Beim ersten Album hatten Slipknot noch eine, wenn man so will, 'verrückte' Seite, die ist irgendwo verloren gegangen, jetzt sind sie nur noch aggressiv. Was mich nach langem Besitz dieser CD nach wie vor nicht wirklich stört. Die Produktion ist klanglich hervorragend, das Arrangement der Tracks sehr ähnlich der 'Slipknot' und das Equipment der Band hörbar teurer (=besser). Wenn man beide Alben nacheinander hört merkt man, das auf Iowa die Songstrukturen einfacher sind, etwas das die Alte anno dazumal doch von anderen Metal-Platten abhob. Iowa ist 'simpler', aber im besten Sinne, es gibt keine überflüssigen Samples, Passagen oder was auch immer, Iowa ist eingängig, 'reif'. Was Slipknot nach wie vor auszeichnet ist, dass die Band ihre Instrumente beherrscht; wirklich böse Gitarrenfronten, 3 böse Buben an Schlagzeug und Custom Percussions und Paul Gray ist für mich der beste Metalbassist überhaupt. Sänger Corey hat Ausdruck, das wird beim Hineinhören Vielen wohl nicht nachvollziehbar erscheinen, doch wer sich ein wenig öffnet oder Slipknot live erlebt, wird merken, was dahintersteckt, der Mann ist gut. Auch sind die Texte welche, die man nicht 'einfach so' schreibt; sie bieten Identifikationsmöglichkeit für jeden der hier und da schicksalsbedingt etwas einstecken durfte, was im Normalfall dem Menschen glücklicherweise erspart bleibt. Irgendwo vergöttere ich diese Band, Slipknot sind realer als alles Dagewesene. Ich dachte bei dessen erscheinen, dass das erste Album einzigartig sei und bleibe, nicht wiederholbar, doch weit gefehlt.