INTRO
Kurz nach dem NATACHA ATLAS-Solo-Album kommt schon das nächste aus dem TGU-Stall, zehn Remix-Raritäten, vorwiegend nur auf limitierten Singles erschienen, von einem der einflußreichsten Forschungsinstitute der Dance-Szene. Vielfältigkeit ist ihre Stärke, eine Kultur trifft auf die nächste, sei es albanisch oder arabisch-semitisch, westindisch, ghanaisch, House trifft auf Dub, es gibt weniger einen TGU-Sound als einen TGU-'State Of Mind'.Der erste Preis geht an DREADZONE für ihre riesige Dub/Acid/Dekonstruktion von 'Lookee Here', wobei sowieso kein einziger Remixer das Ziel verfehlt.Es mag paradox klingen, aber 'Interplanetary Meltdown' fließt nahtloser und wirkt vollständiger als die beiden regulären Studio-Alben von TGU. Weniger Rap, mehr Tricks. Spätestens jetzt müßte man ihren Anteil anerkennen an dem Kampf, die Grenzen der Dance-Landkarte wegzuradieren: Sie haben eine Basis für weitere Experimente geschaffen, für LEFTFIELD, DREADZONE und andere steht die Tür weit offen.Unbedingt auschecken: JUSTIN ROBERTSONs 'Lionrock Kick Da Flavor Mix' von 'International Times' und THE DRUM CLUBs 'Earthtribe'. Dazu kommen KRIS NEEDS' 'Slowfinger', SABRES' 'International Times', 'Templehead' von YOUTH plus TGU-Remixes von der Hardcore-Band GROTUS ('Rasa Bliss') und von den postindustriellen HEADBUTT.
Harry Calvino / Intro - Musik & so
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