Zugegebenermaßen bin ich kein ausgesprochener Kenner des koreanischen Kinos, vielmehr ein Fan des asiatischen Thriller-/Suspense-/Horror-Kinos. Hierbei sind mir vor allem japanische Leckerbissen dieses Genres bekannt (der einzige koreanische Film, den ich gesehen habe, ist "Seom- Die Insel"). Von dieser Warte aus werde ich "Into the Mirror" bewerten.
Zum Inhalt: Vor der Wiedereröffnung eines exklusiven Mega-Stores ereignen sich in eben diesem mysteriöse Todesfälle. Die Körper der Zutodegekommenen befinden sich alle in der Nähe von Spiegeln. Ein Security-Angestellter mit tragisch gescheiterter Polizeivergangenheit geht trotz einiger Widerstände seiner Umwelt der Sache nach. Was hat es mit den Spiegeln auf sich? Er schaut buchstäblich hinter den Spiegel, findet dort seine alten "Dämonen", einige schmutzige Geheimnisse des Kaufhauses und Vieles mehr...
Dies ist eine raffinierte, mit einem nicht allzu aufdringlichen Psi-Faktor versehene Kriminal-Story. Sie ist von der Entwicklung der Dinge her recht gewunden (wenn auch facettenarm)und alles andere als abgedroschen insziniert. Vor allem: Zu keinem Zeitpunkt begegnet man irgendwelchen seltsamen Gestalten, Symbolen oder Abartigkeiten. Ganz im Gegenteil: Die Atmosphäre und das Setting dieses Films sind ausgesprochen steril und fast frei von Skurrilem. Dennoch kommt sie ohne diese Details ganz gut aus! Im Zentrum steht die Story an sich...
Ein großer Pluspunkt ist auch die relative Unvorhersagbarkeit des Hintergrundes und des Plots, sowie das großartig überraschende Ende.
Einen Stern Abzug gibt es für einige unnötige Längen, sowie für das fast vollständige Fehlen des Markanten und Eigensinnigen, gerade in atmosphärischer und visueller Hinsicht. Auch ist die Story, wenn auch an sich spannend und unvorhersehbar, relativ arm an Facetten, Ecken, Winkeln und Kanten.
Insgesamt hätte ich "Into the Mirror" gerne dreieinhalb Sterne gegeben, habe aber notwendigerweise auf vier aufgerundet.
Für Hollywood-gewohnte Cineasten aber wird der Film einen überraschenden und unvergesslichen Genuss bereithalten.
Insgesamt: Empfehlenswert mit einigen Einschränkungen für den Asia-Suspense-Fan.