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Interstella 5555: The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem [Blu-ray]
 
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Interstella 5555: The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem [Blu-ray]

Daft Punk , Kazuhisa Takenouchi    Freigegeben ab 6 Jahren   Blu-ray
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In einer Geschichte der ungewöhnlichsten Kinoprojekte aller Zeiten hätte sich Leiji Matsumotos knapp 70 Minuten langer Animationsfilm Interstella 5555 ohne jeden Zweifel einen Ehrenplatz verdient. Die Zusammenarbeit zwischen der Legende des japanischen Zeichentrickfilms -- Matsumoto ist unter anderem auch für die Kultserie Captain Future verantwortlich -- und den beiden Musikern des französischen House-Duos Daft Punk entspringt zwar der seit einiger Zeit anhaltenden Retro-Mode, doch letztlich haben der Filmemacher und die Musiker hier trotz allem ganz neue Wege beschritten. Ein wenig erinnert ihr Film an die Longform-Videos, die in den späten 80er-Jahren kurzzeitig äußerst populär waren. Nur verzichtet Interstella 5555 auf jeden Dialog und selbst die an sich schon spärlichen Texte der 14 Songs des Daft-Punk-Albums Discovery haben kaum einen Bezug zur erzählten Geschichte. Die Bilder müssen ganz für sich sprechen. Die Musik von Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem Christo ist -- fast wie bei einem Stummfilm -- nur Begleitung.

Interstella 5555 führt die Geschichte fort, die in den Videos zu den vier Single-Auskopplungen aus dem Discovery-Album begonnen hat. Was in den Videos noch sehr rätselhaft wirkte, der Auftritt einer außerirdischen Pop-Band auf einem fremden Planeten, die Entführung eben dieser Band in unsere Welt und schließlich ihre Umwandlung in einen irdischen Pop-Act, war nur die Exposition für eine Verschwörungsgeschichte von wahrhaft intergalaktischem Ausmaß. Dabei erinnert nicht nur der Animationsstil an die früheren Arbeiten von Leiji Matsumoto, auch die Figuren und die Themen des Films variieren klassische Motive des japanischen Animationskinos. Nur haben Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem Christo sie in einen etwas anderen Kontext gestellt. Ihr Science-Fiction-Abenteuer ist am Ende eigentlich gar keine Zukunftsvision, sondern ein Gewand für eine ironische, aber auch ziemlich bittere Abrechnung mit der heutigen Popindustrie.

In vielen Kritiken zum Kinostart von Interstella 5555 konnte man lesen, dass der Film in erster Linie für Fans der Daft-Punk-Musik interessant sei. Natürlich hat dieses Projekt einen besonderen Reiz für Fans, doch man muss kein begeisterter Anhänger des House-Sounds sein, um seinen Spaß an diesem einzigartigen Anime zu haben. Die Geschichte und die Bilder, in denen sie erzählt wird, haben ihre eigene Faszination, die der Musik im Endeffekt eine ganz neue Bedeutung verleiht. Die Songs von Daft Punk wirken im Kontext des Films sogar weitaus vielschichtiger als nur beim reinen Hören. Kazuhisa Takenouchis Vision entwickelt zudem einen ungeheuren Sog. Der äußere Impuls der Musik, die zum Tanzen verführt, verwandelt sich in einen inneren Affekt. Interstella 5555 bringt die Seele und das Gehirn zum Tanzen. --Sascha Westphal

Kurzbeschreibung

"Tracks: 01 Interstella Film 02 Interaktiver Eingriff in den Film (verschiedene Sichtweisen) 03 Vorstellung der einzelnen Figuren 04 Karaoke 05 Trailer 06 Daft Punk Bio 07 Leiji Matsumoto Bio 08 Hidden Bonus"

DVD & Video Report

Psychedelisches Anime-SciFi-Musical des japanischen Mangakünstlers Leiji Matsumoto und des Pariser DJ-Duos Daft Punk.

Blickpunkt: Film

Der Daft-Punk-Film. Vier Musikanten aus einer fernen Galaxie leisten irdischen Popkultur-Frondienst für einen fiesen Impressario, doch Rettung ist nah in diesem knapp siebzigminütigen, ohne ein einziges gesprochenes Wort auskommenden Zeichentrickmusical aus japanisch-französischer Koproduktion.

Kaum ein zweiter Filmverleih in hiesigen Breiten hat sich derart um den asiatischen Film verdient gemacht wie Rapid Eye Movies. Ob Takashi-Miike-Schockfest, Johnny-To-Gangsterdrama, Bollywood-Musical, oder neues, koreanisches Gegenwartskino - wenn es um die Würdigung fernöstlicher Trends oder gar die Entdeckung potentieller Kultfilme geht, stehen die Kölner in vorderster Reihe. Logisch, daß man sich 'Interstella 5555' nicht entgehen ließ, handelt es sich bei dieser französisch-japanischen Koproduktion doch um die sozusagen abendfüllende Animé-Version diverser Musikvideoclips des Pariser DJ-Duos Guy-Manuel De Homem-Christo und Thomas Bangalter, besser bekannt als Daft Punk, in einer visuellen Interpretation des Animé-Zeichner Leiji Matsumoto, seines Zeichens Schöpfer der nach wie vor immens populären TV-Serie 'Captain Future'. Gute Vorraussetzungen also, um diesmal auch ansonsten weniger mit fernöstlicher Kinomaterie vertraute Besucher, sprich, MTV-Gucker, kleine Mädchen und neugierige Popfans, in die Kinos zu locken.
Im fernen Weltall gehen die Uhren anders. Man genießt Musik als solche, Kommerz und Konkurrenz sind unbekannt. Die besten ihrer Zunft sind drei Herren und eine Dame, bekannt als die crescenDolls. Und genau die stehen ganz oben auf der Wunschliste eines fiesen Konzertveranstalters von Mutter Erde. Der reißt sich die Talente des Universums eines nach dem anderen gewaltsam unter den Nagel, um sie, einmal mittels Drogen willenlos gemacht, hierzulande rundum zu vermarkten. Auch den crescenDolls droht ein Schicksal in Sklaverei, wenn da nicht ein aufmerksamer Ufo-Pilot und seine brennende Liebe zu der Sängerin wäre. So einfach die Story, so simpel, aber wirkungsvoll das Gesamtkonzept. Kein Wort wird gesprochen, statt dessen erklingen auf der Tonspur siebzig Minuten lang die Hits von Daft Punk, angereichert höchstens um den einen oder anderen, unvermeidbaren Soundeffekt, derweil die Bilder in leuchtenden Farben und prächtigen Kulissen schwelgen, der totale Kitsch seinen unvermeidlichen Lauf bis zum Happy End auf rosaroter Wolke Sieben nimmt. Schööön, schmachteten zarte Lippen nach der mit jungen Damen prall gefüllten Premiere auf dem Fantasy Filmfest. Animé muß nicht Tentakelmonsterschlachtplatte, Schulmädchensex oder Superheldenaction sein. Jedenfalls nicht immer. ab.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Psychedelisches Anime-SciFi-Musical des japanischen Mangakünstlers Leiji Matsumoto und des Pariser DJ-Duos Daft Punk.

Kurzbeschreibung

Tracklisting:
01 Interstella Film
02 Interaktiver Eingriff in den Film (verschiedene Sichtweisen)
03 Vorstellung der einzelnen Figuren
04 Karaoke
05 Trailer
06 Daft Punk Bio
07 Leiji Matsumoto Bio
08 Hidden Bonus

Titelverzeichnis

Tracks:

One More Time
Aerodynamic
Digital Love
Harder, Better, Faster, Stronger
Crescendolls
Nightvision
Superheroes
High Life
Something about us
Voyager
Veridis Quo
Short Circuit
Face to Face
Too Long
Aerodynamic (Daft Punk Remix)

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