Aus der Amazon.de-Redaktion
Völlig unbeeindruckt von aktuellen Trends und Hypes gehen die fünf Engländer ihren Weg und zelebrieren die reine Metal-Lehre mit einer Frische, die ihnen viele Kritiker nach 30 Jahren nicht mehr zugetraut haben dürften. Die kompositorische Klasse von Scheiben wie Wheels Of Steel, Strong Arm Of The Law, Crusader oder Solid Ball Of Rock bleibt zwar unerreicht, im direkten Vergleich mit den meisten Vertretern der jüngeren True-Metal-Generation haben Saxon aber nach wie vor die Nase vorn. Ihre Riffs sind nur selten austauschbare Stangenware, die Arrangements der epischeren Songs wurden sorgfältig montiert, und mit "Battalions Of Steel" gelingt der Band sogar ein exzellenter Hit, der das Zeug dazu hat, sich langfristig im Live-Programm zu etablieren. Zum alten Eisen gehören Saxon mit Into The Labyrinth noch lange nicht. - Michael Rensen
Kurzbeschreibung
Stilistisch würde ich das Album als ausgewogene Balance zwischen Lionheart und The Inner Sanctum bezeichnen, als eine Mischung aus kraftstrotzenden in-your-face-Rocksongs und puren Heavy Metal-Tracks , erklärt Byford. In der Tat geht der Zuhörer auf eine abenteuerliche Tour-de-Metal, die von Sänger Byford, den beiden Gitarristen Paul Quinn und Doug Scaratt, Bassist Nibbs Carter und Schlagzeuger Nigel Glockler glänzend in Szene gesetzt wurde. Aufgenommen haben Saxon die Songs von Into The Labyrinth im Krefelder ´Twilight Hall` unter der Regie von Charlie Bauerfeind, einem Garanten für höchste Sound-Standards. Neben dem regulären Jewel Case erscheint das Album als ´Limited Edition Digipack` mit 70minütiger Bonus-DVD, auf der neben einer Tourdokumentation und dem offiziellen Videoclip zu ´Live To Rock` auch Biff als König Arthur in ´Parzival` zu sehen ist.
Auf Into The Labyrinth schaffen es Saxon erneut, ihren Fans gleichzeitig die ureigene Lebensphilosophie dieser Musikrichtung näher zu bringen programmatische Titel wie ´Live To Rock`, ´Protect Yourselves` oder ´Battalions Of Steel` dokumentieren unmissverständlich die Sichtweisen aller Beteiligten als auch in Stücken wie ´Demon Sweeney Todd` (das Stück handelt von der gleichnamigen Romanfigur, einem Barbier, der seinen Kunden mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitt und die Leichen an einen angrenzenden Pasteten-Laden verkaufte) beziehungsweise ´Valley Of The Kings` mit seiner Geschichte um die mysteriöse Graböffnung des altägyptischen Pharaos Tutanchamun weit über den Tellerrand reiner Rock-Klischees hinauszublicken.