Wenn ich sage "verwirrend", meine ich das in einem positiven Sinne, denn dieses Buch ist, nachdem ich auch schon "Fight Club" und "Survivor" gelesen habe mein drittes Buch von Chuck Palahnuik und sein bisher faszinierendstes. Mag die Idee, die hinter "Invisible Monsters" steht zwar nicht unbedingt die originellste sein, vor allem im direkten Vergleich mit den voherig genannten Meisterwerken, so entwickelt sie sich doch auf eine solch irrwitzige, morbide und vor allem unerwartet tragisch-komische Weise, dass mir nichts anderes übrig bleibt als dem König der neuen amerikanischen Literatur zu gratulieren.
Ich möchte über die einzelnen Handlungsabläufe an dieser Stelle nichts sagen, da ich auf diese Weise fürchte dem zukünftigen Leser den morbiden Spass, den ich beim lesen hatte, zu verderben.
Nur soviel sei gesagt: in diesem Buch tun sich so viele Abgründe der einzelnen Protagonisten auf gepaart mit solch zahlreichen Turnovers, dass man sich fast manchmal denkt der Letzte war zuviel, allerdings nur fast: Jede neue Abzweigung im Handlungsfaden und jedes neue dunkle Geheimnis machte mich süchtiger nach der Welt von Brandy Alexander, Alfa Romeo und der gepeinigten Protagonistin.
Man kann dieses Buch schlecht in Worte fassen, deshalb empfehle ich jedem: Kauft euch das Buch, lest es und seit fasziniert oder auch nicht. Jeder Mensch ist ein Individualist und hat andere Bedürfnisse u.a. eine Intention des Buches.
Aber keiner bannt absolut außergewöhnliche Ideen, harte Gesellschaftskritik und eine gute brise Humor besser auf Papier als Chuck Palahnuik. Ich verneige mein Haupt vor solch einer Leistung!
Volle 5 Sterne! Enjoy it!