Handlung (ohne zu viel zu verraten)
Jared und Sam leben auf den Bahamas. Stets abgebrannt träumt der frisch gefeuerte Tauchlehrer und Hobbyschatzsucher vom großen Fund und Sam liebt ihn dafür.
Eines Tages werden die beiden von Bryce, einem Jugendfreund Jareds und dessen neuer Flamme Amanda besucht.
Es kommt wie es kommen muss – schon beim ersten gemeinsamen Tauchgang findet die Gruppe nicht nur einen, sondern direkt 2 Schätze. Dumm nur, dass einer davon aus 80 Kilo Kokain besteht.
Ob, wie und welche der Schätze von den Freunden “gehoben“ werden sei nicht verraten, doch bis zum Ende des Films bekommen sie es mit jeder Menge anderer “Schatzsucher“ und sonstigen Unannehmlichkeiten zu tun.
State:
Dieser Film wurde von John Stockwell gedreht, der schon mit “Blue Crush“ einen durchaus sehenswerten Streifen ablieferte, welcher aber eher nicht durch seine tiefgründige Handlung, sondern mehr durch wirklich tolle Aufnahmen vom Meer, Surfen und Bikini-Schönheiten glänzen konnte.
Daher erwartete ich eigentlich von “Into the Blue“ nichts anderes als tolle Aufnahmen vom Meer, Tauchen und Bikini-Schönheiten und --- wurde absolut positiv überrascht.
Abgesehen davon, dass meine obigen Erwartungen erfüllt wurden, punktet der Film auch mit einer durchgehend spannenden Handlung, gut choreografierten Actionszenen, einer optimalen Besetzung, immer passender Musik und einem Plot, der – zumindest für das Genre – erstaunlich wenig logische Fehler aufweist.
In der Vergangenheit hatte ich keine Hemmungen diversen durch Werbung hochgeputschten, aber inhaltsschwachen Blockbustern schlechte Wertungen zu geben. Ergo kann und muss ich diesmal die 4 Sterne Karte zücken.
Der 5te Stern bleibt verwehrt, denn einen Fehler haben die Macher von “Into the Blue“ gemacht. In Hinsicht auf einnahmefördernde Jugendfreigaben wurde der Härtegrad klar auf ein entsprechendes Maß gebracht (allerdings deutlich an der Obergrenze). Hätte man darauf verzichtet und diverse Auseinandersetzungen und Haiangriffe etwas blutiger und detaillierter gestaltet, den Darstellern mehr Tiefe und Härte gegeben, wäre aus solidem Popcorn-Kino ein Klasse Thriller geworden.
Aber wer weiß – vielleicht ereilt uns ja in einigen Monaten eine andere Schnittfassung – ich würde mich freuen.
Cast:
-Paul Walker (“Joyride“, “Timeline“, “The Fast & The Furious 1&2“) spielt Jared – und beweist, dass er nicht nur zum Frauenschwarm taugt, sondern tatsächlich auch außerhalb der Actionszenen schauspielern kann.
-Jessica Alba (“Fantastic Four“, “Sin City“) spielt Sam – und zeigt nicht nur ihren perfekten Body, sondern im Rahmen des Möglichen ebenfalls erhebliche Darstellerqualitäten. Denn leider wurde ihr Part zu sehr auf “Körper“ reduziert. Die Rolle hätte mehr hergegeben und sie hätte das sicher auch entsprechend umsetzen können. Hoffentlich achtet sie bei zukünftigen Projekten darauf, dass sie etwas mehr und vor allem sinnvolleren Text zugestanden bekommt.
-Scott Caan (“American Outlaws“, Nur noch 60 Sekunden“, “Ocean´s 11+12“) spielt Bryce – und steht seinem Vater in Nichts nach. Schon jetzt ein guter Darsteller, wird er mit zunehmendem Alter immer glaubhafter hammerharte Rollen übernehmen können.
-Ashley Scott (“A.I.- Künstliche Intelligenz“, “S.W.A.T. – Die Spezialeinheit“) spielt Amanda – kann darstellerisch durchaus gegen die drei anderen bestehen. Nur ist ihr Charakter leider kaum herausgearbeitet, daher geht sie als bessere “Stichwortgeberin“ nahezu unter.
Für alle Darsteller gilt – passend besetzt und gut agierend.
Die DVD:
Zurzeit ist erst die Leihversion draußen, aber soweit ich im Net ermitteln konnte ist diese identisch mit der späteren Kaufversion.
Code2, DVD9, Amaray-Case, 101:35 Min. ohne Abspann
Das Bild – Referenzklasse! – liegt in anam. Widescreen im Verh. 2.35:1 vor.
Tonspuren finden sich in Deutsch und Englisch DD5.1. Als mir klar wurde, dass ich zu dem Film eine Rezension schreiben werde begann ich gelegentlich auf die Deutsche umzuschalten. Diese ist zwar nicht ganz so bombastisch druckvoll wie die Englische, doch in der Summe sind beide sehr gut abgemischt und können voll überzeugen.
Untertitel in ausreichender Größe: Deutsch, Englisch, Türkisch
Extras (überall sind dt. UT zuschaltbar):
--Regiekommentar zum HF
--Optisch sehenswertes Making-Of (19:57 Min.) mit Kurzinterviews vom Typ “Gute Laune war alles toll”.
--Diverse Probeaufnahmen
--Zehn zusätzliche Szenen, von denen etliche dem Film “gut getan“ hätten. Regiekommentar zuschaltbar.
--US-Trailer zu “Rent“, “The Da Vinci Code“, “8MM2“ und “Mirror Mask“
Fazit: Film 4 Sterne, Cast 4 Sterne, DVD-Technik 5 Sterne, DVD-Extras 4 Sterne
Popcorn Kino vom Feinsten, das nahezu allen Filmfans gefallen dürfte.
Natürlich kann man bzgl. der inhaltlichen Tiefe etwas rummäkeln, doch sind wir doch mal ehrlich – “Into the Blue“ ist ja auch nicht als Shakespeare Adaption angetreten ;-)