mit Biffs Sachsen! Seit "Forever free" weigern sich die britischen NWobHM-Urgesteine konstant, ein schwaches Album abzuliefern und zementieren damit ihren Status als feste, kaum wegzudenkende Größe im Hardrock- und Metal-Zirkus. Dennoch: Nuancen verändern sich bisweilen schon im Sound von Saxon, aber nie schießt man über das Ziel hinaus: So wirkt der bombastische Opener (nebenbei bemerkt: ein Hammer vor dem Herren!) "Battalions of Steel" ein wenig wie eingängige Nightwish mit Saxon-Gesang; die hier äußerst songdienlich eingesetzten Chöre im Hintergrund finden sich - wenn auch nicht in ganz so starker Form - später in "Valley of the Kings" noch einmal wieder - das soll's denn aber auch (erstmal) an unüblich anmutenden, aber durchaus gelungenen Experimenten gewesen sein. Der Rest ist Saxon wie man Saxon kennt: mal im D-Zug unterwegs ("Demon Sweeny Todd"), mal mit stampfenden Rockern am Start ("Slow Lane Blues"), dann wieder auf Tuchfühlung mit hardrockenden Klängen aus Down-Under ("Live to rock"), bisweilen gar leicht thrashig angehaucht und somit auch etwas gewöhnungsbedürftig ("Crime of Passion" - sowas passt dann aber doch eher zu den Kollegen von Annihilator), zum Ende hin zunächst angenehm hymnisch ("Come Rock of Ages"), ehe man mit der Bottleneck-Version von "Coming home" (Original auf "Killing Ground") noch einmal in die Trickkiste der eher Saxon-unüblichen Sounds greift. Hierbei ist anzumerken: Das Stück funktioniert gut, weil es einen interessanten Kontrast zum Rest der Scheibe bietet (und neben "Voice" die einzige eher ruhige bis balladeske Seite von Saxon offenbart), ob indes ein ganzes Album in dieser Form (wie von Biff angekündigt) sinnvoll ist, sei infrage gestellt. Zum guten Schluss: warum keine 5 Punkte? Klare Antwort: Mit "Hellcat" und "Protect yourselves" haben sich wieder zwei "Füller" eingeschlichen, die beim durchgängigen Hören von "Into the Labyrinth" den Griff zur Skip-Taste leider doch nötig machen. Dieses aber nun wirklich zu verschmerzende Manko verhindert somit die Höchstpunktzahl, läßt aber letztlich dennoch keine größeren Kratzer am Edelmetall der Veteranen zurück und so fügt sich "ItL" nahtlos in eine Reihe unverzichtbarer Saxon-Perlen ein!