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Internetzensur in China. Aufbau und Grenzen des chinesischen Kontrollsystems
 
 
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Internetzensur in China. Aufbau und Grenzen des chinesischen Kontrollsystems [Taschenbuch]

Kim-Björn Becker
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 246 Seiten
  • Verlag: VS Verlag; Auflage: 2011 (13. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3531182080
  • ISBN-13: 978-3531182087
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 14,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.185.911 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In kaum einem anderen Staat wird das Internet so stark beschränkt wie in der Volksrepublik China. Die politische Führung in Peking kontrolliert den Zugang der Nutzer zum Internet, filtert das Netz systematisch nach kritischen Schlagwörtern und macht die Betreiber von Online-Diensten zu Agenten der Zensur. Doch die "Große Firewall" hat Löcher: An vielen Stellen gelingt es chinesischen Internetnutzern, die Kontrollmechanismen zu umgehen. Die chinesische Regierung steht vor einem Dilemma, denn das Internet dient ihr gleichzeitig als Wachstumsmotor der Wirtschaft. Kim-Björn Becker präsentiert eine detaillierte politikwissenschaftliche Analyse des Internets und der technischen Hintergründe der Internetzensur in China. In Fallstudien werden bedeutsame Ereignisse analysiert, etwa die Debatte um Google in China oder die missglückte Einführung der Zensursoftware Grüner Damm. Schließlich werden die Befunde im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Liberalisierungspotential des Internets diskutiert.
Das Buch richtet sich an Studenten und Dozenten der Politik- und Kommunikationswissenschaft sowie Fach- und Führungskräfte in Politik, Medien und Wirtschaft.

Buchrückseite

In kaum einem anderen Staat wird das Internet so stark beschränkt wie in der Volksrepublik China. Die politische Führung in Peking kontrolliert den Zugang der Nutzer zum Internet, filtert das Netz systematisch nach kritischen Schlagwörtern und macht die Betreiber von Online-Diensten zu Agenten der Zensur. Doch die „Große Firewall“ hat Löcher: An vielen Stellen gelingt es chinesischen Internetnutzern, die Kontrollmechanismen zu umgehen. Die chinesische Regierung steht vor einem Dilemma, denn das Internet dient ihr gleichzeitig als Wachstumsmotor der Wirtschaft. Kim-Björn Becker präsentiert eine detaillierte politikwissenschaftliche Analyse des Internets und der technischen Hintergründe der Internetzensur in China. In Fallstudien werden bedeutsame Ereignisse analysiert, etwa die Debatte um Google in China oder die missglückte Einführung der Zensursoftware Grüner Damm. Schließlich werden die Befunde im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Liberalisierungspotential des Internets diskutiert. Das Buch richtet sich an Studenten und Dozenten der Politik- und Kommunikationswissenschaft sowie Fach- und Führungskräfte in Politik, Medien und Wirtschaft.

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Von Xi Meilin
Das Buch von Herrn Becker erfüllt ein längst fälliges Desiderat bezüglich der allzu häufig erwähnten, doch nie genauer untersuchten "Internetzensur" in China. Er erläutert präzise die engen Verflechtungen zwischen Staat, Partei und ausgeübter Zensur und die unzähligen Organe, die das Gebilde der "Internetzensur" darstellen. Einen wichtigen Einblick gewährt er auch bezüglich der chinesischen Medienlandschaft und des Status des Journalismus innerhalb der chinesischen Gesellschaft. Auch die technischen Aspekte, wie Zensur aufrecht erhalten und umgekehrt umgangen wird, kommen nicht zu kurz. Spannend ist zudem zu erfahren, wie und an welchen Stellen Kontrolle ausgeübt wird - und ob diese überhaupt bewahrt werden kann. Das Buch verdiente eigentlich die volle Bewertung, wenn nicht einige Details diese umfassende und äusserst nützliche Darstellung stören würden.

Bereits ein Blick auf die Bibliografie zeigt, dass der Autor offenbar des Chinesischen nicht mächtig ist. Als fliessend Chinesisch beherrschende Userin macht sich dieser Mangel als grosser blinder Fleck durch das ganze Buch hindurch bemerkbar. Es wurden zwar Quellen von chinesischen Autoren verwendet, doch nur in englischer Fassung. Ich vermisste chinesischsprachige Werke, denen ich zwecks eigener Recherchen folgen konnte, denn es gibt durchaus viele ChinesInnen ausserhalb Festlandchinas, die sich ebenfalls mit dem Thema in ihrer Sprache befassen. Selbst bei inländischen Quellen wurde stets die englische Version gewählt (etwa von Xinhua). Zudem werden sämtliche chinesischen Namen, Titel, Begriffe in ihrer Übersetzung erwähnt, jedoch nicht in ihrem originalen Wortlaut. Das erschwert eine Rückverfolgung massiv. Es hinterlässt den Eindruck, der Autor beschreibt zwar eine Welt und ihren Zustand, kann sie jedoch aufgrund sprachlicher Hürden nie ganz betreten. Schade auch, dass trotz einer so nützlichen Arbeit auffällig viele Schreibfehler auftreten. Ein weiterer Wermutstropfen sind die Grafiken, bei denen hellere Grautöne aufgrund des Abdrucks sehr schlecht sichtbar sind. Die Bibliografie wiederum ist aufgeteilt in fast zu viele verschiedene Bereiche (Quellen/Monografien/Artikel/etc.), womit Referenzen im Haupttext erst mit einer aufwendigen Blätteraktion wiedergefunden werden können.

Trotzdem bildet das Buch eine lang ersehnte, detaillierte Studie über die Internetzensur Chinas, sowohl in technischer als auch politischer Hinsicht. Das chinesische Sprachmanko ist zwar ein sehr bedauerlicher, aber in Anbetracht der Gesamtleistung verschmerzbarer Anteil.
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