Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Internet ist als Medium etabliert -- das spüren endlich auch die Schulen. Viele Lehrer stellt das vor ungeahnte Probleme: Kann das neue Medium fruchtbar mit dem Schulalltag verbunden werden? Wie können Unterricht und Internet sinnvoll miteinander verknüpft werden? Wie kann das Internet mit seinen virtuellen Versuchungen selbst zum Thema werden? Wegweisende pädagogische Überlegungen präsentiert der Bremer Publizist Andreas Mertin. Was der Medienpädagoge bezogen auf das
Internet im Religionsunterricht erarbeitet hat, dürfte auch Lehrenden anderer Fächer wichtige Impulse geben.
Unaufgeregt und äußerst kenntnisreich informiert Mertin über das neue Medium, das gerade für viele ältere Lehrer unbekannter als für die meisten Schülerinnen und Schüler ist. Er lässt die Geschichte des Internets Revue passieren, erklärt verständlich dessen Funktionsweisen und eröffnet Neulingen geduldig die Welt der Fachbegriffe. Kritisch reflektiert er die möglichen Folgen des Internets, weist anhand wissenschaftlicher Untersuchungen die Angst vor "Vereinsamung bei Netznutzern" zurück, plädiert aber leidenschaftlich für die kritische Nutzung des Mediums. Den Religionsunterricht hält Mertin für "geradezu prädestiniert" für den Einsatz des Internets (und verweist augenzwinkernd auf die Tatsache, dass schließlich jede Bibelausgabe eine Fülle von papiernen "Hyperlinks" zu ähnlichen Bibelstellen verzeichnet). Eine "neue Form der Vergemeinschaftung" vermutet Mertin im Internet -- und die habe durchaus religiöse Dimensionen. 30 Unterrichtsanregungen hat Mertin erarbeitet, zugeschnitten auf Schüler der Sekundarstufen I und II (Klassen 7 bis 13). Von Internetsucht bis Cyber-Erotik, von Jesu Auferstehung zur Sektendatenbank, von Religions-Newsgroups bis zu virtuellen Gemeinschaften reichen seine Themen. In einem ausführlich ausgearbeiteten Unterrichtsentwurf für die Sekundarstufe II stellt Mertin das Internet selbst in den Mittelpunkt. Seine Fragestellungen und Materialauswahl zeugt von Kenntnisfülle -- ebenso die im Anhang vorgestellten Internet-Adressen, die vom BuddhaNet bis zum Philosophieknoten reicht und Surfer in römische Katakomben, Pyramiden und Gedenkstätten führt. --Uwe Birnstein
Kurzbeschreibung
Zeitgemäß unterrichten: Neue Medien im Religionsunterricht
Das Internet ist zu einem der wichtigsten Medien der Gegenwart geworden. Auch für die Arbeit im Religionsunterricht bietet dieses Medium eine Fülle von Möglichkeiten. Kritische Medienkunde und den produktiven Umgang mit dem Internet zugleich vermittelt dieses Buch. Entlang den Themen des Religionsunterrichtes werden 30 Unterrichtsanregungen vorgestellt, die die Möglichkeiten religionspädagogischer Arbeit unter Einbeziehung der neuen Technik des Internet demonstrieren. Darüber hinaus wird auf interessante Adressen im Internet hingewiesen: vom virtuellen Gottesdienst über die Erkundung der Pyramiden bis zur Diskussion um die Ökologie.
Liebe - Partnerschaft - Sexualität: Chat - der elektronische Flirt
Sinnfrage: Diskussion um die Sterbehilfe im Internet
Gibt es Gott im Internet?
Jesus in seiner Zeit - Jesus in den Medien
Auf den Spuren der Reformation
Leitbilder und Vorbilder: Fan-Homepages
Scheitern, Schuld, Vergebung
Die Sprache der Religion: Bilder und Zeichen
Bibelarbeit im Internet
Religiöse Diskussionsgruppen
Weltreligionen im Internet
und zahlreiche weitere Themen.
Andreas Mertin ist Publizist und Medienpädagoge mit einem Lehrauftrag an der Universität Bremen. Darüber hinaus arbeitet er in der Lehrer- und Pfarrerfortbildung.