Jede Art von Handeln, das nationale und kulturelle Grenzen überschreitet und das Ziele unter fremdkulturellen Bedingungen zu erreichen versucht, ist interkulturell Determinanten ausgesetzt. Dies trifft auch für das Handeln in Organisationen zu. Diese Behauptung ist der Ausgangspunkt des Buches von Professor Adler. Die Autorin beschreibt im ersten Teil des Buches, was für Einflüsse die Kultur auf das Management und das Verhalten im Unternehmen hat, und schildert die zwischen den Kulturen existierenden erheblichen Unterschiede in den Wertkonzepten und den davon beeinflußten Organisationspraktiken. Danach erhält der Leser nützliche Tips dazu, wie man kompetent mit den geschilderten kulturellen Unterschieden umgehen kann. So beschreibt die Autorin Strategien zur Organisation von multikulturellen Teams, behandelt die unterschiedlichen Verhandlungsstilen, die Motivation von Mitarbeitern aus verschiedenen Kulturen und die Unterschiede in der Entscheidungsfindung. Der dritte, letzte Teil nimmt die Auslandsentsendungen unter die Lupe. Das Buch belegt, daß eine Organisation nicht ein isolierter subkultureller Fremdkörper, so zum Beispiel eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft eines multinationalen ausländischen Konzerns ist. Und da die individuelle Identifikation mit den Organisationszielen, der wirksame Einsatz von Mitteln der Zielerreichung und die zutreffende Bewertung des erreichten Ergebnisses von den kulturellen Besonderheiten der Organisation mitbestimmt sind, erhöht eine genaue Kenntnis dieser Wechselwirkungen die Effektivität der Organisation. Lesenswert für alle, die sich für arbeitsrelevanten Unterschiede interessieren, die aus kultureller Verschiedenheit resultieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)