Morris Zapp und Philip Swallow, zwei Akademiker für Englische Literaturwissenschaften, tauschen für ein Jahr die Plätze. Der Engländer Swallow lehrt für ein Jahr an der Euphoria State University in den USA und der Amerikaner Zapp arbeitet an der Rummidge University in England. Diese an sich unspektakuläre Ausgangssituation benutzt Lodge, um ein unglaubliches Witzfeuerwerk abzuschießen, die kulturellen Eigenheiten der Briten und Amis auf die Schippe zu nehmen und auch noch, um sich selbst-reflexiv mit der Kunst des Romanschreibens zu befassen.
So besteht ein Kapitel nur aus der Briefkorrespondenz zwischen den Protagonisten und ihren Ehefrauen, die im übrigen beide eine Affäre mit der Frau des jeweils anderen haben. An einer Stelle beschwert sich Hilary, die Frau von Philip, dass doch wohl seit dem 19. Jahrhundert keine Briefromane mehr geschrieben werden.
Das letzte Kapitel ist als Theaterstück geschrieben, in dem Philip sich im abschließenden Monolog darüber auslässt, dass ein Autor das Ende eines Romans nicht verbergen kann, der Leser merkt es ja an den noch übrig bleibenden Seiten. Ein Film habe es da viel leichter, dieser könne plötzlich und überraschend enden. So lauten seine letzen Worte: "It can just...end."
Neben diesen postmodernen Spielerein ist es, wie schon erwähnt, der Witz, der "Changing Places" zu einem großen Vergnügen macht. Der Zyniker Morris, der gutmütige Philip, die schüchterne Hilary und die staubtrockene Desiree sorgen für ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen.