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1.0 von 5 Sternen
Wenig Substanz, 15. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Interne Kommunikation im Unternehmen: Von der Hauszeitung bis zum Intranet (Taschenbuch)
Der Autor verspricht eine wissenschaftlich fundierte Untersuchung über ein wenig erforschtes Gebiet. Er teilt sein Buch in drei Teile auf. Im ersten Teil beschreibt er, was interne Kommunikation ist. Dabei geht er auf ihre Aufgaben und die Bedeutung ein. Im zweiten Teil erläutert er, wie interne Kommunikation in der Praxis funktioniert. Hier berichtet er von den Ergebnissen seiner in Schweizer Unternehmen durchgeführten Befragungen und den Ergebnissen seiner Textanalysen der Editorials von Mitarbeiterzeitschriften. Im dritten Teil macht er Verbesserungsvorschläge. So appetitanregend das Inhaltsverzeichnis ist, so enttäuscht bin ich von seinen Ausführungen. Die Beschreibung der internen Kommunikation beschränkt sich weitgehend auf unbewiesene Behauptungen. Auf Grund des umfangreichen Schrifttums bin ich überzeugt, dass er es könnte. Im Text fehlt aber, bis auf zwei Ausnahmen, leider jeder Bezug. Vielen Behauptungen stimme ich persönlich zu. Dennoch habe ich erwartet, dass die Behauptungen wissenschaftlich untermauert werden. Einzelbeispiele und persönliche Meinung sagen gar nichts aus. In der Darstellung seiner eigenen Ergebnisse erläutert der Autor seine Vorgehensweise und stellt auch den vollständigen Fragebogen vor. Er geht aber leider in der Analyse nicht auf alle Aspekte seiner Fragen ein. Überraschende Ergebnisse werden zur Kenntnis gegeben, aber nicht weiter verfolgt. Einen breiten Raum nimmt die Textanalyse ein, die mich aber wegen Masse und dafür fehlender Klasse nicht überzeugt. Auf 41 mit lesefreundlich großen Buchstaben beschriebenen Seiten werden sieben Artikel vollständig abgedruckt. Für die Analyse ist entsprechend wenig Raum da. Er lobt z. B. an einem Text die Chronologie durch Verwendung der grammatikalischen Zeitformen, ohne darzulegen, welche Funktionen diese Zeitformen haben. Das ist zu wenig. Diese für mich oberflächliche Betrachtungsweise setzt sich leider auch bei den Maßnahmen fort. Dort heißt z. B. ein Abschnitt „Verstärkter Einsatz von Dialogmedien", beschreibt aber fast ausschließlich Informationsmedien. Alles in allem schade
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Wenig Substanz, 15. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Interne Kommunikation im Unternehmen: Von der Hauszeitung bis zum Intranet (Taschenbuch)
Der Autor verspricht eine wissenschaftlich fundierte Untersuchung über ein wenig erforschtes Gebiet. Er teilt sein Buch in drei Teile auf. Im ersten Teil beschreibt er, was interne Kommunikation ist. Dabei geht er auf ihre Aufgaben und die Bedeutung ein. Im zweiten Teil erläutert er, wie interne Kommunikation in der Praxis funktioniert. Hier berichtet er von den Ergebnissen seiner in Schweizer Unternehmen durchgeführten Befragungen und den Ergebnissen seiner Textanalysen der Editorials von Mitarbeiterzeitschriften. Im dritten Teil macht er Verbesserungsvorschläge. So appetitanregend das Inhaltsverzeichnis ist, so enttäuscht bin ich von seinen Ausführungen. Die Beschreibung der internen Kommunikation beschränkt sich weitgehend auf unbewiesene Behauptungen. Auf Grund des umfangreichen Schrifttums bin ich überzeugt, dass er es könnte. Im Text fehlt aber, bis auf zwei Ausnahmen, leider jeder Bezug. Vielen Behauptungen stimme ich persönlich zu. Dennoch habe ich erwartet, dass die Behauptungen wissenschaftlich untermauert werden. Einzelbeispiele und persönliche Meinung sagen gar nichts aus. In der Darstellung seiner eigenen Ergebnisse erläutert der Autor seine Vorgehensweise und stellt auch den vollständigen Fragebogen vor. Er geht aber leider in der Analyse nicht auf alle Aspekte seiner Fragen ein. Überraschende Ergebnisse werden zur Kenntnis gegeben, aber nicht weiter verfolgt. Einen breiten Raum nimmt die Textanalyse ein, die mich aber wegen Masse und dafür fehlender Klasse nicht überzeugt. Auf 41 mit lesefreundlich großen Buchstaben beschriebenen Seiten werden sieben Artikel vollständig abgedruckt. Für die Analyse ist entsprechend wenig Raum da. Er lobt z. B. an einem Text die Chronologie durch Verwendung der grammatikalischen Zeitformen, ohne darzulegen, welche Funktionen diese Zeitformen haben. Das ist zu wenig. Diese für mich oberflächliche Betrachtungsweise setzt sich leider auch bei den Maßnahmen fort. Dort heißt z. B. ein Abschnitt „Verstärkter Einsatz von Dialogmedien", beschreibt aber fast ausschließlich Informationsmedien. Alles in allem schade
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Wenig Substanz, 16. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Interne Kommunikation im Unternehmen: Von der Hauszeitung bis zum Intranet (Taschenbuch)
Der Autor verspricht eine wissenschaftlich fundierte Untersuchung über ein wenig erforschtes Gebiet. Er teilt sein Buch in drei Teile auf. Im ersten Teil beschreibt er, was interne Kommunikation ist. Dabei geht er auf ihre Aufgaben und die Bedeutung ein. Im zweiten Teil erläutert er, wie interne Kommunikation in der Praxis funktioniert. Hier berichtet er von den Ergebnissen seiner in Schweizer Unternehmen durchgeführten Befragungen und den Ergebnissen seiner Textanalysen der Editorials von Mitarbeiterzeitschriften. Im dritten Teil macht er Verbesserungsvorschläge. So appetitanregend das Inhaltsverzeichnis ist, so enttäuscht bin ich von seinen Ausführungen. Die Beschreibung der internen Kommunikation beschränkt sich weitgehend auf unbewiesene Behauptungen. Auf Grund des umfangreichen Schrifttums bin ich überzeugt, dass er es könnte. Im Text fehlt aber, bis auf zwei Ausnahmen, leider jeder Bezug. Vielen Behauptungen stimme ich persönlich zu. Dennoch habe ich erwartet, dass die Behauptungen wissenschaftlich untermauert werden. Einzelbeispiele und persönliche Meinung sagen gar nichts aus. In der Darstellung seiner eigenen Ergebnisse erläutert der Autor seine Vorgehensweise und stellt auch den vollständigen Fragebogen vor. Er geht aber leider in der Analyse nicht auf alle Aspekte seiner Fragen ein. Überraschende Ergebnisse werden zur Kenntnis gegeben, aber nicht weiter verfolgt. Einen breiten Raum nimmt die Textanalyse ein, die mich aber wegen Masse und dafür fehlender Klasse nicht überzeugt. Auf 41 mit lesefreundlich großen Buchstaben beschriebenen Seiten werden sieben Artikel vollständig abgedruckt. Für die Analyse ist entsprechend wenig Raum da. Er lobt z. B. an einem Text die Chronologie durch Verwendung der grammatikalischen Zeitformen, ohne darzulegen, welche Funktionen diese Zeitformen haben. Das ist zu wenig. Diese für mich oberflächliche Betrachtungsweise setzt sich leider auch bei den Maßnahmen fort. Dort heißt z. B. ein Abschnitt „Verstärkter Einsatz von Dialogmedien", beschreibt aber fast ausschließlich Informationsmedien. Alles in allem schade.
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