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Intime Fremde

Sandrine Bonnaire , Fabrice Luchini , Patrice Leconte    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Sandrine Bonnaire, Fabrice Luchini, Michel Duchaussoy
  • Regisseur(e): Patrice Leconte
  • Komponist: Pascal Estève
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 6. März 2006
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 100 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000E1NIYA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.746 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Leconte erzählt in seinem von Dialogen geprägten Drama genauso von der Einsamkeit des Alltags wie er das Besondere darin inszeniert. Der Clou, dass sich durch eine Türverwechslung die ganze Story entspinnt, ist ein schöner Ausgangspunkt für das sich im Weiteren entwickelnde psychologische Puzzle. Der Film vermittelt sich sehr behutsam, sensibel und langsam und schafft es damit gleichermaßen, emotionale Tiefe der Charaktere wie Spannung des Plots zu übertragen. Vor allem, dass das Sexuelle zwischen den Chrakteren im Hintergrund steht und zugunsten intimer Emotionen gearbeitet wird, gibt dem Film seine Reife und Besonderheit. Schauspielerisch gibt sich Sandrine Bonnaire wie immer hinreißend und gleichermaßen geheimnisvoll. Aber auch ihrem Gegenpart, Fabrice Luchini, nimmt man den unscheinbaren Steuerberater und umso faszinierteren Zuhörer dankend ab. Eine wirklich schöne Story, bezaubernd intim und feinfühlig erzählt wie bebildert. Fazit: Nicht nur für Fans des französischen Kinos empfehlenswert.

Moviemans Kommentar zur DVD: Wenn auch die Kontrastwerte hin und wieder dazu tendieren, Details zu beschatten, so stellen sich die restlichen Bildwerte doch sehr positiv dar. Akustisch hinterlässt das Original sprachlich einen sehr guten Eindruck, während Kulisse und Effekte sich eher in der deutschen Fassung vorbildlich hervortun. Das Bonusprogramm ist mit Audiokommentar zu sechs Szenen und einem Feature zum Produktions-Design zwar nicht gerade umfangreich, dabei aber doch recht hintergründig und schön zu konsumieren.

Bild: In den langen, teilweise recht düster erscheinenden Korridoren zeichnen sich gerade noch einigermaßen befriedigende Kontrastwerte ab. Die Oberflächen der dunklen Büromöbel stellen sich im abendlichen Licht da schon besser dar. Farblich ergeben sich sehr natürliche, leicht kühle Töne, die nur selten ein wenig blass ausfallen (00:08:54). Insgesamt bügeln das die kräftigen Farben im Sonnenlicht aber locker wieder aus. Hin und wieder driften die Schärfewerte ins leicht Schwammige ab (Gesicht, 00:24:07), überwiegend kann die Schärfe aber im Detail (Jackett, 00:11:13) wie in der Totalen (Büro, 01:25:26) überzeugen. Artefakte und Rauschen können praktisch nicht, wenn, dann nur äußerst mild, verzeichnet werden.

Ton: Während die deutsche Synchronisation sprachlich sehr sanft ausfällt, kommt der Originalton mit besser voluminierten Dialogen daher. Da die Unterhaltungen das Zentrum des Filmes darstellen, ist dies eine nicht zu vernachlässigende Tatsache. Während man die französischen Dialoge einwandfrei versteht und sich Momente von großer Prägnanz ergeben, klingt die deutsche Synchronisation wesentlich weniger saftig und kraftvoll. Die Kulisse betreffend stellt sich diese Verhältnis genau anders herum dar. In der deutschen Fassung dröhnt ein vorbeifahrender Zug (00:37:54) wesentlich lauter und plastischer aus allen Kanälen als im Original. Richtungsdynamiken und dunkle Bässe sind in beiden Versionen vorhanden. Deftige Effekte hingegen haben eher Seltenheitswert.

Extras: Die untertitelten Extras bestehen aus einem Feature „Ivan Maussion über das Produktionsdesign“ (6:18 Min.), in dem die Gestaltung und Auswahl von Korridoren und Büro mittels Ausschnitten und Zeichnungen sehr schön illustriert wird. Außerdem ist ein Audiokommentar von Regisseur Patrice Leconte für sechs ausgewählte Szenen vorhanden (36:45 Min.). Vier Programmtipps schließen das informative aber nicht sehr umfangreiche Bonusprogramm ab. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Weil sie sich in der Tür geirrt hat, vertraut Anna (Sandrine Bonnaire) dem Steuerberater William Faber (Fabrice Luchini) ihre Eheprobleme an. Da ihm ihre Nöte sehr zu Herzen gehen und er ihre Geständnisse auch aufregend findet, bringt er es nicht fertig, ihr die Wahrheit zu sagen - dass er keineswegs der Psychotherapeut ist, für den Anna ihn hält.

Im Lauf der Zeit stellt sich zwischen ihm und der jungen Frau ein seltsames Ritual ein, das von Termin zu Termin und mit jedem Geständnis ein engeres Band zwischen ihnen webt. Jedes Mal ist William aufs Neue bewegt - fasziniert erfährt er Geheimnisse, die jede Frau für sich behalten würde und die außer ihm nie jemand erfahren wird. Aber wer ist Anna wirklich? Und durchschaut sie sein Spiel

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46 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es ist schon nach Feierabend, das Personal ist gegangen und der Steuerberater Fabrice Luchini will gerade seine Kanzlei verlassen. Eine attraktive Frau steht ihm gegenüber, entschuldigt sich für ihr Zuspätkommen und bittet darum ihr Anliegen vortragen zu dürfen. Eigentlich wollte sie zu dem Psychologen eine Tür weiter, doch das große Mietshaus mit den vielen Etagen und ihre Eile führten wohl zu der Verwechslung.

Im Büro des Steuerberaters sieht es auch ein wenig so aus wie bei einem Psychologen, zumindest hat er die passende Couch. Beide sind sich fremd und man tastet sich so langsam an die Sache heran. Schon bald entdeckt Fabrice den Irrtum, aber irgendwie ist er von der Frau und ihrem Anliegen eingenommen und klärt den Sachverhalt nicht auf. Dies mag auch daran liegen, dass sie sehr plötzlich die Sitzung abbricht, allerdings mit dem Versprechen nächste Woche wieder zu kommen.

Erst in der dritten Sitzung kommt es zur Aussprache über die Verwechslung, aber das Vertrauensverhältnis ist bereits so weit gediehen, das die Treffen/Sitzungen fortgesetzt werden. Die Ehekrise der Frau wird durch ihren Fortgang beendet. Aber Fabrice hat sich verliebt und sucht sie an ihrem neuen Wohnort noch einmal auf.

Die Verwechslung der Bürotür gleich zu Anfang schafft eine eigenwillige Spannung, die über den ganzen Film anhält, weil hier etwas geschieht, was eigentlich nebenan geschehen sollte. Zwischendurch holt sich Fabrice dann auch nebenan bei seinem Psychologennachbarn, ein Prachtexemplar seines Standes, so wie man sich den alten Freud vorstellt, den Rat des Experten. Das schafft die notwendige Prise Humor. Thrillerartige Züge entstehen durch die Besuche des Mannes seiner Mandantin, der den Verlust seiner Frau vorausahnt.

Ein spannender humorvoller Film, der mit guten Dialogen und feinen Überraschungen dem Zuschauer gutes französisches Kino bietet.
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anna (Sandrine Bonnaire) verwechselt eine Tür und landet statt bei ihrem Psychotherapeuten im Büro des Steuerberaters William (Fabrice Luchini), dem sie von ihren Eheproblemen erzählt. Zwar klärt sich das Missverständnis bald auf, aber Anna hat Vertrauen gefunden in den schüchternen William, der ihr gebannt zuhört und sich alsbald in Anna verliebt.

Kammerspielartig ist diese ungewöhnliche Zweierbeziehung erzählt, die meisten Szenen spielen sich im kleinen Büro des Steuerberaters ab. Die beiden Hauptdarsteller und ihre innere Spannung zwischen Geheimnis und Vetrauen stehen im Mittelpunkt. Dieser Prämisse folgt die Inszenierung: Großaufnahmen in dunkler Beleuchtung, Annas effektvoll glimmende Zigaretten, auf das Notwendigste reduzierte Außenaufnahmen. Und immer steht die Frage im Raum: Erzählt Anna William eine wahre Geschichte? Hat sie das Zusammentreffen inszeniert? Ist William eine Marionette in ihrem Spiel?

Die beiden Hauptdarsteller brillieren in ihren Rollen:
Sandine Bonnaire ist als unduchschaubare Fremde die Idealbesetzung. Das wachsende Vertrauensverhältnis zu William spiegelt sich in ihrem Verhalten und vor allem in ihrem Gesicht wieder, von zunächst verschlossen und verletzt bis zu strahlend-selbstbewusst. Diese Metamorphose spielt sie glänzend.
Auch Fabrice Luchini verwandelt sich vom verklemmten Bürokraten zum von Anna faszinierten Mann. Er entdeckt das Leben, nimmt es in die Hand, und das nimmt man ihm jederzeit ab. Höhepunkt ist natürlich sein glücklich-einsamer Tanz zu "In the Midnight Hour".

Fazit: Ausgezeichnete Hauptdarsteller und faszinierende Dialoge machen diesen Film nicht nur für Fans des französischen Films sehenswert.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Komödien leben von Verwechslungen. Gleich zu Beginn wird die Tür verwechselt, aber eine Komödie wird daraus nicht.

Zwei, die sich zufällig treffen ( ein wenig unwahrscheinlich) und miteinander nah werden,immer näher, ohne sich körperlich zu exponieren. Sie finden Interesse aneinander. Mittels dieses "Schmierstoffs" finden sie zu ihren eigenen Wünschen, Träumen.

Beide streifen ihre Vergangenheit ab,finden zu anderen Teilen ihres Seins durch die Freude aneinander.

Sie,Anna, löst sich von ihrem Mann, der sie auf verschiedene Weise beengt.
Er,William, löst sich aus der Fessel seiner Herkunft, überwindet seine Bindung an die vorgegebenen Strukturen.

Auch das Ambiente ändert sich gründlich. Die Praxis, in langen, unwirtlichem Gang erreichbar, wird zu einer lichten, grosszügigen, sonnendurchfluteten Raum im Süden.

Der Film ist sehr dezent.Keine Gewalt,kein Sex. Das Ende ist alles andere als ein zwanghafte happy-end. Es ist die logische Entwicklung der Bedürfnisse zweier Menschen. Angesichts der Überfülle von Filmen mit unglaubwürdig-schlechtem Finale ist dies sehr positiv zu bewerten.

Sandrine Bonnaire und Fabrice Luchini spielen grossartig. Die Bonnaire mit einer Vielfalt von Facetten einer scheinbar geheimnisvollen Frau, Luchini als ein immer Wollender, aber immer Gehemmter- gekonnt.

Ein ruhiges Kammerspiel.
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