In erschreckender Art und Weise legt Geißler offen, wie viel menschliches Leid durch Intoleranz verursacht wird und wurde und wo die Wurzeln dafür liegen. Pervertierung religöser Ideen, Judenverfolgung, Radikale Auswüchse des Islam, Diskriminierung von Frauen und "Fremden" aber auch Bezüge zum aktuellen politischen parlamentarischen System in Deutschland und der Einfluß den Musik im schlimmsten Fall nehmen kann werden beleuchtet. Lösungsansätze die über das Instalieren einer Weltregierung, ein reformiertes Zinssystem bis hin zur Bekämpfung des Turbokapitalismus (mit einer neuen sozialen Marktwirtschaft als Gegenentwurf) reichen, mögen heute noch utopisch erscheinen, werden aber über den Leidensdruck einer brutal globalisierten Welt zwangsläufig irgendwann thematisiert werden müssen. Am Ende stehen für mich zwei zentrale Erkenntnisse: Die Menschenrechte (im Sinne und Geist des Grundgesetzes) müssen immer der oberste Maßstab sein (auch wenn sie scheinbarer Religionsfreihit z.B. entgegenwirken) und Intoleranz ist eine Komponente menschlichen Daseins, die es, bei allen Bemühungen, wohl immer geben wird, was aber nicht heißt, dass es sich nicht für eine bessere Welt (in Geisslers Sinne) zu kämpfen lohnt.