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Internet für Psychologen
 
 
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Internet für Psychologen [Gebundene Ausgabe]

Bernad Batinic
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 665 Seiten
  • Verlag: Hogrefe-Verlag; Auflage: 2., überarb. u. erw. A. (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3801712265
  • ISBN-13: 978-3801712266
  • Größe und/oder Gewicht: 24,7 x 17,5 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.040.034 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieses umfassende Buch richtet sich an alle am Internet interessierten Psychologen, mit und ohne Erfahrung. Die nach Themen und Anwendungsfeldern gegliederten Kapitel sind ausführlich und verständlich für Interneteinsteiger geschrieben, bieten aber darauf aufbauend aktuelle Informationen und den neusten Stand der Forschung für Psychologen, die bereits vertiefend das neue Medium Internet nutzen. Die Autoren möchten vor allem Anregungen und Grundlagen vermitteln, die ein selbständiges Erschließen des Arbeitens im Internet ermöglichen.

Das Internet bietet die unterschiedlichsten Anwendungsfelder mit großen Zukunftschancen für Psychologen, die in den verschiedenen Einzelaufsätzen beschrieben werden. Die vielen Fragestellungen, die sich aus dem neuen Kommunikations- und Informationsmedium ergeben, werden strukturiert und kompetent beantwortet.

Zunächst werden die Zugangswege zum Internet erklärt. Ohne Fachjargon wird hier das technische Know-how vermittelt. Das Informationsmedium Internet, seine Dienste und deren Möglichkeiten und Suchwerkzeuge werden beschrieben und von Experten gewertet. Alle Beschreibungen beziehen sich speziell auf deutschsprachige Psychologen, sowohl für die wissenschaftliche wie auch die praktische Arbeit. Darauf aufbauend werden Wege, im Internet zu publizieren, beschrieben, und die enormen Möglichkeiten verdeutlicht. Ganz praktisch wird vermittelt, wie man als Psychologe das neue Medium zur eigenen Außendarstellung nutzen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aufsatzsammlung sind das Lehren und Lernen, die Dimensionen für die klinische Psychologie und die Therapie. Psychologische Methoden im Netz, wie z.B. das Testen, Fragebogenerhebungen und das Experiment werden besprochen. Anhand von bereits durchgeführten Studien und einigen Pionier-Seminaren der Autoren werden die Kapitel praktisch angereichert. Insgesamt wird ein ausführlicher Überblick über diese neue Art der Kommunikation gegeben und die neuen Berufschancen von internetkundigen Psychologen besprochen. Abschließend kann sich der Leser im praktischen Umgang mit dem World Wide Web versuchen, z.B. mit einer Anleitung zum Programmieren seiner eigenen Webseite.

Das Buch bietet eine komplette Gliederung der neuen Chance und Herausforderung Internet für die Psychologie. --Nina Stix -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ziel des Buches ist es, internetunerfahrenen sowie internetkundigen Psychologen und Studenten der Psychologie eine verständliche Einführung in das Internet zu geben und den Nutzwert des Internets anhand verschiedener Anwendungsfelder deutlich zu machen.
Im ersten Teil werden einzelne Internetdienste, deren Verfahrensweisen sowie Suchwerkzeuge für Psychologen erklärt.
Der zweite Teil zeigt an einer Reihe von Beispielen auf, wie man das Internet sinnvoll und effektiv in Studium, Lehre und Forschung einsetzen kann. Themen sind u.a. die im Internet zu findenden Informationsangebote für Psychologen, Publizieren im Internet, Fragebogenerhebungen und Experimente im Netz, Lehren und Lernen via Internet sowie Therapieren und Testen über das Internet.
Der dritte Teil dient der Vertiefung des praktischen Umgangs mit dem World Wide Web.

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Benedicta
Format:Gebundene Ausgabe
Bei dem über 600-seitigen Opus handelt es sich inzwischen um die zweite Auflage. Es geht weit über die heute üblichen, mehr oder weniger kommentierten Link-Sammlungen für einzelne Wissenschafts-Disziplinen hinaus (vgl. für PsychologInnen: A. Günther, Internet für Psychologen, 1997). Es beansprucht, sowohl in das Internet an und für sich, als auch in das 'Internet für Psychologen' einzuführen. Entsprechend gliedert sich das Buch in (1) Grundsätzliches zum Internet (Historie, Dienste, Umgang mit Suchmaschinen, etc.), (2) Interessante Aspekte des Internet für einzelne psychologische Disziplinen, (3) Wissenswertes zur Selbstdarstellung von PsychologInnen im Internet (einschließlich Jobsuche in der neuen Branche).

Diese Mischung aus Baedeker und wissenschaftlichem Handbuch wirkt interessant. Sie lastet den Hg. aber auch eine hohe Betreuungsarbeit auf, die schon jetzt ab der 2. Auflage nur noch nachlässig wahrgenommen wurde.

Die 'Einführungen ins Internet an und für sich' sind inzwischen Legion (ebenso die Anleitungen zu eigener Webpräsenz und Homepagebau). Insofern fragt sich, wieso sie seitenfüllend auch in diesem Band erneut auftauchen. Wer psychologische Untersuchungen zu diesen Rubriken erwartet, wird eher enttäuscht. Dabei gibt es inzwischen, z.B. im englischsprachigen Raum, recht interessante Studien über Selbstpräsentation und Identitätskonstruktion auf Homepages.

Der Umgang mit Suchmaschinen wird dann aber mit exemplarischerem Bezug aufs Fach erläutert (85ff). Leider ohne update seit 1997. So bleibt die inzwischen favorisierte Suchmaschine 'Google' noch ungenannt. Wieweit dieser offenkundige Aktualitätsverlust auch für die zahlreichen im Buch genannten Links gilt, habe ich nicht überprüft, es bleiben jedoch ungute Vermutungen... Es finden sich diverse Tabellen mit Linklisten zu Psychologischen Fachgesellschaften und Verbänden (145f), zu Online-Publikationen (153f), Datenbanken und Lieferdiensten (162-164) sowie zuNewsgroups und Mailinglisten für Psychologen (175f).

Der eigentlich wissenschaftliche Kernteil - Perspektiven psychologischer Disziplinen aufs Internet und Hinweise zur weiteren Forschung - bleibt wohl noch eine zeitlang lesenswert und zählt inzwischen zum zu zitierenden Kanon. So geben Batinic/Bosnjak detaillierte Hinweise zu Fragebogenuntersuchungen im Internet" (287ff) und Ulf-Dietrich Reips über "Das psychologische Experimentieren im Internet" (319ff). Gegenüber offline-Frageerhebungen gewähre der Zugang via Internet Flexibilität, geringe Kosten und Arbeit bei der Auswertung sowie Objektivität. Detailliert diskutieren Batinic/Bosnjak die Anwendung in den verschiedenen Internet-Diensten (email, Newsgroups, Webseite, etc.).

Hilfreich für EinsteigerInnen in kommunikationswissenschaftliche, aufs Internet bezogene Theorien, wird besonders der Überblicksartikel von Nicola Döring ("Kommunikation im Internet: Neun theoretische Ansätze", 345ff) sein. Sie zeigt klar, aus welchen theoretischen Kontexten und Quellen welche (populär oft übersteigerten) Internet-Mythen stammen, und in welchen Kontexten solche Theorien dennoch gelten könnten. Man muß nicht notwendig beim Verlust aller face-to-face-Vorteile stehenbleiben ("Kanalreduktions-Modell" und "Herausfiltern sozialer Hinweisreize"). Dieses Modell trifft am ehesten für Online-Neulinge zu, die noch keine spezifischen Fähigkeiten entwickelt haben, um solche Defizite kreativ auszugleichen (Modell "Soziale Informationsverarbeitung"). Statt also konservativ-verklärend face-to-face-Kommunikation zum kirchlichen und auch therapeutischen Ein und Alles zu erklären - und den Rest an kommunikativen Möglichkeiten als inhuman zu entwerten, sollte der eigene Bias anhand solcher Modelle reflektiert werden. Weiterführend ist Dörings "medienökologisches Rahmenmodell", das zur Beurteilung der Kommunikationssituation mindestens vier Faktoren zu bedenken gibt: Die Bedingungen in der Wahl bestimmter Medien, Medienmerkmale, Nutzermerkmale, sowie Merkmale der Nutzungssituation (370).

Online-Beratung und erst recht Online-Therapie werden im Buch relativ einseitig als Bühne für "Scharlatane und Laienpsychologen" (Wallbott, 4) beurteilt, als fachlich gesehen 'nicht existent' und als wissenschaftlich unfundiert. Zur eigenen Fundierung hingegen werden keine Forschungsbeiträge geleistet. Insofern klingt die Kritik, verglichen mit der lebhaften US-amerikanischen oder gar internationalen Diskussion, recht altbacken und langweilig. Immerhin findet sich, gleichfalls von Döring, ein Überblicksartikel zum Status quo, fein säuberlich nach Rubriken wie 'Informationen für Therapeuten, Patienten, zur Selbsthilfe' etc. sortiert und in Auswahl mit Links zur eigenen weiteren Meinungsbildung versehen ("Selbsthilfe, Beratung und Therapie im Internet", 509ff). Döring konstatiert wiederholt, daß auch im Netz genügend Gefühle ausgetauscht werden, um Beziehungen so tiefgreifend zu gestalten, daß auch an persönlichen Problemen gearbeitet werden kann (509f, vgl. insgesamt: 379ff).

Ferner bietet Frank Christl streiflichtartig einen Erfahrungsbericht zur Katholischen (in Köln verankerten) Telefonseelsorge im Netz (mit Zahlenmaterial von 1998, S. 549ff). Da diese Webseiten - mit damals rund 15 Anfragen täglich - allerdings keinen 'Renner' im Netz darstellen, wären Untersuchungen zu Selbstläufern im Netz wie dem "Kummernetz" aufschlußreicher.

Fazit: Das Buch ist inzwischen zum Klassiker für EinsteigerInnen in die Thematik geworden. Wen der Stand der internationalen Forschung, empirische Untersuchungsergebnisse und provozierende Thesen interessieren, - die oder der sei an die inzwischen renommierten Fachzeitschriften wie das "Journal of Computer-Mediated Communication" oder "Cyberpsychology & Behavior" verwiesen.

Ein Manko an der Aufmachung des Buches ist, daß es zwar ein Glossar und Informationen über die AutorInnen bietet, jedoch kein Register. Ferner ist es bei Buchmedien zum Thema Internet inzwischen Standard, daß zumindest eine CD-Rom mit weiteren Serviceangeboten oder eine gepflegte Webseite hierzu existieren. Doch nicht einmal die im Vorwort genannte Webseite des Verlages zum Buch "zur Kommunikation mit den Autorinnen und Autoren der zweiten Auflage" ist mehr existent (nach Suche im Verlagsindex landet man bei einem kurzen Werbetext).

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