Um was es in Goehtes Schauspiel "Iphigene auf Tauris" konrekt geht, muss ich, so denke ich, nicht erwähnen, da es meine Vorrezensenten schon ausführlich erklärt haben. Nur so viel: das Werk an sich platzt gerade zu vor lauter Harmonie und Humanität. Die Menschen waren bestrebt sich in Zeiten der Aufklärung nicht mehr unterdrücken zu lassen, beispielsweise von absolutistischen Herrschern, und so ist die Vereinigung von Pflicht und Neigung ohne jedwedes Menschenopfer zu fordern eine natürliche Sache später in Zeiten der Klassik gewesen. Der Protagonist entwickelt lieber menschliche Gefühle und empfindet stark mit, dies zeigt sich vor allem dadurch, dass der Dichter das innere Leben und die Vorgänge der Figuren wiedergibt, damit der Leser sich in die Figurn hineinversetzen und Empathie empfinden kann. Goethe hat dieses Schauspiel nieder geschrieben und sich an eine antike griechische Tragödie als Vorlage genommen um den Stoff zu bearbeiten. Jedoch hat er im Gegensatz zur antiken Tragödie - bei der man weiß, dass dem Helden am Schluss etwas Schlimmes zustoßen wird - ein Schauspiel daraus gemacht, das die Hauptfigur zum Schluss in einen zufriedenstellenden Kompromiss von dannen schreiten lässt.
Für mich war dieses Werk eine Pflichtlektüre aus schulischer Sicht. Ich mag Goethes "Die Leiden des jungen Werther" und vor allem liebe ich Goethes Kollegen und Freund: Friedrich Schiller. "Iphigenie auf Tauris" hat mir persönlich nicht so viel Spaß und Freude beim Lesen bereitet wie zum Beispiel Schillers "Kabale und Liebe", was nicht heißen soll, dass Goethe einen Fauxpas begangen hat als er dieses Werk verfasste. Ich mag es einfach nicht, da es etwas staubig und veraltet rüberkommt im Gegensatz zu Schillers Werken zum Teil. Dennoch empfehlenswert für Menschen, die Anspruch auf Primärliteratur legen.
Dieser Text wurde von einer 17-jährigen verfasst.