Zeit durch eine für die Region beispielhafte Bereitschaft zur Akzeptanz demokratischer Spielregeln wie zum Aufbau einer Zivilgesellschaft. Aus ihrem Kampf für Freiheit und ein menschenwürdiges Leben hat heute die Mehrheit der Oppositionellen (auch die meisten der Islamisten) ihren Lehren gezogen. In dem Essay unternehmen M. und S. Allafi den Versuch, die Reife Irans für den Aufbau einer beispielhaften Demokratie in der Region zu beleuchten.
Der Verlag über das Buch
Schon vor dem Irakkrieg ist die Weltöffentlichkeit auf die Demokratisierung des Nahen und Mittleren Ostens aufmerksam geworden. Nach der Besetzung des Irak durch amerikanische und britische Truppen und dem Sturz eines der brutalsten Regimes unserer Zeit steht nun ernsthaft die Frage nach der Art und Weise der Demokratisierung in der Region im Vordergrund. Iran als bevölkerungsreichstes Land und zugleich als Geburtsort der ersten islamischen Republik spielt dabei eine herausragende Rolle. Immer wieder haben die Menschen hier gezeigt, dass sie eine freiheitliche Gesellschaftsordnung anstreben. Diesen Willen haben sie in der Geschichte ihres Landes in den vergangenen hundert Jahren zum Ausdruck gebracht - durch die Reformbewegung, deren Erfolg ihnen kurzzeitig eine parlamentarische Demokratie bescherte, durch die Revolution gegen eine Diktatur und in neuerer Zeit durch eine für die Region beispielhafte Bereitschaft zur Akzeptanz demokratischer Spielregeln wie zum Aufbau einer Zivilgesellschaft. Aus ihrem Kampf für Freiheit und einmenschenwürdiges Leben hat heute die Mehrheit der Oppositionellen (und auch die meisten der Islamisten ihre Lehren gezogen. In ihrem Essay unternehmen M. und S. Allafi den Versuch, die Reife Irans für den Aufbau einer beispielhaften Demokratie in der Region zu beleuchten. Obwohl die Regierung sich nach außen als Hüter eines fundamentalistischen Gottesstaates präsentiert, sind die Menschen in Iran mittlerweile nicht nur ein hohes Bildungsniveau und einen modernen Lebensstandard gewöhnt, sondern sie sind auch routiniert in der Anwendung der parlamentarischen Demokratie und in der Entwicklung einer produktiven Streitkultur erfahren. Dazu hat auch der Kampf für die Frauenrechte beigetragen. Darüber hinaus ist der Einfluss des Landes auf die Nachbarstaaten Irak, Afghanistan, Türkei und Pakistan wie auch die neuen Republiken Zentralasiens nicht zu unterschätzen.