Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Ich-Erzählerin schildert den Telefonterror, mit dem sie ihre Ex-Affäre überzieht, da es ihr trotz aller Abneigung gegen Homosexualität unmöglich ist, mit ihr Schluss zu machen. Die Geliebte selbst (eine ruhige, zehn Jahre ältere Ärztin) bleibt dabei blass und kann die wütende Hassliebe, die sie in der Erzählerin auslöst, nicht erklären; sie ist nur eine Projektionsfläche. Was für ein Problem also hat die Erzählerin, warum kämpft sie mit der Auffassung, der Mann sei "besser als die Frau (als Liebhaber), der Weiße besser als der Schwarze, der Mediziner besser als der Arbeiter"? Wobei sie sich ihres Wahnsinns voll bewusst ist.
Ohne Christine Angots literarische Meisterleistung reduzieren zu wollen (und zu können), beginnt man in den folgenden beiden Kapiteln unweigerlich nach Erklärungen zu suchen: Mit vierzehn traf sie erstmals ihren Vater, einen angesehenen Linguistikprofessor, und wurde von ihm in den folgenden Jahren wiederholt missbraucht. Wie ihr Vater die Weiblichkeit seiner Tochter verachtete, wird die Tochter nun ihrerseits Underdogs hassen. In der Nähe einer lesbischen Beziehung bricht die Erinnerung an den Inzest -- der ihr jede Sexualität, in der sie sich nicht leicht distanzieren kann, unmöglich macht -- wieder auf. Beim Schreiben wird Christine Angot nie erneut zum Opfer, sondern führt den Stift ohne Rücksicht auf Verluste, tragikomisch, fast burlesk. --Stephanie Sellier
Audiobook-Rezensionen
Als einschneidendes, krankmachendes Erlebnis wird zu Beginn die lesbische Episode mit einer 10 Jahre älteren Ärztin geschildert. Homosexualität bekommt in diesen hysterischen, gehetzten Sätzen einen seltsam kranken Beigeschmack. Kein Funken von Erotik ist hier zu spüren oder zu erahnen. Vergleiche mit Alkoholabhängigkeit, mit Leid, Sucht, Verurteilung und Hörigkeit irritieren. Noch mehr fühlt man sich konsterniert, als auf die drei Monate dauernde Homosexualität der Wahnsinn und die Paranoia folgen. Doch das alles war sozusagen nur das Vorspiel: Hinter allem wütet die traumatische Verführung des 14-jährigen Mädchens durch den Vater, den sie jetzt erst kennen gelernt hatte. Die homosexuelle Erfahrung diente im Grunde als Befreiungsversuch von ihrem Vater. Hier wie dort fühlte sie sich als Hund, der seinen Herren sucht. Die Autorin bemerkt mehrmals, dass allein das Schreiben sie vor dem Wahnsinn bewahrt habe!
Das Hörspiel arbeitet vor allem die Zerrissenheit und Erniedrigung im Monolog der Ich-Erzählerin heraus. Es ist ohne Zweifel das Verdienst der Schauspielerin Sophie Rois (sie ist im Ensemble der Berliner Volksbühne) die literarische Vorlage aufgewertet zu haben. Ihre raue und heisere Stimme scheint wie gemacht für die hektischen Selbstgespräche. Virtuos wechselt sie Sprechhaltungen, manchmal meint man das Verrücktsein schon zu hören; sie macht die Sprachlosigkeit der Figur mit atemlos vorgetragenen Staccato-Sätzen hörbar. Hörspiel, Spieldauer: ca. 55 Minuten, 1 CD. Mit Booklet. Eine Produktion des WDR.
-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Neue Zürcher Zeitung
Neue Studien zur Intersexualität aus Frankreich
Von Thomas Laux
Im Grunde ist man das aus Frankreich gewohnt: In welchem anderen Land werden traditionelle Tabuthemen wie Sex, Pornographie und Obszönität schon so massiv über die Literatur zur Sprache gebracht? Neuerdings ergreifen vermehrt Frauen das Wort.
Die Klassiker beiseite lassend, könnte man rasch ein paar Namen aus der jüngeren Skandalgeschichte der erotischen Literatur zitieren Guyotat, Matzneff, Guibert, Collard, Calaferte etwa , um noch einmal an die geradezu niedliche Aufgeregtheit zu erinnern, die sich hernach auf ein paar Debatten im Fernsehen und in den Feuilletons erstreckte. Peanuts, verglichen mit dem, was uns derzeit aus Paris erreicht. Vergessen sind Michel Houellebecqs spätexistenzialistische Abgesänge, jetzt melden sich auffallend viele Frauen zu Wort, die mit neuer Offenheit uralte Tabus in Angriff nehmen: Angot, Breillat, Despentes, Millet so heissen die scharfen Spitzen aus einer Phalanx selbstbewusster Autorinnen. Seit einigen Monaten, und mittlerweile weit über Frankreich hinaus, sorgen sie für Diskussion und damit für den guten Verkauf ihrer Bücher. Sie verstören durch ihre Art, alte Verbote zu überschreiten und bislang ausgegrenzte Themen zur weiblichen Sexualität radikal und unverblümt anzugehen. Der ganze Bereich von Sex und Pornographie wird nun munter aufgemischt und moralisch dekonstruiert; geradezu hemmungslos berichten sie, worüber andere sonst nie zu sprechen wagten.
Zum Beispiel Catherine Millet. Für die schonungslose Offenlegung ihrer Intimsphäre bekommt sie Beifall gar von intellektueller Seite (Philippe Sollers und Josyane Savigneau, Literaturkritikerin von «Le Monde», äusserten sich begeistert), dabei sind aufgeklärt-feministische Töne dieser Frau vollkommen fremd. Kritischere Stimmen, die die breit rezipierte Schockwirkung bereits auf kleine Flamme heruntergefahren haben möchten, sind noch zaghaft, werden aber deutlicher, scheinheilige Ablehnung ist ohnehin verbürgt: Die Supermarktkette Auchan nahm Millets Bestseller «La vie sexuelle de Catherine M.» aus den Regalen; dass direkt neben der Fleischtheke ein Buch zu kaufen war, welches die reine Fleischbeschau in Szene setzte, passte der Chefetage nicht in den Kram.
Catherine Millet hat es als Chefin der Zeitschrift «Art press» vornehmlich mit kunstwissenschaftlichen Themen zu tun. Insofern kommt die Aufregung um ein von ihr verfasstes Buch, das ihr dreissigjähriges Sexleben zum Thema hat, nicht von ungefähr. Ihr Bericht ist eine Art sexuelles Selbstporträt und hat mit Bekenntnisliteratur im Grunde nichts zu tun. Was aber auffällt, ist der seltsam neutrale, jederzeit unromantische und analytische Blick auf das Geschehen. Die von ihr hoch geschätzten Sexorgien («partouzes») kann Catherine M. im Detail beschreiben und dabei auch ihr Augenmerk auf gewisse (vormals intime) Einzelheiten legen zur Stimulation des Lesers sind sie vollkommen untauglich. Schon gar nicht erfährt man etwas über tiefere Gefühle, womöglich über unerforschte Facetten der Lust. Vielmehr herrscht hier die öde Dramaturgie des Immergleichen, mit den ewig austauschbaren Mechanismen der Penetration. Ihr Bericht wirkt in einer stupenden Art kalt, die Kopulationen verstören, paradox genug, gerade durch ihre auffallende Leidenschaftslosigkeit. Trotz wiederholt eingeklagter «fantasmes», die sie auf diesen Orgien oder in irgendwelchen Hinterkammern ausleben will, kommt allenfalls das Standardprogramm der sexuellen Ausschweifung zur Anwendung, nichts, das auch nur ansatzweise auf eine originelle, neuartige Beschreibung, gar auf eine erotische Auslotung des Sexus hinausliefe. Dass man sich bei den stereotypen Beschreibungen dieser «Intersexualität» sogar noch abgrundtief langweilen kann, sollte bei allem Eingeständnis von geschlechtsspezifischen Differenzen des Lesens nicht unerwähnt bleiben.
Catherine Breillats Bücher (und Filme) sind von anderem Kaliber. Sex ist zwar auch ihr Leib- und Magenthema, doch die heute 52-Jährige attackiert zudem, fast schon leicht militant vorgehend, die Pornoindustrie; sie bedient sich gleichsam ihrer Mittel, um sie zu denunzieren. Statt also die zugrunde liegenden Mechanismen nur voyeuristisch in Szene zu setzen, reflektiert und überschreitet sie sie. Ihr Film «Romance» (von 1999) verhandelt auch einen Moment sexueller Authentizität: Ist Sex wesentlich im Plot verankert, dann darf er auch gezeigt werden, er soll, wie sie in einem Interview sagte, «aus seinem Ghetto» befreit werden. Eine frühe Auseinandersetzung mit diesem Thema liegt nun erstmals in deutscher Übersetzung vor. Der Roman «Ein Mädchen» («Une vraie jeune fille»), bereits 1973 verfasst, 1976 von ihr verfilmt, gelangte unlängst zum ersten Mal in die französischen Kinos.
Beschrieben ist die aufkeimende Sexualität einer Pubertierenden, die ihre Gefühle und emotionalen Unsicherheiten zwischen Lust und Ekel zu sortieren sucht. Bei dieser «Education sexuelle» tauchen Bilder einer noch ungelenken Sexualität mit schockierender Wucht auf. Einziger Einwand: Ein transzendierender Erzählerblick unterwandert die postulierte Echtheit. «Gras, das so trocken war wie ausgedörrte Mösen» passt als Beobachtung nicht zur pubertierenden Alice, sondern ist eine Projektion der Erwachsenen (bzw. der Erzählerin). Dass der unter den Rock greifende Wind erste sensuelle Momente verschafft, lässt man gelten; dass Alice über den Tee räsoniert und lieber Sperma im Tee hätte als Milch, dass ihre «albern geformte Vagina» eitert, dass sie ihre Ausscheidungen insgesamt als abnorm und schmutzig erachtet, mag psychologisch tiefer ansetzen, wirkt gleichzeitig, in der oft halluzinatorisch vorgetragenen Form, einfach bemüht. Und dennoch ist, im Gegensatz zu Millet, Sexualität als etwas Sinnliches, Erstes oder Neues erfahrbar gezeigt womit endlich auch literarische Relevanz zur Geltung kommt.
Stärker als mit Virginie Despentes Buch «Baise-moi» (der Film zum Buch gelangte auf den französischen Index) könnte wiederum der Gegensatz zu Millet, aber auch zu Breillat, nicht markiert werden. Männer werden nach vollzogenem Koitus in furioser Weise umgebracht, doch ist diese männermordende Variante nicht gewissen «Spielformen» der Tierwelt abgeguckt. Es geht zumindest angeblich sogar um politische Dinge. Es vollziehe sich hier, wie die Autorin (Ex-Punkerin und Ex-Stripteasetänzerin) einmal kommentierte, auch die Rache für die Jahrhunderte der Unterdrückung der Frau. Gewalt und Pornographie erscheinen bei Despentes nur in geschlechtsspezifisch gespiegelter Form. Mit gleicher Münze wird heimgezahlt, und die sinnlosen Gewaltorgien sprengen zugleich alle weiteren literarischen Wertungsversuche.
Immerhin verzichtet ihr neuestes Buch, «Pauline und Claudine», weitgehend auf derartige reisserische Attitüden. Bei dieser Geschichte zweier Zwillingsschwestern, von denen die eine beim Tod der anderen deren Identität annimmt, fällt eine derbe, den jugendlichen Slang stilisierende Diktion auf. Sichtlich ist Despentes um Lokalkolorit und Authentizität bemüht; Szenen mit hartem Sex sind vergleichsweise selten. In seinen besten Passagen zeigt der Roman die eher psychologische Nacktheit und Verletzlichkeit der jugendlichen Protagonisten: womit mit dem Fallenlassen von Hüllen endlich auch mal nicht nur Striptease gemeint ist.
Christine Angot schliesslich beschreibt in ihrem Buch «Inzest» die dreimonatige Liebe der Erzählerin zu ihrer Ärztin. Sie deutet ihre Befindlichkeit als Liebeskrankheit, als eine Art temporäre sexuelle Verwirrung, womit sogleich klar ist, dass hier kein lesbisches Coming-out und keine grundsätzliche Überschreitung bürgerlicher Normen anvisiert ist, sondern im Gegenteil der Wunsch nach einer Heilung, die sich, überraschend genug, an den Richtlinien des «richtigen» (Sexual-)Verhaltens orientiert. Von Anfang an zeigt sich die Erzählerin emotional aufgewühlt, eine gewisse Hektik oder gar Hysterie lässt sich an den atemlos vorgetragenen Staccato-Sätzen und den heillosen Gedankensprüngen ablesen. Letztlich umkreist sie diskursiv ihre eigene Ausnahmesituation und konstatiert vor allem ihre «Perversion», ihre «Paranoia». Auch die Krankheit in der Liebe will geheilt sein ein beinahe romantisches Relikt , und so wird der komplizierte Versuch gezeigt, diese temporär-lesbische Beziehung zu beenden.
Hinzu kommt nun allerdings die (titelgebende) «Urkrise», der Inzest, die erst spät eingestandene Vergewaltigung durch den eigenen Vater, als die Erzählerin noch Kind war. In Angots Kommentaren zu dem Buch wird deutlich: Inzest und Homosexualität finden bei ihr einen gemeinsamen Nenner in ihrer Ausrichtung auf das Gleichartige. Diese Relevanz ist freilich rein subjektiv, auch wenn die Bezüge tiefenpsychologische Bedeutung haben mögen. Auch hier bleibt die Feststellung, dass dieser als «autofiction» verklausulierte Bericht keinen literarischen Höhenflug leistet. Angot will die totale Verstörung über diese «Heimsuchung» in all ihren Ausmassen neu durchdeklinieren und wählt die Literatur als Medium. Unter der Oberfläche von Verwundung und Vernarbung bleibt ein psychoanalytisch angereicherter Stoff sichtbar, schwer und irritierend.
Schliesslich aber zeigen all die verschiedenen Innenansichten eines: dass bei dieser neuen «Skandalwelle» vor allem die Erotik auf der Strecke geblieben und Exhibitionismus umso mehr angesagt ist. Literarisch fällt der Zugewinn sehr bescheiden aus, einzig Breillat macht dem Leser Lust auf mehr. Wenn die narzisstische Nabelschau dereinst vorbei ist, wird man sich wohl wieder einmal fragen: War da was?
Pressestimmen
"Ein Charakterzug, eine Kratzspur, eine Handschrift. Kurz das, was man vor nicht allzulanger Zeit eine ecriture nannte. Das ist selten, wissen Sie." (Le Figaro)
"Christine Angot bringt alles durcheinander, erlaubt sich alles, hält sich dabei aber immer strikt an die Grenzen der Literatur. Sie weiß wovon sie spricht, wenn sie zeigt, daß im Gegensatz zu dem, was im Leben geschieht, Verbote für den Schriftsteller nicht existieren oder nur da sind, um übertreten zu werden." (Liberation)
"Die Sätze der Schriftstellerin krümmen sich zusammen in dem Maße, wie sie ihr körperliches Unwohlsein zum Ausdruck bringt." (L'Express)
"Inzest rüttelt an vorgefaßten Ideen und an der Mor alität. Ist es Provokation? Die Autorin wehrt sich dagegen und die Worte machen ihr keine Angst. Ein weiblicher Louis-Ferdinand Celine?" (Officiel)
"Angot ist brutal und subversiv, eine Unerbittliche, die Erlösung in der Literatur findet. Unerträglich und faszinierend zugleich, versteht sie es, die Sätze zum Äußersten zu treiben. Immer anspuchsvoll, manchmal schmerzlich." (Virgin Megapresse)
"Ein Buch, so geschrieben, wie es sich liest: Außer Atem." (La Nouvelle Republique)
"Ein Kondensat von Literatur a la Angot: Der Rhythmus im Vordergrund, die Gefährdung des Ich, eine radikal zeitgenössische Auffassung vom Schreiben. Ganz sicher der Roman des Jahres." (Max)
Kurzbeschreibung
Erste deutsche Veröffentlichung der Autorin, die in ihrem Heimatland Frankreich genauso kontrovers diskutiert wird wie Michel Houellebecq.
Christine Angot schreibt nicht über Inzest. Ihr Roman ist kein Bekenntnis, keine Anklage, die auf Betroffenheit abzielt, vielmehr erzählt sie von einer Leidenschaft, die in den Wahnsinn treibt, gegen den die Protagonistin anschreibt. "Inzest" gehört in Frankreich nicht nur zu den erfolgreichsten, sondern auch meistdiskutierten Werken zeitgenössischer Literatur. Die Bandbreite der Reaktionen, die der Roman hervorgerufen hat, spricht von einem Wirkungsgrad der Sprache, wie er selten ist.
Die Erzählerin verliebt sich "kraft der Blicke" in eine zehn Jahre ältere Ärztin und stürzt sich drei Monate lang in das Abenteuer einer nicht zu erfüllenden Liebe.
Die drei Teile des Romans schildern die kampfartige Liebesgeschichte und den voraussehbaren Bruch mit der Geliebten, den selbstquälerischen Versuch seiner Verarbeitung und erst zum Schluß die inzestuösen Momente der Vorgeschichte der Protagonistin. Zusammen verdichten die Teile sich zu einer literarischen Spurensuche nach dem, was sich nicht erzählen läßt: den Gründen und Abgründen dieser unmöglichen Liebe.
All das findet Ausdruck in Angots atemloser, pulsierender Erzählweise, deren Rhythmus das Ringen nach Worten im Moment des Schreibens widerspiegelt. Faszinierend und eindringlich zugleich ist es die emotionale wie sprachliche Kraft, die den Roman so beeindruckend macht. Mit radikaler Offenheit, die auch vor ihrem direkten Umfeld keinen Halt macht, läßt die Autorin biographische Fakten mit ihrer Fiktion eins werden."In Angots Arbeit, dieser Kraft und Gewalt, steckt die Idee von Literatur als Mittel, allem Gemeinschaftlichen und allen Bindungen zu entfliehen, um sich in seiner Singularität zu denken und zu schreiben. Christine Angot steht erst am Beginn eines Werkes, aber sie hat auf radikale Weise ihre Stimme gefunden." (Le Monde)
"Ein Charakterzug, eine Kratzspur, eine Handschrift. Kurz das, was man vor nicht allzulanger Zeit eine ecriture nannte. Das ist selten, wissen Sie." (Le Figaro)
"Christine Angot bringt alles durcheinander, erlaubt sich alles, hält sich dabei aber immer strikt an die Grenzen der Literatur. Sie weiß wovon sie spricht, wenn sie zeigt, daß im Gegensatz zu dem, was im Leben geschieht, Verbote für den Schriftsteller nicht existieren oder nur da sind, um übertreten zu werden." (Liberation)
"Die Sätze der Schriftstellerin krümmen sich zusammen in dem Maße, wie sie ihr körperliches Unwohlsein zum Ausdruck bringt." (L'Express)
"Inzest rüttelt an vorgefaßten Ideen und an der Moralität. Ist es Provokation? Die Autorin wehrt sich dagegen und die Worte machen ihr keine Angst. Ein weiblicher Louis-Ferdinand Celine?" (Officiel)
"Angot ist brutal und subversiv, eine Unerbittliche, die Erlösung in der Literatur findet. Unerträglich und faszinierend zugleich, versteht sie es, die Sätze zum Äußersten zu treiben. Immer anspuchsvoll, manchmal schmerzlich." (Virgin Megapresse)
"Ein Buch, so geschrieben, wie es sich liest: Außer Atem." (La Nouvelle Republique)
"Ein Kondensat von Literatur a la Angot: Der Rhythmus im Vordergrund, die Gefährdung des Ich, eine radikal zeitgenössische Auffassung vom Schreiben. Ganz sicher der Roman des Jahres." (Max)