Natürlich ist Frank Sinatra der Großmeister des Swing. Und natürlich ist die Stimme von Tom Gaebel verdammt nah dran. Trotzdem ist es völlig verkehrt, das Album als „Cover-CD eines Sinatra-Imitators" abzuqualifizieren. Derartige Kommentare liegen doch reichlich neben der Sache. „Introducing: Myself" ist nämlich durchweg authentisch, absolut professionell produziert und muss sich daher nicht hinter Werken wie „Rock Swings" oder den beiden Alben von Mr. Bublé verstecken - um mal bei aktuellen Werken des Genres zu bleiben. Wenn man weiter bedenkt, dass das Album in gerade einmal drei (!) Tagen eingespielt wurde, wird einem klar, welch' Ausnahmetalent Tom Gaebel ist. Das ganze wird noch dadurch getoppt, dass drei Eigenkompositionen auf dem Album zu finden sind, die sich absolut nahtlos in den Rest der Titelzusammenstellung einreihen. Insbesondere „The Summertime" ist absolut spitze und hätte durchaus auch in den 60-er Jahren auf irgendeinem Album der großen Swing-Crooner erscheinen können. Da die Musik hin und wieder „jazzt" ist ebenfalls sehr symphatisch, trotzdem ist das Werk insgesamt eher Mainstream und daher einem großen Publikum zugänglich. Und das hat „Introducing: Myself" auch voll und ganz verdient.
Fazit: Kaufen, kaufen, kaufen!