Produktinformation
|
Die erste Auflage dieses Buches war ein großer Erfolg.
Bereits nach etwa 18 Monaten war sie fast vollkommen vergriffen.
Viel ist jedoch seit der Veröffentlichung im November 2002 geschehen.
Statt nun das Buch lediglich nachzudrucken, bot es sich an, es in wesentlichen Teilen zu überarbeiten.
Die aufälligste Änderung ist sicherlich der Verlagswechsel vom Markt+Technik Verlag zum Addison Wesley Verlag.
Aber auch inhaltlich hat sich vieles geändert. Viele bereits in der ersten Auflage vorgestellte
Programme wurden von ihren Entwicklern stark weiterentwickelt. Außerdem sind einige neue
und sehr aufregende Produkte hinzugekommen. Die wichtigsten Neuerungen möchte ich kurz vorstellen.
Das Linux Intrusion Detection System LIDS wurde stark überarbeitet und um neue Funktionen erweitert.
Die neuen Funktionen wurden in dieses Buch aufgenommen und erklärt.
Die erste Auflage beschreibt noch Snort in der Version 1.8.x.
Snort wurde von seinen Entwicklern für die Version 2.0 komplett überarbeitet und intern neu aufgebaut. Neben einigen zusätzlichen Funktionen bedeutet dies für den Anwender bei geschickter Konfiguration eine bis zu 10-fache Geschwindigkeitssteigerung.
Auch die Verwaltung eines Netzwerkes von IDS-Sensoren wurde überarbeitet und um neue Produkte erweitert.
Als neues Intrusion Detection System (IDS) werden nun in dieser Auflage auch Samhain und
Prelude besprochen. Samhain ist eine Tripwire-Alternative während Prelude ein Open Source
Projekt ist, welches versucht sowohl HIDS- als auch NIDS-Funktionen anzubieten.
Des weiteren versucht diese Auflage nicht nur den Bereich der Einbruchserkennung, sondern auch
den Bereich der Prävention (Intrusion Prevention) abzudecken. Stellenweise wurde dies gerade im Zusammenhang mit LIDS und Snort bereits in der ersten Auflage angesprochen. Diese Auflage
behandelt den Einsatz von Systrace und Snort-Inline zu diesem Zweck.
Außerdem berücksichtigt diese Auflage erstmals auch Wireless LANs und behandelt hier die
Werkzeuge Airsnort und Kismet. Schließlich werden die Werkzeuge sleuthkit und autopsy zur forensischen Analyse
von kompromittierten Systemen ausführlicher und mit mehr Beispielen dargestellt.
Ich hoffe, dass es mir mit diesem Buch gelungen ist, Ihren Geschmack zu treffen und Ihnen
wertvolle Informationen zu liefern. Falls Sie bereits die erste Auflage kennen und schätzen,
wird dieses Buch Ihnen die Möglichkeit geben, Ihr Wissen auf den aktuellen Stand zu bringen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg beim Einsetzen der beschriebenen
Methoden.
Vorwort zur ersten Auflage
Dieses Buch versucht die verschiedenen Bereiche der Intrusion Detection vorzustellen.
Dabei sollen dem Anwender verschiedene Werkzeuge und Vorgehensweisen nahe gebracht werden.
Es wird sich hierbei ohne große Umschweife mit IDS-Systemen und deren Umfeld beschäftigen.
Es wird vorausgesetzt, dass Sie mit Linux oder einem anderen kommerziellen UNIX-Derivat
grundsätzlich vertraut sind. Des Weiteren werden Kenntnisse der verschiedenen Netzwerkprotokolle
und Anwendungen erwartet. Tiefer gehende Kenntnisse werden in den entsprechenden Kapiteln
aufgefrischt oder im Anhang angesprochen.
Das Buch ist in mehrere Teile aufgeteilt. In Teil A wird eine Einführung in die
Intrusion Detection und Prevention, ihre Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen gegeben.
In Teil B werden die verschiedenen Open Source-Softwarelösungen vorgestellt und ihre
Konfiguration an Fallbeispielen erklärt.
Teil C erläutert dann den Einsatz dieser Produkte in größeren Netzen. Hier wird die zentrale
Administration und Überwachung dieser Produkte besprochen. Der Anwender soll nicht die
Überwachung sämtlicher Systeme von Hand vornehmen müssen.
In Teil D werden die Ergebnisse der IDS-Systeme analysiert. Hierbei werden modifizierte
Dateien auf ihre Änderungen hin untersucht und die Erkennung von Rootkits erläutert.
Falls die Dateien gelöscht wurden, werden verschiedene Methoden des Wiederherstellens besprochen.
Schließlich werden verdächtige Netzwerkereignisse analysiert.
Der Teil E erläutert die Reaktion auf derartige Einbrüche. Diese reichen von einfachen
Benachrichtigungen an verschiedene zentrale Gremien bis hin zur Übergabe an die Strafverfolgungsbehörden.
Der letzte Teil F bespricht den Aufbau von so genannten Honeypots. Hierbei handelt es sich um
Rechner, welche spezifisch auf den Angreifer zielen. Die Analyse und Überwachung dieser Rechner kann sehr interessante Einblicke in die Vorgehensweise des Angreifers geben. Der Einsatz derartiger Honeypots ist jedoch unter Umständen von Rechts wegen als problematisch einzustufen.
Der Anhang wiederholt wichtige Grundlagen der TCP/IP-Protokollfamilie und bietet weitere
nützliche Informationen bei der Einrichtung eines IDS und IPS.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||
|
|