Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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50 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auf der Suche nach dem Sinn, 29. Juni 2009
Sean Penn ist nicht nur ein starker Schauspieler, der für die genialen Filme wie z.B. "Mystic River" und "21 Gramm" mitverantworlich war, sondern kommt auch alle paar Jahre als Regiesseur daher und liefert Filme ab, über die man häufig und ausgiebig diskutiert. Sei es "Into the Wild" oder aktuell "Milk". Diese Geschichte der handelnde Person Christopher, basiert auf einem sehr bekannten Roman und schafft den Sprung vom Papier auf die Kinoleinwand optimal.
In hervorragenden und wunderschönen 142 Minuten werden wir auf eine Reise mitgenommen, die uns nicht nur die äußerliche Schönheit eines Landes zeigt, sondern auch einen jungen Mann auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Dabei verleiht er seiner Figur ständig die nötige Glaubwürdigkeit, so dass auch die faszinierende erzählte Geschichte davon profitieren kann.
Fazit: "Into the Wild" ist ein schön langsam erzählter, eher leiser, aber doch unterhaltsamer Film geworden, der am Schluss mit einen tragischen Ende aufwartet.
Die Extras der DVD drehen sich natürlich um die literarische Buchvorlage und der Umsetzung und Dreharbeiten in der Natur. Die drei Features, die aus Reportagen bestehen, bringen uns die Geschichte und die Charaktere näher und erzählen uns, was am Dreh so schwierig gewesen war. Zusätzlich gibt es noch Kurzinterviews mit Darsteller, Regisseur oder Musiker zu sehen. Die Trailer und TV-Spots, plus ein schönes Musikvideo von Eddie Vedder, der Frontmann der Band Pearl Jam ist, schließen das großartige Angebot an Extras ab.
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94 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Interessant, gerade in der heutigen Zeit!", 22. Oktober 2008
Regissuer Sean Penn erwarb damals die Filmrechte an Jon Krakauers Erfolgsgeschichte "Into the Wild". (Die durch gefundene Tagebucheinträge, Postkarten und Erzählungen der Menschen die Chris auf seiner Reise traf, rekonstruiert wurde.) Bekam aber erst rund 10 Jahre später die Zustimmung der Eltern von Christopher McCandless für die Verfilmung. Die auf Tatsachen beruhende Geschichte über einen jungen Mann der in reichen Verhältnissen aufwuchs, der im Sport wie in der Schule ein Überflieger war.
Er ist Anfang zwanzig und nach dem Abschluss seines Studiums im Jahre 1992 entschließt er sich, seine Ersparnisse (immerhin ca. 25.000 $) an die Hungerhilfe zu spenden, in Richtung Alaska zu trampen und dort in der Wildnis zu leben. Ausgerüstet mit dem Nötigsten beginnt er seine abenteuerliche Reise, in derer er die unterschiedlichsten Charaktere kennen lernt, die sein Leben und das seiner Wegbegleiter formt und prägt. Im Vordergrund steht hier eine selbstzerstörerische Suche eines Einzelgängers, eine Suche nach Freiheit...
Über mehrere Jahre entsagt er allen Besitztümern, welche ihn nur einengen würden. Während einiger Niederlagen auf seine Reise hin und hergerissen, sich doch wieder dem Wohlstand zu ergeben und zu seinen aus seiner Sicht spießigen Eltern zurück zu kehren, widersteht er diesem Gedanken und entwickelt dadurch ein ganz neues Gefühl des Starkseins, des Erhabenseins.
Die Umsetzung des Buches ist gelungen wenn auch nicht ganz so ausführlich, aber das macht ja Bücher schließlich aus. Der Film bietet beeindruckende Naturaufnahmen und zeigt wie verschieden doch die amerikanischen Landschaften und die damit verbundenen Menschen sind. Wir werden entführt in Wüstengebiete, über Kornfelder, bis hin zu den kalten Bergen Alaskas. Untermalt wird das ganze von einem stimmigen Soundtrack. Ein Glücksfall finde ich die Besetzung der Hauptrolle mit Emile Hirsch, der den Chris McCandless sensationell spielt. Man spürt die innere Zerissenheit, zwischen Wut auf der einen und der Suche nach Geborgenheit und Glück auf der anderen Seite. Auch sein Aussehen, sowie seine Gesichtszüge, die den Wohlstandszustand genauso wie das Abgehalfterte/Gezeichnete (er nahm viele Kilos während des Filmes ab) glaubwürdig erscheinen lassen. Wenn man das letzte Originalbild von Chris auf dem Buchrücken kennt und die gleiche Szene im Film sieht, wird klar wie gleich beide aussehen. Auch die übrige Besetzung mit Hal Hoolbrook, William Hurt, Vince Vaughn, Catherine Keener u.a. reiht sich nahtlos ein.
Die Laufzeit des Filmes die mit 142 minuten sehr lang ist, aber nie lang erscheint, lässt einem die Zeit für eigene Gedanken ohne dabei schleppend zu sein.
Insgesamt mal was ganz anderes, gerade in unserer schnellebigen und technisierten Welt , mal Menschen zu sehen die den ganzen bunten Bildern den Rücken kehren. Auch wenn es hier eher unvorbereitet und von jugendlicher Naivität geprägt ist. Chris McCandless war vom Idealismus besessen, der mit der heutigen Zeit nicht leicht zu vereinbaren ist.
Aber letzendlich lebte er seinen Traum...
Empfehlenswert für jeden, der sich um die Wertigkeiten in seinem Leben, und in der Gesellschaft Gedanken macht.
Interessant auch das 64 minütige Bonusmaterial mit vielen Interviews der Darsteller und das Regisseurs.
(DVD)
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106 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ganz grosses Kino!!!!, 25. Februar 2008
"Did you have a good life when you die, enough to base a movie on?" --- Diese Frage Jim Morrisons geisterte mir immer wieder durch den Kopf, als ich diesen Film gesehen habe. Christopher McCandless starb mit nur 24 Jahren - aber was für ein Leben hat der gelebt! Und was für einen Film hat Sean Penn daraus gemacht!
Penn stellt McCandless Entscheidungen nie in Frage - und damit kann ich leben. Ich hab dessen Drang, aufzubrechen, unterwegs zu sein, nie als Egoismus den Personen gegenüber empfunden, welche im Laufe seines kurzen Lebens seinen Weg gekreuzt haben und die ihn ins Herz geschlossen hatten. Er hat stets mit offenen Karten gespielt und alle wussten, dass sie ihn nicht halten können. Alle, ausser seiner Familie. Aber da blieb wohl einiges ausgespart und woher McCandless Suche und Getriebenheit kam, bleibt im Dunkeln. Dass eine traumatisierte Kindheit durch die katastrophale Beziehung seiner Eltern ihn zu so einem extremen Schritt trieb, glaube ich nicht. Aber egal. Es war seine Entscheidung und der Film versucht nicht, auf psychologisierende Weise eine Antwort darauf zu finden.
Penn hat auf jeden Fall mit diesem Film ein Road Movie der ganz speziellen Art kreiert, das mich ganz langsam in seinen Bann zog, eine ganz eigene Magie auf mich ausübte, mich einsog und mich nicht mehr loslassen wollte.
"Into the Wild" ist ein Gesamtkunstwerk und berührte mich so stark wie schon lange kein Film mehr und mehr als einmal hatte ich Wasser in den Augen. Emile Hirsch ist eine Entdeckung, Catherine Keener spielt gut wie gewohnt, Kristen Stewart hat wohl eine grosse schauspielerische Karriere vor sich, Hal Holbrook hätte ich den Oscar für die beste Nebenrolle für sein unglaublich berührendes Porträt eines alten Mannes von Herzen gegönnt. Der Soundtrack ergänzt sich kongenial mit den Bildern von Bergen und Flüssen, Seen und Prärie, Weite und Grenzenlosigkeit und "Into the Wild" löste das ein, was ich an guten Filmen so sehr schätze: Ich wurde entführt aus dieser Welt und für über zwei Stunden tauchte ich ein in eine traurig-schöne Geschichte über Menschen, welche ihren Traum zu leben versuchen und nicht ihr Leben träumen...
"Into the Wild" ist Kino, das unter die Haut und von da direkt ins Herz geht!
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