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Into The Sun - Im Netz der Yakuza
 
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Into The Sun - Im Netz der Yakuza

Steven Seagal , Matthew Davis , mink    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,99
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Rezensionen

OFDb.de

Weiter abwärts konnte es nach "Out of Reach" eigentlich nicht mehr gehen - höchstens, wenn man den Film dann "Out of Order" genannt hätte. Umso erfreulicher ist es, dass Steven Seagal mit "Into the Sun" eigentlich sein zweites Kinocomeback, finanziert von Warner, einläuten wollte, sich letztlich aber, als das Studio den Film nicht für kinotauglich befand, mit einer Direct-to-DVD-Auswertung bei Destination Films (u. a. auch "Bats" oder "Black Mask 2: City of Masks") begnügen musste.

Immerhin spürt man zum ersten Mal seit Exit Wounds wieder, dass hier Profis am Werk waren, die mehr als nur einen fix herunterkurbelten B-Ostblockactioner in die Videotheken pressen wollten. Mit Tracee Stanley und Elie Samaha waren zwei erfahrene Produzenten tätig, die nur leider ein erschreckend gutes Gespür für groß angelegte Flops wie "Battlefield Earth: A Saga of the Year 3000", "Driven" oder "Ballistic: Ecks vs. Sever" entwickelt haben und nur wenige Kassenschlager auf der Habenseite verbuchen können. Auch "Into the Sun" ist nur eine zwiespältige Angelegenheit, doch dazu später mehr.
Die weiteren wichtigen Personen sind mink, Don E. FauntLeRoy und Stanley Clarke. Mink ("Full Clip"), der demnächst auch den dritten Mortal Kombat-Film "Mortal Kombat: Devastation" inszeniert, merkt man seine Vergangenheit als Videoclipregisseur positiv an. "Into the Sun" ist von einer edlen Hochglanzoptik geprägt, die ihn durchaus wie einen kleinen Michael Bay-Film aussehen lässt. Bei 35 Millionen Dollar Budget war ein ordentlicher optischer Eindruck aber auch zu erwarten. Bleibt die Frage, warum er sich actionmäßig so zurückhält. An der Inszenierung gibt es jedenfalls soweit nichts auszusetzen.
Einen Bärenanteil am schicken Edellook dürfte Don E. FauntLeRoy ("Jeepers Creepers", "Jeepers Creepers II") haben. Der demnächst auch die beiden nächsten Seagal-Filme "Today You Die" und "Mercenary" inszenierende Kameramann, findet ungeheuer viele Postkartenmotive Tokios. Seine Erfahrenheit macht sich besonders bei den Schwenks über das nächtliche, atemberaubend schöne Lichtermeer Tokios, ein Fest für die Augen, bezahlt.
Ergänzend dazu sei noch Stanley Clarke ("Passenger 57", "The Transporter") erwähnt. Sein Score ist vorwiegend lokal geprägt und passt sich sehr gut den japanischen Schauplätzen an.

Und trotzdem kann Steven Seagal hier nicht an alte Erfolge anknüpfen. Warum?
Das Drehbuch, an dem er selbst mitschrieb, ist eine ungeheuer zähe Angelegenheit, die den Film kaugummiartig auseinanderzieht. Es mangelt "Into the Sun" an Stringenz und vor allem an einer interessanten Story. Als C.I.A.-Agent (Zum wievielten mal eigentlich?) Travis Hunter wird Seagal hier in einen Machtkampf der Yakuza verwickelt und zieht als dritte Partei sein eigenes Ding durch.

Steven Seagal selbst sei hier schauspielerisch kein Vorwurf zu machen. Auch wenn das im Film nicht deutlich wird und er wie üblich sehr emotionslos agiert und trockene Oneliner auch erst zum Schluss zum Einsatz kommen, scheint er hier zumindest etwas abgenommen zu haben und kämpft auch wieder selber. Die Tritte stammen mit Sicherheit nicht von ihm und sein Kopf ist ab und an auch verdächtig oft außerhalb des Bildes, aber Schlagkombinationen von ihm selbst sind hier durchaus zu entdecken. Leider darf er bis zum Finale nur einmal ran.

Überhaupt ist "Into the Sun" ein sehr actionarme Angelegenheit und das ist auch der Hauptkritikpunkt. Bis zum Finale beschränkt der Film sich auf kurze, unspektakuläre, wenn auch blutige Exekutionen. Keine Schießereien und keine langen Martial-Arts-Kämpfe und nur im Finale längere Schwertkämpfe. Die sind auch nur durchschnittlich choreografiert, dafür aber japantypisch sehr blutig gehalten - suppt also ganz ordentlich.

Würde sich der Rest des Films auch so gestalten, gäbe es keinen Grund zur Klage, aber so erreicht das Endresultat definitiv nicht den Unterhaltungswert eines "Belly of the Beast". Den Großteil des Films ist man nämlich damit beschäftigt den endlosen Dialogen zu folgen. Der auch in Yakuza-Kreisen respektierte Travis Hunter ist weitgehend bekannt und fragt sich durch Clubs, Bars und Läden, um Informationen zu gelangen. Das geschieht übrigens hauptsächlich japanisch, weswegen der Großteil des Films untertitelt wird. Nebenher wird wieder der unsympathische, junge, fiese Unterweltstratege, der mit den Chinesen im Bunde ist, gezeigt.
Zwischendurch dürfen sich die Mafiosos auch untereinander bekabbeln, planen was sie gegeneinander unternehmen können und so weiter und sofort. So wirklich interessant ist wird das aber leider nie. Hätten Steven Seagal und Joe Halpin ("Today You Die", "Black Dawn") nun einen wirklich spannenden Thriller geschrieben, wäre die Actionarmut auch nicht so relevant. Aber die ewigen Dialoge nehmen "Into the Sun" einiges an Unterhaltungswert. Zudem ist eine gewisse Schludrigkeit beim Charakteraufbau festzuhalten. Matthew Davis ("Tigerland", "Urban Legends: Final Cut", "Blue Crush") wird als F.B.I. - Agent und so eine Art Lehrling Travis zur Seite gestellt, ist aber für den Verlauf des Films komplett irrelevant und tritt deshalb auch verfrüht ab. Weder entwickelt sich eine Chemie zwischen den beiden, noch kann Mac Entscheidendes zum Fall beitragen.

Was mir hier ein wenig fehlt, ist ein Blick in die Welt der Yakuza. Es wird zwar erwähnt, dass die neue Generation sich nicht mehr an die Regeln und Traditionen hält, doch woraus die sich nun begründen, wird nicht weiter erläutert. Stattdessen müssen wir uns mit Steven Seagal sehr hölzern durch eine Romanze quälen - bekanntlich nicht seine Paradedisziplin.

Das Ende soll es dann alles herausreißen. Zusammen mit einem Mitstreiter schlachtet sich rachedurstig Steven Seagal durch das Haus des miesen Möchtegern-Yakuzas, hackt dabei auch Körperteile ab, kennt keine Gnade und begleitet das Dahinsiechen seiner Gegner mit zynischen Kommentaren. Leider kommt dieses Umschwenken zur Gewaltorgie etwas zu spät. Ich für meinen Teil hätte mir jedenfalls mehr solcher Einlagen in "Into the Sun" gewünscht.


Fazit:
Nach seinem temporeichen, wenn auch nur mittelmäßig inszenierten Auftakt verlässt sich mink einfach zu sehr auf das schwache Drehbuch. "Into the Sun" strotzt nur so vor unwichtigen Szenen, zu ausführlichen Dialogen und überflüssigen, für den uninteressanten Plot kaum relevanten Nebencharakteren. Die edle Optik und die namhaften Darsteller (u. a. William Atherton, Ken Lo, Takao Osawa und "Kill Bill" - Bitch Chiaki Kuriyama (nur Cameo)) hieven den Film auf ein professionelles Niveau, das Steven Seagal wohl nie wieder mit einem seiner Filme erreichen wird. So engagiert (Produzent, Drehbuchautor, Musik, Hauptdarsteller) hat man ihn jedenfalls schon lange nicht mehr gesehen. Mit mehr Action wäre hier wesentlich mehr drin gewesen.

--- André K. (Blade Runner)

VideoMarkt

Als der Gouverneur von Tokio in aller Öffentlichkeit einem spektakulären Meuchelmord zum Opfer fällt, holt der darob besorgte CIA den wegen seiner Landeskenntnis geschätzten Travis Hunter aus dem Vorruhestand und stellt dem als eigensinnig verrufenen Veteran den unerfahrenen Grünschnabel Mac sozusagen als lebende Dienstordnung zur Seite. Gemeinsam stößt man auf revolutionäre Umwälzungen innerhalb der Yakuza, eine alte Freundin von Hunter und einen jungen Gangsterkronprinz, mit dem nicht zu spaßen ist.

Video.de

Angeblich 35 Mio. Dollar kostete das neue Abenteuer von Steven Seagal, doch unterscheidet sich sein Ausflug ins Land der aufgehenden Sonne, wo Seagal einst als einziger Westler ein Dojo betrieb, in punkto Aufwand und Action kaum von seinen Low-Budget-Abenteuern der vergangenen zwei Jahre. Um so wohltuender Matthew Davis als komischer Sidekick, dessen Einsatz dem wenig originellen Geschehen einige Farbe verleiht. Dank Seagals immer noch gutem Namen Pflichtprogramm für weniger anspruchsvolle Actionfans.

Blickpunkt: Film

US-Spezialagent Hunter (Steven Seagal) und sein neuer Grünschnabelpartner (Matthew Davis) auf den Spuren einer Yakuza-Triaden-Koalition. Actionkrimi von Stefans Stange.

Kurzbeschreibung

Als der Gouverneur von Tokyo ermordet wird, soll der ehemalige CIA-Agent Travis Hunter die verantwortlichen Terroristen zur Strecke bringen. Schnell findet er heraus, dass der Mord an dem Gouverneur Teil eines undurchdringlichen Netzes aus Korruption und Gewalt ist, denn Hunter hat den Plan eines ehrgeizigen Yakuza-Bosses aufgedeckt, der gemeinsam mit der chinesischen Mafia ein mächtiges Drogenkartell aufbauen will. Die Zeit wird immer knapper, während die Yakuza über Leichen geht, um ihren Plan durchzuziehen. Hunter muss das Komplott vereiteln - und dabei möglichst die eigene Haut retten...

Produktbeschreibungen

Als der Gouverneur von Tokyo ermordet wird, soll der ehemalige CIA-Agent Travis Hunter die verantwortlichen Terroristen zur Strecke bringen. Schnell findet er heraus, dass der Mord an dem Gouverneur Teil eines undurchdringlichen Netzes aus Korruption und Gewalt ist, denn Hunter hat den Plan eines ehrgeizigen Yakuza-Bosses aufgedeckt, der gemeinsam mit der chinesischen Mafia ein mächtiges Drogenkartell aufbauen will. Die Zeit wird immer knapper, während die Yakuza über Leichen geht, um ihren Plan durchzuziehen. Hunter muss das Komplott vereiteln - und dabei möglichst die eigene
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