Dieses Buch ist ein Überblick über bisherige Erkenntnisse und Ansätze der Englischdidaktik und hat den großen Vorteil, dass es im Gegensatz zu vielen anderen Werken dieses Fachgebiets in Englisch verfasst wurde. Der Leser lernt also tatsächlich englisches Fachvokabular für Grundlagenbegriffe und kann dieses in Seminaren und Prüfungen verwenden.
Allerdings gestaltet sich das Lesen des Buches recht ununterhaltsam, da Vieles oberflächlich bleibt und in verschiedenen Teilkapiteln wiederholt erwähnt wird, anstatt vertieft bzw. unter anderen Gesichtspunkten dargestellt zu werden. Um dieses Buch zu einer Grundlage idealer Prüfungsvorbereitungen zu machen, hätten die Verfasser ausschweifende Begriffsumschreibungen häufiger durch griffige Definitionen ersetzen dürfen. Theoretische Modelle wie beispielsweise Byrams's im Buch visualisiertes Modell "Intercultural Communicative Competence" werden lediglich schwammig und in unkonsequentem Textaufbau dargestellt. (So werden die Faktoren "Attitudes" und "Knowledge" in den Modellerläuterungen durch die allgemeineren Begriffe "Affective level" und "Cognitive Level" ersetzt, die Skills hingegen in Byram's Worten erklärt. Dies ist äußerst irritierend, da man zunächst vergebens nach den anderen beiden Überschriften sucht, bevor klar wird, dass diese von den Verfassern umbenannt wurden.)
Zudem fehlen in meinen Augen problembezogene Reflektionen verschiedener didaktischer Theorien. Was sich gut anhört, entspricht schließlich nicht immer der Unterrichtspraxis.