Bei Erscheinen des Debut-Albums des Mannes der mittlerweile Sananda Maitreya heisst, wurde sehr oft ein Vergleich zu Prince bemüht; vor allem natürlich wegen der Tatsache, dass D'Arby eben auch mehr oder weniger eine one-man show und Multiinstrumentalist war, schwarze Hautfarbe hatte und vom Soul und Gospel kommende Popmusik machte.
Bei genauerem Hinhören merkte man aber recht rasch, dass die Bezugspunkte von D'Arby aus den 50ern und 60ern stammen, nicht wie bei Prince von Hendrix, Syl Stone, James Brown oder George Clinton geprägt, sondern eher von Ray Charles und dem Motown und Stax Sound der 60er. Natürlich gab es Überschneidungen und auf dem funkigsten track hier (,Dance Little Sister') konnte man durchaus eine Verwandtschaft mit dem Mann aus Minneapolis feststellen, der Rest aber war melodisch wie auch arrangementmäßig nichts anderes als für die 80er modernisierter R&B.
Das tolle an diesem Album ist das songwriting - kein Ausfall ist unter den 10 tracks hier zu verzeichnen (den closer, der ein accapella cover von Smokey Robinson ist klammern wir jetzt mal aus - auch das im Übrigen ein Indiz für seine Wurzeln). Neben dem an die Jackson 5 erinnernden Sunhsine Soulpop von ,If You Let Me Stay', dem fragilen ,Sign Your Name', dem lasziven ,Wishing Well' und dem treibenden Dance Funk von ,Dance Little Sister' hätte man auch problemlos jeden anderen song aus dieser Platte als singel auskoppeln können. ,Let's Go Forward' bspw. das in die selbe Kerbe wie ,Sign' schlägt, das orhwurmige ,I'll Never Turn My Back On You', oder das großartig pumpende ,Rain'.
Die Produktion ging für damalige Verhältnisse zwar in Ordnung, klingt heute aber an manchen Stellen doch recht schlecht gealtert, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass D'Arby es nicht schaffte (so wie Prince) sich einen eigenständigen Sound zu zimmern.
Dennoch ist das hier eine der wenigen Perlen des Soul-Pop der 80er und wird auch für ewige Zeiten D'Arby's benchmark Album bleiben. Viel mehr braucht man von ihm eigentlich nicht, auch wenn die beiden Nachfolgealben nur geringfügig abfielen, aber er teilt sich qualitativ mit Lenny Kravitz dasselbe Schicksal: besser als nach dem Debut wurde es nicht mehr.