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Kundenrezensionen

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am 11. September 2006
Ich habe den Film seinerzeit mehrmals im Kino gesehen und auch heute noch gehört er zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.

Im Gegensatz zu so manch anderen Vampirfilmen der letzten Jahre ("Blade", "Underworld", "Van Helsing") setzt "Interview mit einem Vampir" nicht auf pures Gemetzel im Matrix-Stil, sondern baut voll und ganz auf einer Handlung auf, die vom Roman nur im geringen (und somit erträglichen) Maße abweicht. "Interview mit einem Vampir" spielt für mich in einer Liga mit Francis Ford Coppolas "Dracula"-Verfilmung: üppiges Dekor, barocke Kostüme, großartige Schauspieler und ein stimmiger Soundtrack; beide Filme sind eher Drama als Horrorfilm.

Man muß nicht unbedingt die komplette Chronik der Vampire von Anne Rice gelesen haben (die zudem in ihren letzten Bänden auch arg zu wünschen übrig ließen), um diesen Film zu mögen. Im Gegensatz zu der grauenhaft schlechten "Königin der Verdammten"-Verfilmung mit R'n'B-Sternchen Aaliyah , die auf dem dritten Roman basiert und den zweiten -fürs Verständnis so wichtigen- Band vollkommen negiert, steht die Geschichte von "Interview mit einem Vampir" für sich alleine und ist in sich abgeschlossen.

Der Film weicht vom Roman nur in kleineren Passagen ab, ist also ziemlich werkgetreu, und -für mich als Freundin schwelgerischer Kostümfilme- grandios ausgestattet. Alle weiblichen Zuschauer dürfen sich über eine äußerst schmucke Darstellerriege freuen, allen voran natürlich Brad Pitt als Louis und Tom Cruise als Lestat.

Brad Pitt ist ein ungemein sensibler Louis, der es vor allem durch seine Blicke schafft, daß der Zuschauer die innere Zerrissenheit seines Charakters begreifen lernt. Hin- und hergerissen zwischen Liebe, Hass, dem moralischen Konflikt seines Vampirdaseins, Claudia und Lestat (tatsächlich gibt es mehrere homoerotische Momente im Film, nicht nur zwischen Cruise und Pitt) zeichnet Pitt das Bild eines unsterblichen Vampirs, der lieber ein sterblicher Mensch geblieben wäre.

Tom Cruise als Lestat liefert mit dieser Rolle eindeutig die bis dato beste darstellerische Leistung seiner gesamten Karriere ab. Ja, Lestat ist der "böse" von den beiden, und man merkt Cruise deutlich an, daß er Spaß an dieser für ihn doch ein wenig ungewohnten Seite hatte. Gleichzeitig stattet Cruise seinen Lestat aber auch mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Humor aus ("Claudia... you have been a very, very naughty girl"), daß es eine Freude ist. Hätte man nach dem Erfolg von "Interview mit einem Vampir" gleich auch noch die anderen Romane mit Cruise als Lestat besetzt, so wären diese Filme sicherlich auch allesamt Blockbuster geworden. Vergeßt Stuart Townsends blasse Darstellung Lestats in "Die Königin der Verdammten", Cruise ist der wahre Film-Lestat.

Eine besondere Entdeckung ist auch die damals gerademal 12jährige Kirsten Dunst als Claudia. Fast schon beängstigend, wie sie es in ihrem jungen Alter schafft, eine Frau im Körper eines Kindes zu spielen. Auf der einen Seite zerbrechlich-zart, auf der anderen Seite eine eiskalte Mörderin ohne Skrupel, ein bemerkenswertes Talent.

Antonio Banderas spielt den Armand als sinnlichen Dämon, der ähnlich wie Louis, wenn auch nicht so offensichtlich an seinem unsterblichen Leben zweifelt. Und zumindest in der englischen Originalfassung wartet er mit einem herrlichen Latin-Lover-Akzent auf. ("Remember my name. Armand.")

Einzig Stephen Rea als Santiago kommt nicht allzu gut weg, was meines Erachtens aber daran liegt, daß seinem Charakter einfach zu wenig Zeit gelassen wird, um sich im Film zu entfalten. Schade, aber verzeihlich.

Was mich an diesem Film erstaunt hat, war das unglaublich gute Zusammenspiel zwischen Originalfassung und Synchronisation. "Interview mit einem Vampir" ist einer der wenigen Filme, wo es egal ist, ob man sich nun die englische oder die deutsche Fassung ansieht. Nicht nur, daß die deutschen Stimmen den englischen sehr ähnlich sind, auch die Übersetzung ist als gelungen zu betrachten.

Die "Special Edition" wartet des weiteren mit einem Feature, "Im Schatten des Vampirs", auf, einem Making-of zum Film, das allerdings scheinbar erst für die DVD gedreht wurde, da man Brad Pitt in Archivaufnahmen aus der Mitte der 1990er Jahre sieht, während die Interviews u.a. mit Autorin Anne Rice noch relativ neu zu sein scheinen. Wer etwas mehr über den Film, die Romane von Anne Rice und die Umstände der Entstehung des Films wissen möchte, ist mit diesem Making-of gut bedient.

Fazit: "Interview mit einem Vampir" ist einer der besten Vampirfilme aller Zeiten, kein brutales, von Spezialeffekten dominiertes Gemetzel, sondern in allererster Linie ein Drama mit wirklichen Charakteren, grandioser Ausstattung und durch die Bank weg tollen Darstellern. Unbedingt kaufen!
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...wurde die Veröffentlichung des wirklich genialen Films diesmal auch auf Blu-Ray. Der Film an sich ist schlicht und ergreifend ein Meisterwerk und hätte eine ihm gebührende Umsetzung auf DVD oder Blu-Ray mehr als verdient.
Doch was man hier geboten bekommt, haut einen glatt vom Fernsehsessel.
Das Bild ist nicht einen Deut besser als auf DVD (und das war gerade so erträglich). Aber was dem Fass den Boden ausschlägt ist der Ton! Dieser wurde ebenfalls 1:1 von der DVD übernommen und ist das allerschlimmste was ich jemals gehört habe. Die Synchronsprecher scheinen mit einem Blecheimer über dem Kopf im Tonstudio gestanden zu haben. Ungelogen!!
Dieses wird gleich im Anfangsdialog zwischen Brad Pitt und Christian Slater mehr als deutlich. Eigenartigerweise funktionieren die Musiksequenzen recht gut.
Zum Bild kann man nur sagen, dass z.B. die Parkszenen mit den Steinfiguren, richtig umgesetzt, ein Leckerbissen für Cineasten gewesen wären. Wären! Wenn man sich wirklich bemüht hätte das Filmmaterial HD tauglich zu präsentieren. Dem ist leider überhaupt nicht so.

FAZIT: Die Blu-Ray taugt noch weniger als die DVD. Wer letztere besitzt sollte diese behalten und die Blu-Ray wieder zum Händler schaffen bzw. gar nicht erst kaufen. Wirklich schade einen solchen Film mit solch grandios aufspielenden Akteuren dermaßen schlecht zu präsentieren
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am 14. Januar 2003
Über den Film muss man nicht viele Worte verlieren:
Einer der besten Vampirfilme aller Zeiten!!!Bittersüss,
tragisch und dramatisch. Bei der Wahl der DVD auf jeden
Fall zur Special-Edition greifen. Nur hier gibts einen, leider
nicht untertitelten Kommentar des Regieseurs Neil Jordan und
äußerst interessante Interviews mit Tom Cruise u. Brad
Pitt aus dem Jahre 1994, sowie Interviews mit Anne
Rice, Neil Jordan, Kirsten Dunst und allen anderen
Darstellern im halbstündigen Special "Im Schatten des
Vampirs". Außerdem im Vergleich zur Erstauflage gibts
animierte Menüs. Wesentlich bessere DVD also.
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am 5. Oktober 2002
Der Film ist absolut genial und für jeden Fan ist die DVD ein Muss. Doch von der "Special Edition" war ich etwas enttäuscht - die DVD wirkt leider etwas lieblos dahingeschustert. Zum einen steckt die DVD genau wie bei der normalen Version in der billigen Pappkarton-Hülle. Eine edlere Aufmachung wäre angebracht gewesen. Die Bild und Tonqualität sind zwar sehr gut aber ich habe keinen Unterschied zwischen der normalen Version und der Special Edition entdecken können.
Nett: US-Trailer und Making Of ("In the shadow of the vampire")
Fazit: Der Film ist absolut genial, aber aus der sogenannten "Special Edition" DVD hätte man mehr machen können.
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am 20. Februar 2010
Kann mich der negativen Meinung über diese BluRay nur anschliessen:
Film: Top - BluRay Flop.

Ich hatte bereits die DVD und wollte aufgrund des günstigen Preises ein "HD-Update" machen.
Schwerer Fehler!
DVD und BluRay unterscheiden sich von der Bildqualität nicht im geringsten:
Das Bild ist schwammig, der Ton ist recht blechern und die 5.1-Abmischung hätte man sich auch sparen können.
Wer hier ein BR-HighDefinition-Film erwartet wird schwer enttäuscht werden.

Da ich den Film an sich sehr mag, kann ich mich zu einer 1-Stern-Bewertung nicht ganz durchringen, aber mehr als 2 Sterne ist aufgrund dieser schrottigen BluRay wahrhaftig nicht drin.
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am 17. März 2012
Als ich die vielen negativen Bewertungen zur Qualität der Blu Ray las, überlegte ich lange ob ich mir den Film überhaupt auf Blu Ray kaufe.
Nun im März 2012 habe ich es doch getan und habe erst einmal die Innen- und Außenringnummern auf der Blu Ray verglichen und festgestellt, dass die Ringnummern auf meiner Bluray wie folgt lauten:

Innenring: A0100923265-B911 2000
Außenring: A0101137259-A911 5000

In einer anderen Rezesion las ich, dass es bereits 2 andere Blu Ray Versionen von diesem Film mit anderen Ringnummern gab, die von der Ton Qualität wohl Fehlerhaft waren. Ich beziehe mich daher nur auf die Blu Ray mit den oben genannten Ringnummern. Sie können die Ringnummern auf der spiegelnden Seite der Blu Ray finden.

Nun zur Blu Ray selbst:

Bild
Tatsächlich ist das Bild nicht auf dem Blu Ray Niveau, wie man es von anderen nachbearbeiten filmen kennt. Aber das Bild ist deutlich besser als auf der DVD! Es lohnt sich in jedem Fall bei diesem Film auch auf Blu Ray aufzurüsten. Die dunkleren Szenen sind tatsächlich nicht so klar, wie man es von HD gewohnt ist, aber es ist eine deutliche Steigerung zur DVD Qualität zu sehen und ich würde behaupten, dass es am Grundmaterial liegt, welches die Nachbearbeitung erschwert hat. Die hellen Szenen erstrahlen mit den fantastischen Kostümen und der grandiosen Schminke in neuem HD Glanz.

Ton
Diese Blu Ray Version klang weder blechern in den ersten Minuten, noch war sie asynchron zum Bild!
Der Ton war fantastisch klar im Vergleich zur DVD und mir fiel nichts negatives auf. Es hörte sich genauso an wie auf der DVD, nur eben klarer.

Extras und Abspielen
Wenn man die Blu Ray einlegt und abspielt, fängt nicht der Film an, sondern es kommt vor dem Film eine Einleitung von Anne Rice, Neil Jordan und Antonio Banderas. Mich persönlich störte es ein wenig, da ich mich bereits auf die mitreißende Atmosphäre des Films eingestellt hatte und erst einmal eine Einleitung bekam. Diese kann man aber einfach mit einem Schritt Vorwärts überspringen und der Film geht los. Das Hauptmenü selbst bietet ansonsten noch eine Dokumentation: "Im Schatten des Vampirs", die man einzeln Anwählen kann. Ich hätte mir gewünscht, dass man aussuchen könnte ob man die Einleitung sehen möchte oder nicht. Aber wenn man es weiß, überspringt man diese einfach. Ich überlegte sogar einen Stern abzuziehen, aber da diese Einleitung auch auf der Blu Ray vermerkt ist und man die Einleitung überspringen kann, tut es der Qualität der Blu Ray keinen Abbruch sondern könnte von manchem als tolles Extra gesehen werden. Das ist Geschmackssache.

Alles in allem ist die aktuelle Version der Blu Ray wirklich empfehlenswert. Die Tonfehler wurden anscheinend vollends behoben und die Bildqualität ist wie beschrieben zwar nicht durchgehend HD, wie man es gewohnt ist, aber im Gegensatz zur DVD ist definitiv eine Verbesserung zu sehen.
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am 26. Oktober 2014
Leider hat Warner hier auf eine echte Anniversary Version verzichtet und einfach nur ein neues Cover über die alte BluRay geworfen. Immer noch die schlechte Qualität wie schon vor Jahren!

Lächerlich.
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am 22. Mai 2003
..... als in diesem Vampirfilm von 1994. Kultregiseur Neil Jordan (Die Zeit der Wölf, The Crying Game, Jenseits der Träume) vollbrachte das Kunsstück den Roman von Anne Rice gekonnt auf die Leinwand zu bringen. Die literarische Vorlage „Interview mit einem Vampir" aus der „Chronik der Vampire" kann es ohne weiteres mit dem Klassiker „Dracula" von Bram Stoker aufnehmen. Neil Jordan besetzte seine Vampiroper mit Hollywoodgrößen wie Tom Cruise, Brad Pitt, Antonio Banderas, Christian Slater, Stephen Rea und der damals noch völlig unbekannten Schauspielerin Kirsten Dunst (Spider Man). Bei dieser Besetzung konnte eigentlich nichts schief gehen dachte man, aber schon im Vorfeld wurde die Besetzung des Vampirs Lestat mit Tom Cruise aufs heftigste kritisiert ohne das jemand auch nur Teile des Films gesehen hatte. Selbst die Schriftstellerin Anne Rice, verantwortlich für die literarische Vorlage, äußerste sich in Interviews sehr skeptisch zu dieser Wahl der Besetzung. Als der Film dann Premiere feierte verstummten alle Kritiker und der Film avancierte zum Kassenschlager. Selten waren Vampire so schön, so romantisch, so sinnlich, so grausam wie in „Interview mit einem Vampir". Tom Cruise ist schlichtweg genial als Blutsauger Lestat und Brad Pitt wohl die Verkörperung der Sinnlichkeit. Kirsten Dunst in der Rolle der verspielten, kindlichen Claudia aber setzt dem ganzen wohl die Krone auf. New Orleans im 19.Jahrhundert, Plantagenbesitzer Louis hat nach dem frühen Tod seiner Frau auf dem Kindsbett die Freude am Leben verloren und sehnt sich förmlich nach dem Tod. Erhört wird Louis Todessehnsucht allerdings ausgerechnet von einem Vampir, der Ihn vor eine Wahl stellt die er selbst wohl nie hatte. Allen Freunden dieses Films lege ich die kürzlich erst erschienene Special Edition ans Herz. Im Vergleich zum Vorgänger befindet sich auf dieser DVD noch der Filmtrailer sowie ein ausführliches Making of. Für mich zählt „Interview mit einem Vampir" zusammen mit Filmen wie „Tanz der Vampire" oder „Bram Stokers Dracula" zu den besten Vampirfilmen überhaupt. Deshalb gibt es für Neil Jordans Kultfilm keine andere Möglichlichkeit als die volle Punktzahl - 5 Sterne !
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am 1. März 2006
San Francisco, 1994: Der junge Reporter Malloy lacht zunächst ungläubig auf, als der Mann, den er vorher auf der Strasse um ein Interview über sein Leben gebeten hat, sich als Louis de Pointe du Lac vorstellt und ihm sagt, er sei 200 Jahre alt und ein Vampir.
In den Unglauben mischt sich aber schon bald Erstaunen und Faszination für diesen Mann mit den durchdringenden, blauen Augen, als er von seinem menschlichen Leben als Plantagenbesitzer im 18. Jahrhundert berichtet. Und umso mehr als er fort fährt und erzählt, wie er selber durch den Biss eines gewissen Lestat zum Vampir wurde, wie er sich weigerte die unumgängliche Wahrheit zu akzeptieren und wie er, in dem glauben sie zu retten, die zwölfjährige Claudia durch seinen Biss zu einem ewigen Leben als Kind verdammte und wie ihn diese Schuld zerfrisst...
Allgemein zum Film
Das Buch ´Interview with a vampire´von Anne Rice wurde bereits 1973 veröffentlicht und zu einem Bestseller, dennoch dauerte es gute 21 Jahre, bis der Weg diese ungewöhnliche Geschichte auf die Leinwand führte. Regisseur Neil Jordan gelang es den eigentümlichen Charme der Geschichte durch überzeugende Kulissen und glaubwürdige Darstellungen der Orte einzufangen. Sie bilden den perfekten Rahmen für die Geschichte, deren Kern die menschliche Verletzlichkeit eines für uns so unmenschliches Wesens wie ein Vampir ist. Neid, Missgunst, Zuneigung, Hass, Liebe. Diese unterschiedlichen Gefühle sorgen für die düstere Stimmung und wecken zugleich Mitleid für die Hauptfigur. Darüber hinaus wird schnell klar, dass Louis das ewige Leben als Vampir weder gewollt hat noch es für ihn zu ertragen ist. Somit ist er ein Gefangener der Welt, in die ihn Lestat geführt hat. Eine unglückliche Kombination und schaurige Vorstellung zugleich! Und im Grunde ist das der Horror, den man als Zuschauer verspürt.
Die Schauspieler
Um diesen Horror zu erreichen musste sich Neil Jordan im Grunde nur auf seine hochkarätigen Darstellercrew überlassen. Die Besetzung des Lestat mit Tom Cruise (bis dahin eher durch Mainstraim-Filme wie ´Cocktail´ oder `Top Gun´ bekannt geworden und als ewig lächelnder Sunnyboy verschrien) sorgte dabei im Vorfeld für einigen Wirbel. Aber Cruise brilliert geradezu in der Rolle als selbstherrlicher und selbst ernannter Herr über Leben und Tod. In seinem Schauspiel wird er nur leicht von der damals noch sehr jungen, aber herausragend und sehr erwachsen spielenden Kirsten Dunst (heute besser bekannt als Mary Jane Watson in ´Spiderman´) als Claudia übertroffen. Brad Pitt als Louis steht diesen beiden dabei nur wenig nach und so leidet der Zuschauer mit Louis und Claudia und wünscht Lestat in die Hölle. Diesem Dreiergestirn ist es zu verdanken, dass diese ungewöhnliche Geschichte überzeugt und begeistert. Die anderen Akteure (Christian Slater als Reporter Malloy, Antonio Banderas als Armand) tragen durch ihre sehr gute Leistung diesen aussergewöhnlichen Film mit.
Die DVD
Im Gegensatz zu der herkömmlichen DVD bietet die Ausstattung dieser ´Special Edition´ nicht viel mehr. Statt in Dolby digital 2.0 ist der deutsche Ton nun digital 5.1, dafür fehlt die spanische Sprache (was durchaus zu verschmerzen ist). Der einzige richtige Bonus ist die Dokumentation "Im Schatten des Vampir" und die Originalkommentare. Für Fans sicher ein Muss!
Mein Fazit: Alleine schon wegen dem atmosphärisch dichten Zusammenspiel von Brad Pitt und Tom Cruise, welches wie die Machtkämpfe zweier ungleicher Brüder anmutet, ist dieser Film sehenswert. In der Tat ist er der einzige neben ´Die Farbe des Geldes´, in dem mich Cruise von seinem Können überzeugen konnte. Anschauen und sich erschauern lassen!
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am 25. Februar 2004
Ein meisterhafter Film - vielleicht der anspruchvollste moderne Vampir-Streifen. Die eigentliche Geschichte beginnt im kaum geborenen Amerika des 17. Jahrhunderts, mit dem Tod des jungen Grundherrn Louis (Brad Pitt) und bindet den Zuschauer fortan an die Lebens- und Leidenspfade seiner gequälten Seele. Denn wiedergeboren als Vampir, ist sein einziges Verlangen das Blut sterblicher zu trinken, um seine grausamen Triebe zu befriedigen. Dabei gerät er schnell in den Widerspruch mit den Überresten seines Menschlichen Gewissens. Eingebettet ist die Handlung in eine Interviewsituation mit einem Journalisten unserer heutigen Zeit, in der Louis seine Vergangenheit sowie seine tiefsten Gefühle preisgibt - seine Motivation zu diesem Zug kristallisiert sich im späteren Verlauf immer klarer heraus. Über die Jahrhunderte nehmen die zwischenmenschlichen, gesellschaftlichen und inneren Konflikte zu, Charaktere kommen und hinterlassen im Charakter des Protagonisten ihre Spuren. Letztendlich sieht dieser jedoch wieder allein der trostlosen Ewigkeit entgegen.
Beeindruckend ist bei „Interview mit einem Vampir" nicht nur das Schauspieler-Ensemble, allen voran die junge Kirsten Dunst. Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet und verheddern sich nicht in stereotypen Vampirvorstellungen, sondern spiegeln stattdessen gekonnt Aspekte des menschlichen Seins wider. Ob Vampirfan oder nicht - für jeden Liebhaber intelligenter Kinounterhaltung findet sich hier ein neuer Punkt im Pflichtprogramm.
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