Wie Herr Wiegand kann ich auch nur jeden ermutigen, in den Iran zu reisen!!! Ich war im Sommer 2011 für 2,5 Wochen als Rucksacktourist dort.
Und der Lonely Planet hat mich wirlich gut unterstützt, obwohl ich ihn Esfahan im Taxi zum Hostel hab' liegen lassen. Doch der Taxifahrer kam nach 10 Minuten zurück und überreichte ihn mir. War ich froh, dass die Iraner so freundlich sind. Ob mir das in Berlin passiert wäre, wage ich zu bezweifeln...
Die Preise haben sich, die Erfahrung habe ich gemacht, nur teilweise geändert. Das kommt bestimmt darauf an, wo man übernachtet und wie man reist (außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass die Autoren besser Konditionen bekommen haben).
Ich habe nur in Hostels übernachtet (Student) und habe maximal 100'000 Rials ("damals" ca 7,50¤) pro Nacht bezahlt. Die Fahrt zum Imam Khomeini-Aiport habe ich auch für 100'000IRR bekommen. Ansonsten kann ich noch sagen, dass ich für die Fahrt ans Kaspische Meer (Teheran-Sari) nur 17'000 Rials (weniger als 1,50¤). Auch Busfahrten (von Stadt zu Stadt; innerhalb von Städten so 7Cent pro Fahrt/1000Rials) waren nicht teuer. Nur die - doch sehr nervigen - Taxifahrer zocken einen als Touristen wirklich ab...außer man kennt einen Iraner, der den Preis für einen herunterregelt ;)
Ich habe in den 2,5 Wochen ca. 250¤ ausgegeben ohne geizig zu sein - man hat schließlich Urlaub - hatte aber natürlich mehr Geld mit.
Die empfohlenen Hostels haben sich wirklich als überwiegend gut herausgestellt. Besonders hervorheben möchte ich das Amir Kabir in Esfahan und das Silkroad in Yazd.
Auch die beiden Altstadttouren in den genannten Städten - überschrieben mit "Get lost in.. ", was leider auch zutraft, denn ich habe mich oft verlaufen - waren unabhängig davon eine wahre Bereicherung.
Negativbeispiel war leider Shiraz, wo ich leider abends noch auf der Suche war. Aber dort - wie auch in jeder anderen Stadt - hätte man problemlos im Freien in einem Park übernachten können.
Sonst habe ich mich in den Städten nicht verlaufen. Mit falschen Straßennamen hatte ich keine Probleme.
Was ich als sparsamer Student auch hilfreich fand, waren die Hinweise, wie man zu außerhalb von Städten liegenden Sehenswürdigkeiten mit so wenig Taxifahrten (wieso, siehe oben) wie möglich kommt. Das war vor allem für Persepolis (Shiraz) praktisch oder auch für die Fahrt zum Teheraner Flughafen.
Leider scheint das Buch mit dem Klima nicht zurecht zu kommen. Es fällt nach den nur 2,5 Wochen fast auseinander. Vielleicht hat ihm die Luftfeuchtigkeit des Persischen Golfs nicht gut getan...
Ansonsten habe ich den Lonely Planet - außer was das Sprachliche anging - dem Iran-Führer aus dem Trescher Verlag vorgezogen, da viel mehr Auswahl bei Übernachtungsmöglichkeiten angegeben waren und er für meine Bedürfnisse einfach besser erfüllt hat.