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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
91 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn Menschen Ängste überwinden,
Von
Rezension bezieht sich auf: Invictus - Unbezwungen (DVD)
Wenn man sich heutzutage in ein Kino verirrt muss man viele Bilder über sich ergehen lassen, die nicht das sind, was sie vorgeben zu sein: Menschen, ihre Gefühle, ihre Worte und Handlungen werden sehr häufig besinnungslos instrumentalisiert, um Gewinne zu machen. Nichts gegen Gewinne als solche. Aber wenn damit Worte ihrer eigenen Bedeutung entfremdet werden, Symbole missbraucht, und Menschen ihrer Würde entkleidet werden, dann ist der Preis sehr hoch, eventuell zu hoch.In solch einem Kontext erscheint der Film 'Invictus' wie eine Botschaft aus einer anderen Welt. Und dies umso eindringlicher, als es unsere eigene, reale Welt ist, die in diesem Film enthüllt, zu welch wunderbaren Dingen reale Menschen in einer realen Welt fähig sind, wenn sie ihre normalen Vorurteile, egoistischen Machtgelüste und Ängste überwinden. Als Südafrika sich aus den Fesseln der Apartheid herausgekämpft hatte und mit Nelson Mandela im Mai 1994 den ersten schwarzen Staatspräsident ins Amt einführen konnte, erschien die Kluft zwischen Weiss und Schwarz schier unüberbrückbar. Die Weissen, die jahrhunderlang nicht nur Grosses in diesem Land geleistet hatten, sondern vielfach auch gegenüber der schwarzen Bevölkerung menschenverachtend gehandelt und gelebt hatten, waren plötzlich eine Minderheit und politisch dem Wohlwollen der schwarzen Bevölkerung ausgeliefert. Mit Nelson Mandela besaß Südafrika jedoch einen Staatspräsidenten, dessen Menschlichkeit und Persönlichkeit in 27 Jahren Gefängnis nicht zerstört worden war, sondern zu einer Tiefe, zu einer Reife gefunden hatte, wie sie nur selten zu finden ist. Es ist die mitreissende Atmosphäre des Films, dass er den Zuschauer vom ersten Moment an in diese spannungsgeladene Situation mit hineinnimmt und für die Dauer des gesamten Films nicht mehr losläßt. In einer Aneinanderfügung von alltäglichen, scheinbar belanglosen Szenen, die jede für sich ein kleines Stück des grossen Dramas enthüllen, beginnt man als Zuschauer das Pochen des grossen südafrikanischen Herzens zu spüren. Der heisse Atem von aufgestautem Hass und Wut trifft auf verängstigten, dennoch giftigen Hochmut, Hoffnungen blitzen auf, und die Kamera geht ihren geradlinigen Weg. Etwa ein Jahr vor der Rugby-Weltmeisterschaft erkennt Mandela, dass das südafrikanische Rugby-Team, die Springbocks, die von der weissen Minderheit hochemotional positiv, und von der schwarzen Mehrheit hochemotional negativ besetzt ist, eine Chance sein könnte, die Nation mehr zu vereinen. Und obwohl die Führung des ANC seine aufgestaute Wut gegen die Weissen noch in einen einstimmigen Beschluss zur Abschaffung dieses verhassten Symbols ummünzt, beginnt Mandela gegen allseitigen Widerstand seine Mission 'Rugby-Weltmeister Südafrika' mit eben diesen Springbocks. Clint Eastwood hat mit seiner Schnörkellosigkeit und Geradlinigkeit wieder einmal einen Film von einer Eindringlichkeit und Wucht geschaffen, die seinesgleichen sucht. Nicht zuletzt auch deswegen, weil der Roman, auf dem der Film beruht, ein Wunder beschreibt, wie es nur das reale Leben selbst schreiben kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
absolut stark,
Von Beckstasy (Göteborg/ Sverige) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Invictus - Unbezwungen (DVD)
Sehr tiefgehende nachdenkliche Story mit viel Hintergrund. Morgen Freeman als Topbesetzung für Nelson Mandela genauso wie Jason Bourne alias Matt als Springbook Kapitän Pienaar. Die Geschichte braucht keine unnötige Action sondern soll einfach nur zeigen, wie es war, als Rassismus zum Alltag gehörte und als dann vergeben, statt gerächt wurde. Ist bestimmt kein Film für jedermann aber für alle, die mal über den Action- und Thriller Horizont hinaus sehen wollen und sich auch ein wenig für Geschichte eines anderen Landes interessieren.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Kraft der Vergebung und Versöhnung.,,
Von Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Invictus - Unbezwungen (DVD)
Rugby ist in Südafrika der Sport der Weißen, die WM steht vor der Tür, man ist ein Jahr davor chancenlos und Nelson Mandela wurde am 9.5.94 neuer Staatspräsident. Mit dieser Ausgangssituation entwickelt sich ein Film, über dessen Kraft und Eindringlichkeit ich nur diese Bezeichnung finden kann: ein H E R A U S R A G E N D E S Meisterwerk.Mir fehlen im Kino ganz generell aufbauende, mutmachende Themen. Clint Eastwood fischt hier eine unglaubliche Geschichte aus dem Meer des Vergessens und präsentiert sie punktgenau vor der Fußball WM 2010. Nelson Mandela ist der stille, vergebende Mensch, der seine Präsidentschaft durch Vorbild und Vergebung ausfüllt, grandios gespielt von Morgan Freeman. Ja, es ist eine positive Geschichte, voll des Guten, der Liebe und Güte. Aber auch voller Entschlusskraft und klaren Visionen. Die ungeheuere Wucht des Filmes entwickelt sich aus der Person Nelson Mandelas, dessen Wesenskern "Vergeben & Vermitteln" zu einer unglaublichen Handlung führt, deren Bilder aber nie laut oder aufgesetzt wirken. Der Film ist authentisch und bringt Situationen in das Heute, die genau so gewesen sein müssen. Die Szenen machen sich fest am gewöhnlichen Alltag, sie beziehen von dort her ihre Faszination. Wenn Mandela den Kapitän der Rugby Mannschaft empfängt, dann spricht er mit ihm als Mensch, er bedient ihn, schenkt ihm Tee ein. Eine seiner ersten Entscheidungen ist die Teamauswahl seiner Leibwächter, die aus schwarzen und weißen Südafrikanern gebildet werden. Wie sich die ehemaligen Todfeinde hier gegenüberstehen und Gemeinsames entdecken müssen, alleine diese Szenen wären ein Besuch des Filmes wert. Obwohl Rugby zu sensationsheischenden Bildern verführen könnte, sieht man diese nicht. Im Gegenteil: dieser Sport wird geradezu entblößend vermittelt, oftmals durch Kamerfahrten unterhalb eines gegenseitig pressenden Spielerpulks, der Ton "klatschende Leiber" darübergelegt. Im Zentrum des Films steht der Aspekt, wie Sport zu einer gemeinsamen Sache zwischen Schwarz und Weiß, zu einer Versöhnung dieser beiden Lager und damit des gesamten Volkes beitragen kann. Ich kann nur hoffen, dass sich mit Invictus der Horizont für mitmenschliche, versöhnende Inhalte weit öffnet und weitere Filme dieser Art nach sich zieht. "Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen ... zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen, und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil. ... Die Güte des Menschen ist eine Flamme, die zwar versteckt, aber nicht ausgelöscht werden kann." (Nelson Mandela) Unbedingt ansehen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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